Quelle: Archiv MG - NAHOST ISRAEL - Ein Geschöpf des Imperialismus
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Wochenschau
MENSCHENMATERIAL FÜR DEN JUDENSTAAT
hat Israel mittels der "Operation Moses" in Marsch gesetzt. Es
handelt sich bei den paar Tausend Falaschen aus den Hungergebie-
ten Äthiopiens zwar durchweg um Leute, deren Integration in die
moderne israelische Gesellschaft Schwierigkeiten bereitet, den-
noch wird sie gehen, weil es sich bei diesen Schwarzen um
"schwarze J u d e n" handelt. Das hat der Oberrabbiner Israels
schon 1974 entschieden und den Falaschen nachgesehen, daß sie den
Talmud nicht kennen, vom Zionismus bis zu zum Abtransport aus su-
daneaischen Flüchtlingslagern keine Ahnung hatten - und noch dazu
falsch beschnitten sind, was jetzt, wenn sie erst wieder bei
Kräften sind, korrigiert werden soll. Die ersten Kinder aber 14,
die noch vor ein paar Monaten "in der Steinzeit" lebten, erhalten
bereits eine "vormilitärisch Ausbildung", wie Reuter am 5.1. mel-
dete.
So ist Israel zwischen seinem letzten Krieg gegen einen arabi-
schen Nachbarstaat und dem nächsten Bombenangriff auf ein palä-
stinensisches Flüchtlingslager ein brillanter Coup zu Bestätigung
seiner z i o n i s t i s c h e n S t a a t s d o k t r i n ge-
lungen: In ihrem Namen reklamiert der Juden s t a a t die Bürger
aller Herren Länder für sich, sofern sie J u d e n sind. Die
Frage: Wer ist ein Jude?, die der Zionismus sinnigerweise als Se-
lektionsproblem mit dem Nationalsozialismus teilt entscheiden im
Zweifelsfall die Behörden Israels. Und weil so alle Juden in Is-
raels "Heimstatt" gefunden haben sollen, nimmt sich ihre Regie-
rung das Recht, alles und jeden niederzumachen, von dem ihrem Be-
schluß zufolge eine "Bedrohung Israels" ausgehen soll.
Beim Falaschenimport machte sich Israel den Umstand zunutze, daß
die Souveränität Äthiopiens wegen seiner linksorientierten Revo-
lutionsregierung vom Freien Westen nur bedingt anerkannt wird und
die Hungerkatastrophe im Lande der gesamten Mannschaft des Impe-
rialismus zum Ausachlachten dient. Während z.B. die Bundesregie-
rung streng humanitär nur den "armen Opfern" helfen will und kei-
nesfalls dem "Regime", betätigt sich der i s r a e l i s c h e
Rassismus in der Errettung a u s g e w ä h l t e r Exemplare
äthiopischer Hungerneger zwecks D e m o n s t r a t i o n des
rassenvorurteilsfreien humanen Antriebs der zionistischen Staats-
volkrekrutierung. Dafür nimmt die Regierung in Jerusalem auch in
Kauf, daß sich der aus Europa und USA mitgebrachte Privat-
rassismus eines Teils seiner Bürger nur schwer mit jüdischen
'Niggern' anfreunden will. Daß es natürlich niemandem um Hilfe
gegen das Verhungern in Äthiopien geht, sondern gegen diesen
Staat alles erlaubt ist, davon zeugt auch das Lob aus USA. Der
Leiter des US-AID-Programms McPherson hat im Gegensatz dazu den
Umsiedlungsprogrammen der Regierung in Addis Abeba eine
eindeutige Absage erteilt: "Menschen, die sich in schlechter
körperlicher Verfassung befinden, könnten eine so weitreichende
Entscheidung wie die einer Umsiedlung nicht mehr treffen." (FR,
31.12.84)
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