Quelle: Archiv MG - NAHOST IRAN - Von der islamischen Revolution
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Wochenschau
ENDE DES GEISEL-DRAMAS
Im neuen Jahr sind die US-Geiseln im Iran nicht einmal mehr
"menschliche Schicksale": die überwältigende Mehrheit ihrer Mit-
amerikaner möchte mit ihnen ein Exempel statuieren und wäre ganz
offen sauer, wenn der scheidende Präsident sie in letzten Minute
noch für eine Handvoll Dollar freikaufen könnte. In der Islami-
schen Republik trägt man mit ihnen den internen Machtkampf aus,
wobei die eine Seite sich eine militärische Intervention der Rea-
gan-Administration unverhohlen herbeiwünscht, um die
"prowestliche" Frage des Staatspräsidenten auszuschalten. Der
Kurswert der 53 Gefangenen sinkt mit der Hausse des Dollars. Die-
ser Zusammenhang ist weder beabsichtigt, noch zufällig: was dem
Irak nicht gelingen will, ein Sieg über den Iran trotz Einsatz
seiner Armee, das schafft die Weltmacht Nr. 1 mit 53 Diplomaten-
pässen und dem dazugehörigen Personal. Für die Politik ist es
mittlerweile tatsächlich gleich, wie letzteres aus ihr heraus-
kommt, lebendig oder als Leich'.
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