Quelle: Archiv MG - REALSOZIALISMUS ALLGEMEIN - Als es noch den Ostblock gab...


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       Die politische Biographie lebt!
       

AUCH HONECKER UND BRESCHNEW ERINNERN SICH

Hegel hatte es noch "niederträchtig" gefunden, historischen Per- sönlichkeiten biographisch zu kommen, denn diese Darstellungs- weise "spielt die Handlung in das Innere hinein und erklärt sie aus ih- rer von ihr selbst verschiedenen Absicht und eigennützigen Trieb- feder." (WW 3, 488) Der brave Mann! Als idealistischer Wissenschaftler konnte er sich gar nicht so recht vorstellen, daß Biographien eben zu dem Zweck geschrieben werden, die Besonderheit einer Person nach dem Motto: Ecce homo, seht, welch ein Mensch! als d a s Argument herauszu- streichen. Wofür wohl? Für die plumpe Rechtfertigung ihres Trei- bens. Daß diese Kunst gar keines Wissenschaftler bedarf, belegen die vielen schön gebundenen Biographien, die die politischen Grö- ßen unserer Zeit in eigener Sache als Memoiren herausgeben. Als "niederträchtig" stellt sich demnach weniger ihre theoretische Leistung als ihre politische Praxis heraus, in der die Selbstbe- weihräucherung der Macher im Unterschied zu den übrigen Sphären gesellschaftlichen Wirkens als Argument etwas gilt. Wenn Politiker in ihren Selbstdarstellungen Politik als höheres menschliches Tun und sich als dazu Berufene vorführen, dann haben sie eben dabei so wenig Dichtung wie Wahrheit im Sinn: Die Schreiber gefallen sich gegenüber dem Rest der Menschheit in der mehr oder weniger phantasievollen Propagierung der einen prakti- schen Gewißheit, daß sie die Führer ihrer jeweiligen Nation sind. Und dabei können sie auf ein Publikum rechnen, dem die tagtägli- che Vorführung ihrer Herrschaft so vertraut ist, daß es seinen Häuptlingen sogar noch gesteigerte Aufmerksamkeit widmet, wenn die von ihren einsamen Kommandohöhen herabsteigen und sich als Menschen wie du und ich produzieren. So durften selbst Leonid I. Breschnew ("Umriß seines Lebens") und Erich Honecker ("Aus meinem Leben") mit ihren für den westlichen Markt produzierten Biogra- phien auf eine nicht uninteressierte Aufnahme hoffen, obwohl sie als oberste Lenker zweier mit uns intim verfeindeter Staaten na- türlich nicht mit Wohlwollen zu rechnen hatten. So scharf der Bürger auf intime Mitteilungen aus der Welt der Herrschenden in Ost und West ist, so sehr weiß er auch zu differenzieren, für welche Sorte Staat sie stehen. Bei der Darstellung östlich-west- licher Politikerschicksale - mögen sie noch so sehr im lügenhaf- ten Strickmuster persönlicher Legendenbildung übereinstimmen - gilt eben der alte parteiliche Satz: "quod licet Jovi, non licet bovi". Da ist es für aufgeklärte Leser (West) von Autobiographien (Ost) ausgemachte Sache, daß es sich um prinzipiell geschönte Le- bensläufe handelt, während ihnen die Interpretationen, mit denen die eigenen Politiker ihre Karriere versehen, allemal R e s p e k t - und sei es vor ihrer "Eigenwilligkeit" - abnöti- gen. Dabei geht es unter Staatsmännern in Ost u n d West doch recht konform zu: Das war ihr Leben ----------------- An den Anfang einer politischen Biographie gehört stets der Hin- weis auf ein ordentliches Elternhaus und den in jungen Jahren ge- faßten Beschluß, die Welt am Glück solcher Kindheitserfahrungen ordentlich genesen zu lassen. Was Klein-Franz-Josef in der väter- lichen Schlächterei in der Münchner Schellingstraße und Klein- Helmut im Hamburger Lehrerhaushalt an Anstand eingebläut bekamen, das prägte sie für's Leben. Leider konnten sie mit diesem Erbe erst n a c h "jenen unseligen 12 Jahren", in denen sie natür- lich auch ihrer verdammten Pflicht und Schuldigkeit an vorderster Front nachkamen, voll zu wuchern beginnen und den Aufbau der BR Deutschland in sittliche Bahnen leiten. Klein-Erich und Klein- Leonid hatten es da leichter. Ihre proletarische Herkunft präde- stinierte sie schon früh zu höchsten Aufgaben, denen sie beizei- ten nachkommen konnten: "Denke ich heute an das Elternhaus in Wiebelskirchen zurück, so muß ich sagen: Es war eine schwere aber auch schöne Kindheit. Wir hatten Glück, daß die Novemberrevolution uns den Vater zurück- brachte. Er war gewillt, seinen Kindern die richtigen Lehren aus den Jahren des Völkermordes zu vermitteln... Die karg bemessene Freizeit der Eltern diente der politischen Arbeit und dem Ge- spräch mit den Kindern... Er lehrte mich Familiensolidarität und Klassensolidarität. Wir Honeckers widerstanden dem Gift des Na- tionalismus. Wir waren proletarische Internationalisten. Wir be- trachteten die Dinge vom Standpunkt der Arbeiterklasse... Ich ge- wann ein klares Weltbild. Ich nahm mir vor, mein Leben dem Kampf für eine Welt des Friedens und des Sozialismus zu widmen. An die- ser Lebensaufgabe habe ich festgehalten, bis heute." "Wie alle Kinder im Dorf erkannte Leonid, wenn auch unbewußt, daß er zu jenen gehörte, die auf der untersten gesellschaftlichen Stufe standen, die nichts als ihre eigenen rauhen Hände besaßen" (immerhin etwas!), "...Die Kindheitseindrücke sind wohl die stärksten im Leben eines Menschen. Für immer prägte sich dem da- mals elfjährigen Leonid Breschnew ein, wie sich die Oktoberrevo- lution am Dnepr vollzog... Die sozialen und politischen Sympa- thien der ganzen armen Arbeiterfamilie Breschnew galten der Revo- lution, die den Grundsatz 'Ein Nichts zu sein, duldet's nicht länger, alles zu werden, strömt zuhauf!' zum neuen Lebensprinzip erhob." Obwohl in diesen erfolgreichen Politiker-Leben die Charakterisie- rung der einzelnen Abschnitte sowie die Übergänge von einem zum nächsten immer erlogen sind, weil alles, was Fortgang und Auf- stieg ausmacht, "eine natürliche Konsequenz meiner Herkunft, Kindheit und Jugend- zeit" zu sein hat, finden Leser hierzulande doch, es mache einen wahr- haften Unterschied, ob Jung-Helmut oder Jung-Erich staatsmännisch glauben machen möchte, seine ganz persönliche Liebe zu seinem leidenden Volk habe seinen SPD-/KPD-Eintritt und seine Parteikar- riere historisch notwendig gemacht. Dieser Logik zufolge müßten alle, die es von Haus aus irgendwie gut mit den Menschen meinen, über kurz oder lang an führender politischer Stelle stehen, so daß es schließlich gar keiner Führer mehr bedarf. Doch halt - d a s soll ja nicht bewiesen werden. Also müssen sich Staatsmän- ner in ihren "menschlichen Qualitäten" vor der Masse ihrer Mit- menschen so sehr auszeichnen, daß es denen gerade recht ge- schieht, so ein Musterexemplar an Selbstlosigkeit und Tugend vor die Nase geknallt zu kriegen. Wer kann schon ohne rot zu werden von sich behaupten, er könne es in puncto rastlosem Einsatz mit einer politischen Persönlichkeit aufnehmen? "Er arbeitete viel, Tag und Nacht, und er arbeitete mit Sy- stem..., zeichnete sich durch Dynamik und unerschöpfliche Energie aus." Das beschämt den normalen Arbeitsmann, schlafft er doch täglich ab und gibt sich in solch schwachen Momenten privaten-allzupriva- ten Träumereien und Wünschen hin. Seine Politiker sind da aus an- derem Holz geschnitzt: Hat Helmut nicht, der wie alle großen Män- ner eigentlich Architekt werden wollte, sich in den Dienst des ungleich wichtigeren nationalen Aufbaus gestellt; hatte Erich nicht gerade in der Stunde größter vaterländischer Not sein nicht minder nationales Schlüsselerlebnis: "Die große Weltwirtschaftskrise des kapitalistischen Systems warf ihre Schatten voraus... Die Zuspitzung des weltweiten Klassen- kampfes hatte meinen Wunsch, in die Partei der Kommunisten einzu- treten, verstärkt." P o l i t i s c h fühlten, wünschten, dachten und handelten diese Politiker eben schon immer, so daß buchstäblich jeder äu- ßere Anlaß, mit Vorliebe jedoch größere ökonomische Bedrohungen, politische Ausnahmesituationen wie der Nationalsozialismus, Na- turkatastrophen oder besser noch militärische Notstände, ihnen willkommen ist als Prüfstein i h r e s ganz privaten politi- schen Wachsens und Reifens. Da war der Innensenator Schmidt da- bei, als in Hamburg der Fluß über's Ufer trat, und bewährte sich glänzend, indem er die an der Wasserfront eingesetzten Sandsack- schlepper inspizierte (noch heute trägt er seine damalige Sturm- kappe, wenn er von Krisengipfel zu Krisengipfel eilt); Oberst Breschnew war bei Kiew dabei, als die Faschisten hautnah angrif- fen: "Sie hatten nur noch 30 oder 40 Meter bis zu unserem Graben. Sie warfen schon mit Handgranaten nach uns und grölten mit trunkener Stimme: 'Iwan, gib auf!'" (die wußten wohl nicht, wen sie vor sich hatten) "Breschnew antwortete mit kurzen Feuerstößen, um Mu- nition zu sparen." (Sehr gut!) "Deutsche Leuchtkugeln stiegen eine nach der anderen zum nächtlichen Himmel empor," (Verschwendung!) "und während sie brannten, feuerte Breschnew kaltblütig und gezielt." Genosse Honecker war natürlich auch dabei - er kämpfte zur glei- chen Zeit an der Heimatfront im Zuchthaus Brandenburg, was wirk- lich nur besonders übelgesonnene Westler wie die seine Vita k r i t i s c h würdigenden Publizisten vom "Spiegel" als ge- heime Kollaboration mit seinen SS-Bewachern verdächtigen können. Hoch soll'n sie leben --------------------- Helden, und das sind die Genannten allemal, kann man natürlich auf solch schmierige Tour anmachen, vor allem wenn sie ihre Taten nicht auf der erwünschten Seite erbracht haben; diese von Intel- lektuellen ungemein geschätzte Demontage von Heldenbildern e r h ä l t jedoch gerade deren Grundlage: Politik f o r- d e r t menschliche Größe! Warum da die Verantwortung schmälern, an der die Hauptfiguren bekanntlich so schwer tragen? "Breschnew stand in der Hauptkampflinie der Neulanderschließung (in Kasachstan). ... Wir (sahen) recht oft in der Luft eine ein- motorige AN-2-Maschine und wußten, daß ihr Passagier der Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kasachstans, Leo- nid Iljitsch Breschnew, war. ... Für uns waren diese Besuche eine große Hilfe, weil Leonid Iljitsch, da er die Lage und die Schwie- rigkeiten der Neulandsiedler mit eigenen Augen sah (daschauher!), die nötigen Entscheidungen traf. ..." Denn schließlich: Wie mögen Kanzler Schmidt und Strauß gelitten haben, als sie im Mogadishu-Krisenstab gemeinsam beschlossen, Freund Schleyer über die Klinge springen zu lassen? Und doch las- sen sie sich diese Bürde von niemandem abnehmen. Muß man solchen Prachtkerlen nicht dankbar sein? Für das Wohl ihrer Völker tun die alles! Da ist es andererseits auch vom Vorsitzenden Erich nicht ganz fair, an der ehrlichen Verbundenheit unseres Volkskanzlers mit seinen geliebten Massen herumzumäkeln: "Wir haben es nicht nötig, Geheimniskrämerei zu betreiben und die Massen zu manipulieren. Unsere Politik ist für jedermann klar überschaubar und unser Vertrauen in die Massen unerschütterlich. ... Unsere Begegnungen (Grüßgott!) mit dem Volk sind keine forma- len Pflichtübungen. Auch sind sie frei von Demagogie gegenüber den Wählern." Als müßte Helmut Schmidt bei den Kumpels untertage um Stimmen werben, die er übertage doch nachgetragen bekommt! Nein, volks- tümlich ist der Mann, und wie seine Führungskollegen von einst und heute, im Ostblock und anderswo fühlt er "die hohe Wonne ganz, Liebling des Volkes zu sein." Wie sagt doch Erich Honecker in diesem Zusammenhang so schön - wenn auch wieder etwas partei- lich: "Als Politiker des sozialistischen Staates sind wir Fleisch vom Fleische (Lustmolch!) unsrres Volkes und Blut von seinem Blute." Auch der Präside Breschnew steht nicht abseits - auf dem Land nicht und schon gar nicht in seinem Büro: "In einem viehwirtschaftlichen Sowchos besichtigte er die Farmen, sprach mit den Leitern, Melkerinnen und Kälberwärterinnen, inter- essierte sich für deren Belange und Wünsche. ... Die Lebrnsver- hältnisse, die Gedanken und Gefühle der Arbeiter und Bauern, der werktätigen Intelligenz waren ihm gut bekannt." "Auf dem Weg zu seinem Arbeitsraum ging er fast in jedes Zimmer, begrüßte die Leute, scherzte, erkundigte sich nach der Gesund- heit, Stimmung und den Neuigkeiten. Alles das nahm 10 oder höchstens 15 Minuten in Anspruch, er wußte diese Zeit sehr wohl zu schätzen und gewöhnte uns auch daran. Aber (!) in jenen weni- gen Minuten entstand im ganzen Zentralkomitee eine Stimmung akti- ver Lebensbetätigung. Er vermittelte uns nicht nur neue Kräfte, sondern verstand es auch, bei den Leuten, bei seiner Umgebung Kraft zu schöpfen. ... Diese Eigenschaft ist typisch für das an- geborene Talent eines wirklichen Leiters, eines Schrittmachers, der stets mitten unter den Menschen ist und nicht über ihnen schwebt," (kein schlechter Gedanke! ) "der mit ihnen, für sie und dank ihnen lebt." Bei denen drüben soll das "Personenkult" sein, Und bei uns? Ob Ruhe suchend am Brahmsee oder auf der Regierunsbank, ob bei Freund Valery oder Frau Loki, jeder Kanzler-Furz wird tief ein- geatmet. Gelebtes Vertrauen ------------------ Freilich, unser aller Helmut braucht sich dabei nicht besonders zu bemühen. Schnüffelnd hängen ihm die Volksgenossen am Arsch - allen voran die öffentlich bestallte Intelligenz. Hier haben es Honecker und Breschnew schwerer. Sie überlassen sich nicht ein- fach der Wirkung ihrer Ausstrahlung, sondern drücken feste drauf, daß sie auch menschliche Regungen in sich verspüren. So erfährt man z.B., daß Leonid "nach intensiver Arbeit" sagen kann: "Jetzt ist Schluß mit der Sitzung, los, machen wir einen Spaziergang durch die Stadt.", und bei Konferenzen sehr gesellig werden kann. Erich wirft eigens die Frage auf, ob er "absolut solide" sei: "Nun, so absolut würde ich selbst das nicht sagen. Ich war kein 'Heiliger', war nie ein 'Kind von Traurigkeit'. Habe auch damals gern ein Bier getrunken, obgleich das Geld knapp war und ich auch wußte, daß der Alkohol ein schlimmer Feind der Proletarier sein kann." Wenn die sozialistischen Persönlichkeiten auf ihre liebenswerten Eigenarten aufmerksam machen, dann tun sie es nicht in der Gewiß- heit, daß gerade auch kleinere Schwächen enorme Attraktionen sind (der bei Cola Schach verlierende Schnupfer Schmidt), sondern be- tonen in s ä u e r l i c h e r Manier, wie vollkommen ihre In- dividualität im Politischen aufgeht: "Geraucht habe ich später ebenfalls, bin aber im fortgeschritte- nen Alter auf Anraten der Ärzte wieder davon abgekommen. Zu einer gesunden Lebensführung trug meine Aktivität im Arbeiterturn- und Sportverein 'Fichte' in Wiebelskirchen bei..." usw. usw. Erich läßt es den Sportsfreund Mannbar (!) mit einem Satz sagen: "Er war schon damals ein prächtiger Kamerad." Dieses bestellte Lob soll "peinlich" sein und den Führer (Ost) geradezu als gemeinen Verführer von Land und Leuten "entlarven", während derselbe Spruch auf den Führer (West) ein Kompliment - allenfalls ein nicht sehr geschmackvolles - ausmachen würde? So will es die öffentliche Logik (West). Das moralische Geseiche, mit dem die sozialistische Persönlichkeit jede Spur von Indivi- dualität in ihren biographischen Enthüllungen tilgt, gibt es zwar in dieser exzessiven Weise nicht bei im Westen fabrizierten Poli- tiker-Memoiren, aber zum einen kommen die auch ohne moralin-saure Selbstbeschönigungen nicht aus, zum anderen leben sie von dem um- ständlich aufgebauten S c h e i n der Individualität - als machten die blöden Schmidt'schen Accessoires (Hanseat, Mütze, Finger in der Nase) einen M e n s c h e n und nicht diesen P o l i t i k e r aus. Genau auf solche "Besonderheiten" aber fahren intellektuelle und sonstige Interessenten an einem gegen- über dem "tristen" Osten "farbigen" Staatsleben voll ab. Die westliche Freiheit, sich die politische Herrschaft durch ein paar Geschichtchen um die Bonner Herrschaften auszumalen, ist wenig üppiger G e n u ß einer Politik, die ansonsten nicht mit sich kokettiert. Da ist man für gelegentliche neckische Kanzler-Gesten schon dankbar. Daß im Unterschied zu drüben hiesige Politruks nicht durch s t ä n d i g e Beteuerungen ihrer makellosen Füh- rungseigenschaften eigenhändig Zweifel daran in die Welt setzen, macht sie indes noch lange nicht glaubwürdiger - nur für den, der ihnen vertrauen will als den besten Garanten unserer friedlichen Ordnung. Und dieses Vertrauen stellt sich sicher nicht durch das Lesen ihrer Biographien her. Keine Frage, daß Honecker, der immer schon mit dem Attribut "mangelnde Weltläufigkeit" bedacht worden war, durch die vertrau- ensbildende Maßnahme, im Westen seine Memoiren zu veröffentli- chen, nur sehr bedingt als Entspannungspolitiker "an Format ge- wonnen" hat. "Als die Sowjets... Afhanistan besetzten, versuchte Honecker erstmals die Emanzipation. Er war... gegen den Einmarsch." "Die Bonner Deutschlandpolitiker hoffen darauf, daß der unum- strittene DDR-Führer den Emanzipationskurs beibehält, Gefallen findet an Selbstbewußtsein." (Spiegel, 35/1980) Kein Wunder, daß nach dem geplatzten Kanzlerbesuch und der "Erhöhung der Mindestumtauschsätze im Reiseverkehr" "Honeckers Selbstbewußtsein" wieder futsch war und auch die Memoiren schlag- artig in der Versenkung verschwanden. zurück