Quelle: Archiv MG - NAHOST GOLFKRIEG-2 - Es ging um mehr als 'unser' Öl

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       Süddeutsche Zeitung vom 3. 1.:
       
       "Bundestagspräsidentin Süssmuth  findet bewegende  Worte für  den
       bedrohten Frieden  am Golf.  Tatsache ist,  daß Kuwait  nicht  im
       Frieden lebt.  Iraks Truppen  haben das Land nicht in einen Aben-
       teuerurlaub geschickt, sondern mit Krieg überzogen. Der Krieg ist
       da. Die Frage ist nur, mit welchen Kosten er beendet wird ...
       Im politischen  Raum gibt  es die  Flucht ins Unpolitische nicht.
       Was die Bundestagspräsidentin sagt, rückt jeden, der sich auf die
       bittere Notwendigkeit  eines militärischen Konflikts am Golf ein-
       stellt, in  die Nähe  von Kriegstreibern.  Plötzlich entsteht der
       Eindruck, nicht Saddam Hussein gefährde den Frieden  den er schon
       gebrochen hat  , sondern George Bush, der amerikanische Präsident
       sei der Kriegstreiber ...
       Wer diese  politische Debatte  durch unpolitisches,  aber auf Be-
       liebtheitskriterien schielendes  Reden verhindert,  überläßt  das
       Notwendige sich selbst. Und macht sich schuldig".
       
       Bild-Kommentar vom 2.1.:
       
       "Leere Sprüche gefährden den Frieden
       Auch im  neuen Jahr  ist Rita  Süssmuth für weise Vorschläge gut:
       Nichts solle  unversucht bleiben,  einen Golfkrieg zu verhindern.
       Die mächtigste  Deutsche stimmt damit in einen ärgerlichen Chorus
       ein. Er  unterstellt unseren  amerikanischen Freunden, sie ließen
       etwas unversucht, die Kriegsgefahr abzuwenden.
       Wir sollten  uns daran  erinnern, wer  Saddam  Hussein  ist:  Ein
       Strolch, der  ein Nachbarland  geklaut und  wie Hitler 1938  wei-
       tere im  Visier  hat.  Dagegen  hilft  nur  die  Solidarität  der
       Völkergemeinschaft.
       Leere Sprüche  hingegen bestärken den Räuber von Bagdad in seiner
       Überzeugung, daß  seine Gegner unentschlossen seien. Will heißen:
       Leere Sprüche erhöhen die Kriegsgefahr."
       

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