Quelle: Archiv MG - REALSOZIALISMUS CUBA - Vom Verbündeten zum Opfer d. SU

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       Cuba
       

VOM VERBÜNDETEN ZUM OPFER DER SOWJETUNION

"Wir danken denen außerhalb Cubas, die wirklich beunruhigt sind und uns raten: macht etwas, macht Veränderungen. Wir sagen: aber ja, wir werden etwas machen und zwar etwas Revolutionäres, wir werden Veränderungen schaffen und zwar revolutionäre Veränderun- gen, und wir werden stetig revolutionäre Veränderungen schaffen, weil wir noch nicht genug davon haben." "Unsere Revolution war kein Geschenk der Roten Armee, wir haben sie selbst erkämpft und wir werden sie selber verteidigen." (Fidel Castro) Daß in Cuba die Lichter ausgehen, ist eine Meldung, die im Westen mit unverhohlener Schadenfreude kolportiert wird. Liebevoll wird geschildert, wie dramatisch die Energie- und sonstige Versor- gungslage auf der Insel ist, und wie die einzige Frage, die sich stellt, lautet: Wie lange kann sich der "alternde Revolutionär" Fidel Castro noch halten? Die dem moralischen Anschein gemäße Sorge, was "aus den Menschen" wird, entfällt da locker. Angesichts der Selbstauflösung des Kom- munismus in der Sowjetunion und in Osteuropa steht es allgemein fest, daß Cuba ein unhaltbarer Anachronismus ist und endlich zu verschwinden hat. Das sozialistische Cuba hat sein Lebensrecht verwirkt, heißt der nun verkündete Urteilsspruch. Wieso eigent- lich? Warum pflegt niemand auch nur den Schein, man müsse die Zu- kunft Cubas sichern, alternative Strategien des Überlebens ent- wickeln, und der fälligen Verelendung Herr werden: Offenbar spricht die jetzt eingeleitete Not doch nur für eines: für die Systemfrage. Dieser Staat der "Dritten Welt" war eine Ausnahme, die sich nicht gehört. Der Weg Cubas, mit dem es 30 Jahre lang die imperialistische Normalität des Hungerns in Freiheit vermei- den konnte, ist nicht fortsetzbar und beweist eindringlich das ganze Verbrechen Castros und seines Volkes. Diejenige Macht, die nun den Schuldspruch an Cuba vollstreckt, ist ausgerechnet die Sowjetunion Gorbatschows. Wegen der strate- gischen Optionen gegen die US und als Mitglied der sozialisti- schen Völkerfamilie war der Karibikstaat fester Bestandteil der - sowjetischen Außenpolitik. In ihrem militärstrategischen Kalkül war der Sowjetunion die Insel vor der amerikanischen Küste einmal die Auslösung einer Weltkrise und fast einen Weltkrieg wert. Und auch nach der "Cuba-Krise" vom Oktober 1962 garantierte sie die Sicherheit und Unabhängigkeit der cubanischen Revolution. Mit ih- ren Warenlieferungen und Zahlungen sicherte sie ein Überleben ge- gen die Auswirkungen der bis heute andauernden Handelsblockade durch die USA. Mit der Einbindung ins Comecon und der Gewährung besonderer Bedingungen zur Überwindung des Entwicklungsrückstan- des wurde Cuba (ähnlich wie der Mongolei oder Vietnam) die Mög- lichkeit gegeben, sich aus dem Status eines gewöhnlichen "Entwicklungslandes" herauszubegeben. Es hat sich entwickelt und ist auch dadurch zum Dauerärgernis für die westliche Welt gewor- den. Noch allen Berichten über Cuba, die es jetzt zur Selbstauf- gabe auffordern, ist anzumerken, daß und warum es kein normaler Fall in der "3. Welt" ist. Cuba hat eben die "größte Pro-Kopf- Verschuldung Lateinamerikas" aus ganz anderen Gründen als seine südamerikanischen Nachbarn und es hätte damit auch besser als die weitermachen können. Die Sowjetunion und ihre Verbündeten, die in Cuba investiert haben, sind schließlich nicht auf die welt- marktüblichen Erpressungen verfallen. Die Beziehungen zu den Staaten des Ostblocks waren die Grundlage für die Entwicklung des Landes, wobei nicht nur räumlich ein lan- ger Weg zurückgelegt wurde: "Abgeschnürt durch die US-amerikanische Wirtschaftsblockade, be- droht vom Terror der Exilkubaner und der CIA, gehemmt durch Sabo- tage und Spezialistenflucht, begann das Inselvolk seiner Wirt- schaft eine sozialistische Orientierung zu geben. Ein mutiges Un- ternehmen, wenn man bedenkt, daß die wichtigsten Partner und Freunde 15000km jenseits des Atlantik lebten. Jedes Stück Stahl kam aus dem Ausland. Die Technologie stammte aus dem Lande des Hauptfeindes. Es gab keine Kohle und kein Erdöl. Fünfundsiebzig Prozent der Ein- und Ausfuhr wurden von den USA kontrolliert. Nun mußte die Arbeitsteilung mit Ländern abgestimmt werden, die jen- seits des Ozeans lagen, eine geplante Wirtschaft, andere Techno- logien und andere Rohstoffe hatte. Allmählich nur konnte die Um- stellung erfolgen. Unter politischem und sozialem Aspekt war sie günstig für Kuba, ökonomisch wegen der Organisation und des Weges weitaus weniger. Doch gab es keine andere Wahl. Dazu kamen jähr- lich zwei bis drei Totalmobilisationen, die die Wirtschafstätig- keit lähmten und Unsicherheit verbreiteten." (Jürgen Hell, Ge- schichte Kubas, Berlin 1989, S. 240 f.) Das eingegangene Abhängigkeitsverhältnis brachte den Cubanern nicht nur neue Abnehmer für ihre wichtigsten Exportgüter Zucker, Nickel und Zitrusfrüchte, sondern auch "solide Preise ", die nicht am Weltmarkt orientiert waren. Solide waren diese Preise, weil sie nichts anderes als eine Art Verrechnungseinheit für die politische Unterstützung durch die Käufer waren, die übrigens auch Sachen abnahmen, für die bei ihnen gar kein Bedarf vorhanden war; so ging die DDR langfristige Abnahmeverpflichtungen für Zuc- ker ein, obwohl sie selbst Zuckererzeuger war. Auf jeden Fall war Cuba damit von der ungemütlichen freien Preisbildung an den Roh- stoffbörsen ausgenommen - vom Standpunkt des cubanischen Sozia- lismus aus eine sehr gerechte Sache: "Der Weltmarktpreis ist sozusagen der Preis der Zuckermüllkippe der Zuckerüberschüsse. ... wenn unser Zucker einen höheren Preis erhalten hat als den der Weltmüllkippe, war es dennoch ein ge- rechter Preis, weil er dem ungleichen Tausch ein Ende setzte." (Castro) Bei den zahlreichen Lieferverpflichtungen der Comecon-Länder - Cuba bezog 90% seiner Einfuhren von ihnen - spielten die "subventionierten" Erdölbezüge aus der Sowjetunion eine besondere Rolle. Auch hier war der Preis dem Unterstützungszweck unterge- ordnet, wobei die Russen immer über den tatsächlichen Bedarf hin- aus lieferten. Mit dem Verkauf dieser Mengen (ca. 116 der Liefe- rungen) zu Weltmarktpreisen an andere lateinamerikanische Staaten konntesich Cuba einige Devisen besorgen. Aufbauhilfe wurde auch durch diverse Hilfs- und Beratertätigkeiten sowie durch Ausbil- dungs- und Arbeitsplätze in Osteuropa geleistet. Als "Ausdruck der Brüderlichkeit und der internationalistischen Pflicht" (Granma) gewährten die Ostblockstaaten Kredite, die von den üblichen Erpressungstaktiken gegenüber den verschuldeten "Entwicklungsländern", wie sie kapitalistische Staaten und Insti- tutionen wie der IWF pflegen, ziemlich abwichen. Konditionen und Zinssätze richteten sich nach dem Schuldner, steter Zahlungsauf- schub war die Regel. Ein Beispiel: "Die Sowjetunion schuf die finanziellen Voraussetzungen für die Realisierung der neukonzipierten Entwicklungsstrategie, indem sie die kubanischen Zahlungsverpflichtungen konsolidierte. Während des Aufenthaltes einer Partei- und Regierungsdelegation unter Leitung Fidel Castros in der UdSSR (19. bis 14. Dezember 1971) wurden am 13. Dezember 1971 mehrere entscheidende Wirtschaftsab- kommen unterzeichnet. Das "Abkommen über den Zahlungsaufschub der Kuba gewährten Kredite" stundete die von 1960 bis 1971 angewach- senen Schulden zinslos bis 1985 und vereinbarte die ebenfalls zinslose Tilgung durch 15 Jahresraten in Warenform ab 1986, Das"Abkommen über die Gewährung von Krediten durch die So- wjetunion an Kuba" regelte die Schuldendeckung in der unausgegli- chenen Handelsbilanz beider Seiten von 1973 bis 1975. Im "Abkommen über die wirtschaftlich-technische Zusammenarbeit" wurde ein Kredit von 300 Mill. Rubel für den Fortschritt der ku- banischen Industrialisierung gewährt." (Hell, S. 245 f.) Alte Freunde - up and away -------------------------- Mindestens seit 1989 bekommt die cubanische Gesellschaft zu spü- ren, daß die alten "unverbrüchlichen" Freundschaftsbeziehungen zu den Comecon-Partnern nichts mehr gelten. Die gelieferten Waren und Ersatzteile lassen an Qualität zu wünschen übrig, werden preislich "angepaßt" oder bleiben ganz aus. Das wirkt sich um so drastischer aus, als der früheren Ausrichtung auf amerikanische Produkte eine auf die des Ostblocks folgte - 30 Jahre lang zum Vorteil der Ökonomie Cubas und absichtsvoll ausgebaut, um den ka- pitalistischen Handelsbeziehungen zu entgehen. Als erste haben die Ungarn den Cubanern gezeigt, daß sie vom Kapitalismus gelernt haben: Unter Ausnützung der Tatsache, daß Cuba sein Nahverkehrs- netz auf ungarische Ikarus-Busse gestützt hatte und dafür sogar eine eigene Montagefertigung aufbaute, erhöhte Ikarus 1989 die Preise für Busse, Fertigungs- und. Ersatzteile um zunächst 20%, verlängerte den Lieferungsvertrag nur noch um 6 Monate und setzte die Preiserhöhung mit der Androhung des totalen Lieferstopps durch. Generell gilt inzwischen, daß die Verträge mit Polen, Ungarn, der CSFR und der ehemaligen DDR auslaufen, storniert oder auf Dollar- basis umgestellt worden sind. Das Verschwinden der DDR macht sich für Cuba besonders bemerkbar, weil sie anteilsmäßig neben der So- wjetunion die größte wirtschaftliche Hilfe aufbrachte. Die zer- störte DDR-Produktion war schon im laufenden Jahr nicht mehr in der Lage, ihre Lieferverpflichtungen zu erfüllen. Und der Rechts- nachfolger der alten DDR hat sofort mit dem unwidersprechbaren Hinweis auf den "Sozialismus als Auslaufmodell" (Warnke) klarge- stellt, daß versprochene DDR-Zahlungen an Cuba nicht mehr über- wiesen werden. Verantwortlich ist natürlich Cuba selber, weil Warnke "eine Verhärtung des wirtschaftlichen und gesellschaftli- chen Standpunkts" bei den Cubanern feststellen mußte, sie also immer noch am Ziel Sozialismus festhalten. Umgekehrt aber hat die BRD, gleichsam zur Bekräftigung dessen wie man sich die "neue friedliche Weltordnung" vorzustellen hat, die cubanischen Schul- den bereitwillig von der DDR 'übernommen' und als Erpressungsmit- tel eingesetzt und korrekte Bezahlung angemahnt. Freudig stellen professionelle Beobachter des Weltgeschehens fest, daß "ohne Devisen nichts mehr läuft" (Die Zeit), und stel- len schon Berechnungen an, wann Castro den Bankrott erklären muß. "Bis Ende dieses Jahres läßt sich die wirtschaftliche Zukunft Cu- bas noch einigermaßen berechnen und planen. Dann werden die Fünf- jahrespläne der Mitglieder des Rates für gegenseitige Wirt- schaftshilfe (Comecon) auslaufen und in den meisten Fällen nicht mehr erneuert werden. Bereits jetzt ist entschieden worden, daß es künftig keine mulitlateralen Plankoordinierungen und Verrech- nungsgeschäfte mehr geben wird, sondern daß vielmehr mit frei konvertierbarer Währung bezahlt werden muß." (Neue Zürcher Zei- tung, 16.7.) Die Sowjetunion will sich davon nicht ausnehmen, auch wenn sie bisher offiziell noch nicht Abschied von ihrer Unterstützung für Cuba genommen hat. Was sie selbst von ihrer Anfang 1990 angekün- digten Steigerung ihrer Hilfe hält, zeigt sie durch die gegenwär- tige Kürzung der versprochenen Erdöllieferungen. Im übrigen schlagen die "Erfolge" der Perestrojka voll auf Cuba durch: Wegen des im eigenen Lande angerichteten Durcheinanders fehlen plötz- lich Transportkapazitäten für Getreidelieferverpflichtungen, in der Folge stockt dann der Export von cubanischen Zitrusfrüchten, weil die vorgesehenen russischen Frachter nicht da sind, und das nicht gelieferte Futtergetreide muß gegen Devisen in Kanada be- sorgt werden ... Aus all dem ist nicht zu entnehmen, daß die Planwirtschaft nicht funktionieren würde: Verantwortlich für das ganze Desaster ist ja gerade die Abkehr vom Plan in der So- wjetunion. Die cubanische Revolutionsregierung hat das durchaus mitgekriegt: "Stellen Sie sich den Fünfahresplan 1991 bis 1995 vor. Auf welchen Grundlagen, mit wem sollen wir diese Pläne ver- einbaren? Welche Produkte werden uns garantiert? Welche Märkte werden für unsere Produkte zur Verfügung stehen? Welchen Preis werden sie für den Zucker bezahlen?" (Castro) Die neue Not planen ------------------- Die cubanische Führung weiß sehr genau, in welche Zwangslage sie die Sowjetunion getrieben hat. Weil die Russen bei sich den Kapi- talismus einführen wollen, und die osteuropäischen Staaten schon ein Stück weiter auf diesem Weg sind, erlebt Cuba schon jetzt seine Zurückstufung in ein ziemlich gewöhnliches lateinamerikani- sches "Entwicklungsland". Jetzt ist aus den ostblockgestützten Aufbauprogrammen ein Überlebensprogramm geworden, jetzt werden tausend Projekte gestoppt oder gar nicht in Angriff genommen - eine kleine Auswahl: - eine bereits fertiggestellte Raffinierie kann nicht in Betrieb genommen werden - Kürzung des Wohnungsbauprogramms - Benzinrationierungen - Ausweitung der Rationierung von Grundnahrungsmitteln Gefördert werden nun jene Bereiche der Ökonomie, die Devisen ver- sprechen, überhaupt werden neue Handelspartner im kapitalisti- schen Ausland gesucht, Angebote für Joint-Ventures gemacht usw. Da am Z i e l Sozialismus festgehalten wird, soll der Außenhan- del nach dem Vorbild des Tabakexportes, der schon bisher ins westliche Ausland ging, für die Planwirtschaft benützt werden. Daß mit dem Westen ohne "Gegenleistungen" - sprich weitere Ab- striche vom sozialistischen Programm da nicht viel geht, mußte Cuba bereits in den ersten Verhandlungen mit Mexiko und Venezuela erfahren. "'Hier wird hart gepokert', meinte ein ausländischer Beobachter in Havanna. Offenbar werde Cubas wirtschaftlicher Notstand für politische Forderungen ausgenutzt, seitdem auch die USA ihren wirtschaftlichen und politischen Druck auf Cuba erhöhen und von der Sowjetunion die Einstellung ihrer Hilfe für das Land for- dern." (Süddeutsche Zeitung, 25./26.8.) Währenddessen wird Cuba immer mehr zu einer normalen Touristenin- sel in der Karibik, scheidet der Dollar als Zweitwährung (für den man alles, manches aber nur mit ihm bekommt) die Bevölkerung in Dollarbesitzer und Habenichtse, sind in China 700.000 Fahrräder und eine komplette Fahrradfabrik bestellt worden, weil immer mehr Busse ausfallen, sollen in der Landwirtschaft wieder Zugochsen eingesetzt werden (die aber erst noch gezüchtet werden müssen), und inzwischen lockt man arbeitslos werdende Städter aufs Land, die mit ihrer Arbeitskraft russische Traktoren, substituieren sollen. Als Anreiz für die Rückkehr aufs Land hat man sich die Wiederzulassung der privaten Schweinezucht ausgedacht. Normale Verhältnisse -------------------- Diplomatische Sondierungen in Richtung USA, ob in Sachen Aufloc- kerung oder Aufhebung des Handelsembargos etwas ginge, sind von diesen glatt zurückgewiesen worden. Unterhalb der Selbstaufgabe Cubas geht nichts, lautet die Auskunft. Der Imperialismus der USA setzt auf seine bewährten Mittel - von der ideologischen Infil- tration via Radio und Tele "Marti" über die Unterstützung der Exilcubaner in Miami bis zu "routinemäßigen" Manövern vor Cubas Küsten (die größten seit 1962 fanden gerade statt) - und wartet erstmal ab, wie sich die neue Politik der Sowjetunion bei ihrem (Noch-)Verbündeten auswirkt. Was sie will, hat die ehemals zweite Weltmacht nicht verheimlicht: "Ich habe anläßlich vieler Gelegenheiten erklärt, daß wir keine den westlichen Interessen abträglichen Ziele verfolgen. Wir wis- sen, wie wichtig der Nahe Osten, Asien, Lateinamerika, andere Re- gionen der Dritten Welt und auch Südafrika für die amerikanische und die westeuropäische Wirtschaft sind, besonders was die Roh- stoffquellen betrifft. Diese Verbindung zu zerstören ist das letzte, was wir wollen." (Gorbatschow) In Sachen Cuba hat die Sowjetunion schon einiges getan für die eine imperialistische Welt. Neben seiner jetzt von der Sowjet- macht bewerkstelligten Verwandlung in ein ganz normales Armenhaus der "3. Welt" muß sich Cuba nun auch noch Vorhaltungen von russi- scher Seite anhören: Seine Wirtschaft sei ineffizient, heißt es, und solle sich wie die anderen ehemaligen sozialistischen Staaten ein Beispiel am "Lauf der Geschichte" nehmen. Diesen hält die So- wjetunion in Schwung, wenn jetzt auch sie mit den Schulden Cubas winkt - mehr als 15 Milliarden Rubel gegenüber der Sowjetunion. Schöne Freunde! --------------- "Die Regierung in Havanna wird nicht darum herumkommen, sich auf eine Änderung dieser für Kuba bisher sehr günstigen Bedingungen einzustellen. Das heißt, daß auch in Kuba die Faktoren 'Kosten' und 'Leistung' die Bedingungen der Wirtschaft diktieren müssen. Unnötig hohe Belegschaftszahlen, zu niedrige, von den 'Werktätigen'selbst bestimmte Normen, untätig herumsitzende Ar- beiter, gleicher Lohn für Faule und Fleißige, Erstickung der Pri- vatinitiative im Agrar- und Dienstleistungssektor, Abhängigkeit der gesamten Volkswirtschaft vom Zucker - alles das wird sich Kuba nicht mehr leisten können. Denn irgendwann wird das soziale Netz des sozialistischen Weltwirtschaftssystems den Kubanern nicht mehr zur Verfügung stehen, um weitere Salti Mortali ihrer Wirtschaft abzusichern." (aus "cuba libre", Zeitschrift der Freundschaftsgesellschaft BRD - Kuba, Dezember 1989) zurück