Quelle: Archiv MG - KULTUR SPORT - Verrückte im nationalen Dienst
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Wochenschau
KULTURNOTIZEN
Erst Helmut Schmidt, dann Paul Breitner... Die großen Männer der
Nation quittieren den Dienst an Deutschland, weil sie nicht mehr
ihren "Kopf hinhalten wollen". Konnte der Abtritt des einen Hel-
mut nahtlos durch den anderen ausgeglichen werden, wobei die
Stärke der Mannschaft dafür sorgte, daß sich die geteilten An-
sichten über die persönlichen Qualitäten des neuen Spielmachers
nicht als Abfall der BRD ins Mittelfeld bemerkbar machen, so
wirft der Abgang des Mittelfeld-Strategen für den FC Bayern und
seine Fans Existenzprobleme auf: "Es ist undenkbar, gleich einen
wie mich auf dem Transfermarkt zu holen." (Breitner in der "WamS"
vom 16.1.) Eben diese Äußerung des künftigen Privatiers Breitner
hat den Facharbeiter bei BMW, Xaver Löhner, ebenfalls 31, veran-
laßt, seine spontane Entscheidung nach der Lektüre des Breitner-
Interviews - "Ich rauche eine schwarze Zigarre mehr als früher,
ich trinke einen guten Rotwein mehr. Ich arbeite weniger und ver-
diene trotzdem besser!" - zu revidieren: Sein Transfermarkt wird
schließlich vom Nürnberger Spielervermittler Stingl verwaltet.
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