Quelle: Archiv MG - NAHOST ISRAEL - Ein Geschöpf des Imperialismus
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Wochenschau
SCHAMIR IN DEN USA,
um die militärische Präsenz Amerikas im Nahen Osten mit einem Ab-
kommen auszubauen, das ein Sprecher des Pentagon "eigentlich mehr
ein antisowjetisches Bündnis" nannte. Der Judenstaat kriegt für
seine notorisch bedrohte Sicherheit, die mittlerweile exklusiv
außerhalb seiner territorialen Grenzen "bedroht" wird, allein
fürs nächste Jahr 1,27 Mrd. Dollar an Militaria g e-
s c h e n k t, plus weitere 910 Mio. Dollar "Wirtschaftshilfe"
zum Schuldenzurückzahlen. Um diese zu reduzieren, darf Israel 550
Mio. Dollar in ein eigenes Kampfflugzeug des Typs 'Lavi'
investieren. Als "Geste des guten Willens" liefern die USA wieder
jene "Streubomben" an Israel, die bei der Libanoninvasion gegen
Palästinenserlager eingesetzt wurden.
Das einstige "ernsthafte Bedenken", die Israelis wurden diese
schöne Waffe nicht ausschließlich zu "Verteidigungszwecken" ein-
setzen, ist offenbar gegenstandslos geworden, durch die Neudefi-
nition von i s r a e l i s c h e r V e r t e i d i g u n g
a l s B e s t a n d t e i l d e r a m e r i k a n i s c h e n,
welche den Staatsbesuch des Brückenkopfkommandanten beim Obersten
Befehlshaber so ungemein "erfolgreich und erfreulich" für beide
Seiten gestaltete: Ein "gemeinsamer Militärausschuß" sowie ge-
meinsame "Flotten- und Luftmanöver" sollen "ein Gleichgewicht zur
bedrohlichen militärischen Anwesenheit d e r
S o w j e t u n i o n in Syrien und anderen Gebieten des Nahen
Ostens darstellen". Dieser Aufmarsch ist nach Auffassung des
State Department "keinesfalls darauf gerichtet, gemeinsame Mili-
tärunternehmungen gegen Syrien zu erleichtern oder einzuleiten" -
das wird die Regierung in Damaskus sehr beruhigen. Zumal diesem
"Dementi" die feierliche Versicherung "amerikanischer Entschlos-
senheit" folgt, "sich keinesfalls aus dem Libanon verdrängen zu
lassen". Das ist die unmißverständliche D r o h u n g, jede
"krisenhafte Entwicklung" in der Region als weltweite Ost-West-
Konfrontation zu b e h a n d e l n. Schamir: "Israel und die
USA haben gemeinsame Ziele im Nahen Osten und beide Länder sind
um die W a h r u n g u n d F e s t i g u n g d e s
F r i e d e n s in diesem Gebiet bemüht." So werden heutzutage
K r i e g s e r k l ä r u n g e n formuliert.
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