Quelle: Archiv MG - NAHOST GOLFKRIEG-2 - Es ging um mehr als 'unser' Öl


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       "Die Deutschen  müssen sich  zu ihrer  gewachsenen  Verantwortung
       auch am Golf endlich bekennen" (Kanzler Kohl)
       
       Das tun sie längst:
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       -    Eine deutsche  Reederei rechnet sich vom Kriegsaufmarsch der
       Amerikaner gegen  den Irak  ein gutes  Geschäft aus. Deren Bomber
       brauchen für  ihren Auftrag  schließlich Benzin. Wo der Kunde den
       Sprit verfliegt, tut da nichts zur Sache, es bringt nämlich gutes
       Geld in  die Kasse. Es ist doch selbstverständlich, daß wo ameri-
       kanische Düsenjäger aufs Gas treten, "Gefahrenzone" ist. Soll man
       etwa dem Profit ausweichen, weil man  k r i e g s wichtigen Nach-
       schub organisiert?  "Akute Gefahr"  für Schiff und Ladung ist für
       den Geschäftsmann noch lange nicht gegeben.
       -    Die beauftragte  Besatzung des  Schiffes hat Angst vor einem
       Raketenangriff auf  ihren schwimmenden  Benzintank und  will  das
       Schiff verlassen.
       Da sieht  sich die Gewerkschaft mit ihrem Tarifvertrag gefordert.
       Sie vermißt, daß die Reederei Garantien geben kann, daß "bei die-
       ser Ladung  im Golf  plötzlich eine  Rakete in  den  Tanker  ein-
       schlägt". Als  ob die  das je  vorgehabt hätte! Die macht mit dem
       Krieg ihr Geschäft und besteht auf der Erfüllung des Auftrags.

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