Quelle: Archiv MG - REALSOZIALISMUS CUBA - Vom Verbündeten zum Opfer d. SU
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"20 JAHRE NACH DER REVOLUTION" - EINE WOCHE AUF CUBA
Reisebericht von Genossen der MG aus Nürnberg
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Auch wir wollten einmal "Revolutionstourismus" betreiben und wa-
ren im Sommer eine Woche in Cuba. Wir wollten wissen, wie es in
einem Land, in dem vor zwanzig Jahren eine Revolution stattgefun-
den hat, ausschaut. Ganz nebenbei auch ein bißchen Neugier, ob
die Urteile in MSZ Nr. 32/1979 ("Cuba Libre! - Revolutionsexpor-
teur Nr. 1") durch die Anschauung belegt oder korrigiert werden
müßten.
Wir waren gespannt, wie es den Leuten, die von den USA als "die
Verunsicherer der Karibik" bezeichnet werden, wirklich geht; ob
Freiheit und Demokratie die Güter sind, die sie vermissen; ob
dieser Staat als Teil des Weltkommunismus den ihm von Reagan er-
hofften Ende entgegengeht; ob sich das Volk die "Diktatur des
kommunistischen Staatsapparats" noch länger gefallen läßt.
Das Ergebnis zeigte uns, wie wenig sich der Imperialismus darum
kümmert, was wirklich los ist, wenn er nur die Urteile in die
Welt setzen kann, auf die es ihm ankommt: Wenn das System nicht
stimmt, dann hat es den Leuten dort schlecht zu gehen. Sollte das
wider Erwarten nicht der Fall sein, dann muß man eben selbst da-
für sorgen, daß es wieder ein bißchen bergab geht, indem man ih-
nen kleine, aber sehr wirkungsvolle bakteriologische Steine
(Verseuchung der Tabakernte, Zuckerernte, Krankheiten) in den Weg
legt. Das Dengue-Fieber, das zur Zeit unseres Aufenthalts gerade
ausgebrochen war, ist so eigenartigerweise zur gleichen Zeit noch
in Nicaragua aufgetaucht und sonst nirgends auf dem Kontinent!
Um es vorwegzunehmen, wir haben kein Arbeiter- und Bauernparadies
in subtropischer Atmosphäre vorgefunden, dessen Entwicklung un-
aufhaltsam in Richtung Kommunismus fortschreitet. Aber wir waren
auch nicht in einem "Entwicklungsland". Stattdessen trafen wir
auf den "sozialistischen Menschen", der wohl wissend um den rela-
tiven Nutzen des Staates für ihn, dessen Vorhaben vorbehaltlos
unterstützt, und der in seinen beschränkten Verhältnissen ein
recht zufriedenes und beschauliches Leben führt, den es in seiner
Einigkeit mit dem Staat so weder im Westen noch im Osten gibt.
Der neue Mensch
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Nach einer Gewitterlandung und fast 5-stündigen zermürbenden
"Einreiseformalitäten", die uns schon das Schlimmste bezüglich
unseres Aufenthalts befürchten lassen, stehen wir endlich nachts
um 12 Uhr vor dem Flughafen in 'La Habana'. Wir haben kein festes
Programm, können hinfahren, wohin wir wollen und unternehmen, was
wir wollen. Letzteres scheitert leider (nicht wie erwartet an
staatlichen Einschränkungen) daran, daß wir den gleichen Bedin-
gungen unterworfen sind wie die Cubaner, und das heißt erst ein-
mal, daß man viel Zeit zum Warten mitbringen muß.
Als erstes warten wir also auf ein Taxi und sind recht ungedul-
dig, als sich das eine Stunde und länger hinzieht, weil wir nicht
die gleiche Stellung dazu haben wie die Leute. Für uns ist es
halt ein Mangel, zu warten, ein Hinweis darauf, daß es zu wenig
Taxis gibt. Für die Leute dort ist es eine Errungenschaft, daß
jetzt, i m V e r g l e i c h z u f r ü h e r, sich viele
Leute leisten können, mit dem Taxi zu fahren und deswegen (!)
gibt es zu wenig. Wir begegnen dieser Haltung bezüglich vorhande-
ner Mängel noch öfter im Verlauf dieser Woche. Sie werden sich
nicht erklärt, es wird keine Kritik daran geübt, sondern man
stellt sich einfach auf sie ein. Eine Variante des Zurechtkommens
damit ist der Vergleich zu früher, als alles viel schlechter war
(den gleichen Fehler machen die Leute hier ja auch). Eine andere
ist der Vergleich mit anderen südamerikanischen Ländern, wo Cuba
natürlich immer gut abschneidet.
Schließlich ergattern wir also auch ein Taxi und lassen uns, da
es uns von der Fluggesellschaft bezahlt wird, zum besten Hotel
der Stadt fahren, dem "Habana Libre". Der Taxifahrer weist uns
stolz auf einige Gebäude, Plätze und Denkmäler hin, an denen wir
vorbeikommen, als seien sie für ihn oder von ihm. Als wir uns der
Stadt nähern, durch die Vorstädte der 1,5 Millionen-Stadt fahren,
fehlen die sonst üblichen Requisiten einer kapitalistischen Groß-
stadt in diesen Breiten, die obligatorischen Elendsviertel. Es
sind auch kaum Reklame, Lokale oder Kinos zu sehen, lediglich ei-
mige Plakatwände, die zu erhöhter Produktion und Verteidigung der
revolutionären Errungenschaften aufrufen.
Am Hotel angekommen, sind wir erstaunt, daß der Fahrer kein
Trinkgeld will, dasselbe später bei Kellnern, Pförtnern etc. Im
Handbook steht, daß Trinkgelder verboten sind, aber das kann
nicht der Grund sein, denn oft genug würde das ja niemand merken.
Warum nehmen sie also nichts, auch wenn es ihnen etwas bringen
würde? Irgendwie ist es unter ihrer Würde, sie demonstrieren, daß
sie auf so etwas nicht angewiesen sind, da der Staat ihnen ihre
Existenz sichert. Sie sind schließlich wer und nicht die Diener
der auswärtigen Touristen, die auf Almosen angewiesen sind. Im
Hotel werden wir trotz unserer Rucksäcke und unseres Aufzugs sehr
freundlich behandelt, so wie die anderen auch. Das ist übrigens
überall so. Die Cubaner verhalten sich Fremden gegenüber sehr
selbstbewußt und normal, sie zeigen weder besonderes Interesse
noch besondere Rücksichtnahme
Die Hotelgäste bilden einen gewissen Gegensatz zu der ungeheuer
prunkvollen Ausstattung (sogar die Waschbecken sind aus Marmor)
des Hotels. Dieses Hotel ist keine Prestigeangelegenheit, sondern
wird von normalen Leuten (auch vielen Cubanern) benutzt, was für
unsereinen ein recht angenehmes Gefühl ist, da man nicht auffällt
wie bei uns in ähnlicher Umgebung. Die Cubaner zahlen weit weni-
ger als die Touristen und können es sich leisten, in so einem Ho-
tel unterzukommen. Es gibt einen richtigen innercubanischen Tou-
rismus dergestalt, daß die Leute vom Land in die Stadt kommen und
dort ihre Ferien verbringen, umgekehrt die Leute von der Stadt an
die weiter entfernt gelegenen Strände fahren. Neben den teuren
Hotels, wo die Cubaner weniger zahlen, gibt es noch eine Anzahl
billiger Pensionen, die ausschließlich für Cubaner und nicht für
Touristen sind.
Cubanischer Sozialismus...
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Gegenüber vom Hotel befindet sich ein 'Eisvergnügungspark', wo
es, wenn man endlich einen Bon hat, die verschiedensten Eisspe-
zialitäten gibt, darunter ein köstliches Erdbeermilchspeiseeis.
Wir sind überrascht, in Havanna viele ausgezeichnete Milchpro-
dukte (Butter, Joghurt) vorzufinden, was für ein tropisches Land
recht ungewöhnlich ist. Am nächsten Tag lesen wir die Erklärung
in der Parteizeitung "Granma" (benannt nach dem Schiff, mit dem
Castro damals von Mexico nach Cuba übersetzte), einen 5-seitigen
(!) Artikel über die erfolgreiche Kreuzung einer milchintensiven
Holsteinkuh mit einer cubanischen Wildkuh, die das Tropenklima
jetzt gut verträgt! Der Artikel beschreibt die Züchtung in allen
Einzelheiten, eine regelrecht wissenschaftliche Ableitung. Und
natürlich hat Fidel die Versuchsanstalt persönlich besucht, mehr-
mals, sonst wäre es sicher nichts geworden! Immerhin hat es über
zehn Jahre gedauert, was uns etwas lang erscheint. In der Zeitung
verkauft es der Staat den Leuten als wissenschaftliche Entfaltung
der Produktivkräfte.
Einmal versuchen wir auch, aus der Stadt herauszukommen, was
beinahe nicht geklappt hätte wegen der endlosen Warterei auf
Fahrkarten, auf einen Platz im Bus, wo der Aufwand irgendwie in
keinem Verhältnis mehr zur Unternehmung steht. Schließlich landen
wir doch an einem herrlichen Palmenstrand und finden kaum ein
Stückchen Sand zum Draufliegen, so viele Cubaner tummeln sich da.
Wir waren deshalb so überrascht, weil doch der Che geschrieben
hat, daß es bei der Revolution nicht darauf ankommt, wie oft man
an den Badestrand kann (in: "Mensch und Sozialismus auf Cuba" -
MSZ Red.) und weil es so etwas in keinem anderen südamerikani-
schen Land, als Massenfreizeitvergnügen gibt. Wirklich eine Er-
rungenschaft, eine, die nichts kostet natürlich. Eingeschränkt
wird dieses Vergnügen dadurch, daß es kaum Getränke gibt, und der
Rückweg schier unmöglich scheint wegen der längsten Warte-
schlange, die ich je in meinem Leben gesehen habe. Wir entschei-
den uns für ein Taxis, das auch kaum zu kriegen ist, und glauben
schon, 'endlich' an einen Menschen geraten zu sein, der uns und
seinen Staat übers Ohr haut, als er 10 Dollar verlangt für eine
Strecke, die sonst nur die Hälfte kostet. Außerdem darf man keine
Dollar annehmen. Aber wir irren uns, der gute Mann will sich
nicht selber bereichern, sondern er trägt den Betrag in sein Auf-
tragsbuch ein und läßt den damit erschwindelten Devisenbetrag der
staatlichen Stelle zukommen. Er bescheißt uns, aber nicht für
sich, sondern für den Staat!
Um eine Zigarrenfabrik besichtigen zu können, schließen wir uns
einer italienischen Touristengruppe an. Als die Arbeiter von
"Romeo und Julieta" (dem Tabakkenner sicher ein Begriff) über
Lautsprecher unsere Ankunft mitgeteilt bekommen, erheben sie sich
und beklatschen uns als diejenigen, die sich für die Entwicklung
Cubas interessieren und bekommen ihrerseits von den Polittouri-
sten Beifall, um ihre Bedeutung für die Entwicklung des soziali-
stischen Cubas zu würdigen (Tabak einer der Hauptexportartikel).
Einige zeigen uns die verschiedenen Arbeitsvorgänge, bis so eine
wunderschöne Havanna herauskommt. Freudig demonstrieren sie ihre
Sorgfalt bei der Auswahl der Deckblätter, ihre Fingerfertigkeit,
in jeder Phase wird der Stolz auf ihr Produkt miteingewickelt.
Solange sie in der Fabrik sind, dürfen sie diese ihre Produkte
unbegrenzt genießen und auch eine am Tag mit nach Hause nehmen,
dies aber als Ausnahme gegenüber dem Normalcubaner, dem diese
Genüsse nicht zugänglich sind. Sie hinterfragen weder die Verwen-
dung des Erlöses, den der Staat aus dem Export zieht noch über-
haupt die Notwendigkeit einer Zigarrenproduktion, die nur für den
Export bestimmt ist. Nicht der Überschuß wird exportiert, was auf
die Abhängigkeit der cubanischen Produktion vom Weltmarkt hin-
weist. Die andere Seite, wo die Trennung wieder unfreiwillig zum
Vorschein kommt, ist die Gemütlichkeit, die mangelnde Produktivi-
tät, mit der die Arbeit in dieser Bilderbuchfabrik mit Produkti-
onsmethoden aus dem 19. Jahrhundert stattfindet.
...und seine prunkvollsten Errungenschaften
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Wir besichtigen natürlich auch eine Reihe von Museen und liegen
damit voll auf der Linie der Cubaner, die einen sehr ausgeprägten
Bildungswillen haben (Wir haben ein paar Arbeiter getroffen, die
jeden Abend nach der Arbeit von 5-8 Uhr eine Sprache auf einer
Schule lernen, weil es ihnen Spaß macht) und das kostenlose Ange-
bot an Bildungseinrichtungen und Museen ziemlich ausschöpfen. Im
Nationalmuseum spricht uns ein junges Pärchen an. Er war als Ar-
beiter auf einem Schiff schon in vielen Ländern und beginnt
jetzt, Medizin zu studieren, sie will Psychologie studieren. Sie
erzählen uns voll Stolz von den Bildungsmöglichkeiten in Cuba,
daß die Zuckerrohrarbeiter am meisten verdienen, da die Bezahlung
von der Leistung abhinge, daß die Krankenversorgung für alle ge-
sichert sei und natürlich kostenlos. Schließlich bitten sie uns
darum, da sie gerade geheiratet haben und dringend ein paar not-
wendige Sachen brauchen, daß wir mit ihnen schwarz tauschen und
einkaufen gehen. Dieses Anliegen ist ihnen sichtlich peinlich,
daß der Staat, auf den sie doch stolz sind, sie durch seine Orga-
nisation der Ökonomie quasi dazu zwingt, ihn auch mal auszutrick-
sen, denkt man wirklich einen Augenblick lang nur an sich und
will man halt mal keine sozialistischen Einheitsschuhe und mal
bunte oder geblümte Unterhosen anziehen etc. Sie versichern uns,
daß sie das auch nur einmal in ihrem Leben machen wollen und
fürchten sichtlich um das Ansehen ihrer Nation. Als das personi-
fizierte schlechte Gewissen erkennen sie die sozialistische Moral
an und rechtfertigen den Staat angesichts ihres Mangels. Wohl
deshalb haben wir während der ganzen Zeit fast nie Polizei in Er-
scheinung gesehen. Es ist ein Phänomen (und das ausgerechnet in
dem Staat, der die Leute so unterdrücken soll), daß ein Verstoß
gegen die Staatsmoral von den Leuten selbst verurteilt wird. Das
gibt es sonst nicht, weder im Osten (z.B. DDR), wo man den Staat
bescheißt, wo man kann und nichts dabei findet, noch hier im We-
sten, wo Tugend doch auch Dummheit ist, und es quasi zum guten
Ton gehört, z.B. Steuern zu hinterziehen.
Es ist schon blöd, wie die Leute sich auf den Mangel, der als Fi-
xum unterstellt ist, beziehen und sich gerade nicht darum küm-
mern, warum es keine gescheiten Jeans, Ventilatoren etc. gibt.
Andererseits werden sie von staatlicher Seite ständig zu dieser
Haltung ermutigt. Wenn man die Zeitung aufschlägt, findet man ge-
nau die Bestätigung dieses Bewußtseins. Das Parteiblatt, das na-
hezu jeder Cubaner liest, thematisiert beständig Erfolge und An-
strengungen (vergleichende Statistiken über Ernteergebnisse in
der Provinz) der Kräfte für den Fortschritt des cubanischen So-
zialismus. Unbestrittenes Vorbild davon ist Fidel, von dem jeder
persönliche Furz als Beitrag zur Revolution gefeiert wird. Nichts
steht darin zu lesen über eine Kritik an ihrer Ökonomie, die doch
offensichtlich ihre Mängel hat, nichts über die Abhängigkeit von
der SU, die täglich laut "Spiegel" immerhin Cuba mit 15 Millionen
DM unterstützt. Stattdessen lesen wir eine Grußadresse an Belize
mit herzlichen Glückwünschen zur Unabhängigkeit, die wieder einen
schweren Schlag gegen den Imperialismus darstellen soll. Schläge
gegen den Imperialismus sehen die Cubaner in allem und jedem. Um-
gekehrt ist der Imperialismus der böse Feind, der für alles ver-
antwortlich gemacht wird, was schiefläuft.
Bei unseren Spaziergängen durch die Stadt besuchen wir die alten
Plätze aus der Kolonialzeit. Sie sind restauriert, bzw. werden es
noch. Auf dem Wege dorthin kommt man durch heruntergekommene
Straßenzüge. In den Wohnungen selbst stehen zwar Fernseher, ihr
baulicher Zustand jedoch ist schlecht. Demgegenüber sind wir ver-
wundert über das neuerrichtete Revolutionsmuseum mit dem Schiff
Granma hinter einer riesigen Glasfront, über den monströsen Platz
der Revolution mit gigantischem Mahnmal und einem riesigen Por-
trät von Che Guevara, über verschiedene neue Denkmäler. Wir sind
uns schnell einig, daß der gute Fidel unsere Zustimmung nicht
hätte, bei der Entscheidung, sich die Repräsentation der Nation
mehr kosten zu lassen als den Konsum der Massen. Ganz anders den-
ken hingegen unsere Studenten. Sie laden uns zwar nicht in ihre
Wohnung ein, weil sie zu eng sei, zeigen uns aber mit dem Stolz,
mit dem andere Leute ihr Wohnzimmer vorführen, die neuen Museen,
Kolonialgebäude und Denkmäler. Der staatliche Kult der nationalen
Geschichte, der in den öffentlichen Gebäuden seinen Ausdruck fin-
det, wird vom Volk geteilt und stellt für sie nicht einen Abzug
von ihrem Konsum dar. Sie sind stolz auf ihr Volkseigentum (das
ihnen allen gehört und von dem wieder um keiner etwas hat), ob-
wohl dessen praktischer Nutzen nur in der ideellen Teilhabe an
der Bedeutung der eigenen Nation ist.
Als wir Cuba verlassen, schenken wir unseren Freunden natürlich
trotzdem unsere Jeans.
Als wir Cuba verlassen, können wir uns vorstellen, daß bei der
'Republikflucht' von einigen tausend Cubanern sofort Hunderttau-
sende spontan auf die Straße gingen, um für ihren Fidel zu demon-
strieren. Und zwar nicht, weil sie dorthin geschickt wurden, wie
das unsere Zeitungen so gerne darstellen, sondern wirklich spon-
tan. Staatliche, aber auch private, Gewalt ist hier absolute
Randerscheinung und keinesfalls Charakteristikum des Straßenbil-
des wie in anderen amerikanischen Ländern.
Fazit:
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Cuba ist eine schöne Insel, die es geschafft hat, von niemandem
mehr als Entwicklungsland angesehen zu werden nach zwanzig Jah-
ren, sogar von den Feinden diesbezüglich Anerkennung erfährt, mit
freundlichen Leuten, die wir gerne, weil wir ja wie immer alles
besser wissen, auf den richtigen Weg bringen möchten.
Hinweis:
Wer jetzt immer noch wissen will, ob sich die MG-Theoriebildung
über Cuba an der praktischen Erfahrung blamiert hat, der sei
nochmals auf die MSZ Nr. 32/1979 verwiesen.
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