Quelle: Archiv MG - KULTUR SPORT - Verrückte im nationalen Dienst
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Münchner Hochschulzeitung Sonderausgabe Medizin, 15.07.1980
JUPP UNTER NEGERN
Mit einem Offensivdrang, wie man ihn aus Zeiten der Bundesli-
gasaison auf dem Rasen kennt, stellte Jupp Kapellmann kürzlich
unter Beweis, daß ihm nicht nur auf dem Feld fußballerischer Ehre
die Kapitänswürde gebührt:
"Bei uns braucht man nur noch Psychiater, hier (in Gambia) aber
Ärzte." (Abendzeitung)
Womit dieser Fußballer in angehenden Arztdiensten zum Ausdruck
bringen wollte, daß Doktorsein hierzulande einem Abstieg in die
Amateurliga gleichkommt: So richtige Krankheiten, durch die man
gefordert würde, gibt's nicht mehr und im übrigen lassen die Pa-
tienten in ihrer Wehleidigkeit und Schlappheit sowieso jegliche
profimäßige Einstellung vermissen, kein Vergleich zu den anste-
henden Abwehrschlachten gegen chronische Unterernährung und Seu-
chen da unten, ganz zu schweigen von dem bei einem Transfer zu
erwartenden noch wirklich begeisterungsfähigen und dankbaren Pu-
blikum.
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