Quelle: Archiv MG - REALSOZIALISMUS DDR/FNL - Deutsche Menschen in ihrem Wahn


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STAAT UND KRITIK IN DER DDR

Aus dem Parteistatut der SED: "Das Parteimitglied ist verpflich- tet: ... e) in seiner politischen und beruflichen Tätigkeit und im persön- lichen Leben Vorbild zu sein und seine politischen und fachlichen Kenntnisse ständig zu erweitern... h) furchtlos Mängel in der Arbeit aufzudecken und sich für ihre Beseitigung einzusetzen... gegen jeden Versuch anzukämpfen, die Kritik zu unterdrücken und sie durch Beschönigung und Lobhudelei zu ersetzen... i) aufrichtig und ehrlich gegenüber der Partei zu sein und nicht zuzulassen, daß die Wahrheit verheimlicht oder entstellt wird." Von wegen, in der DDR erlaubt der Staat keine Kritik. Die Staats- partei will sich sogar das Monopol auf kritische Menschen si- chern! Andererseits: Wer hat es eigentlich nötig, in den Pflich- tenkatalog seines Vereins das Verbot von "Beschönigung", "Lobhudelei" und dergleichen aufzunehmen...? zurück