Quelle: Archiv MG - EUROPA AUSTRIA - Unsere neutrale Ostmark


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       Aus der Serie: "Wir wählen unseren Häuptling". Heute:
       

WAHLKAMPFSPLITTER

Präsident und Bürgerrecht (I) ----------------------------- "Jeder Österreicher hat das Recht zu wissen, wie ich mir mein Amt vorstelle." (Dr. Kurt Waldheim) Wie Hoheit belieben, sein Allerwertestes zu gestalten, mag ja auch der Kaiser selig ans Volk gnädigst haben mitteilen lassen. Aber das angestammte Recht, damit auf Stimmenfang zu gehen, ge- nießen eindeutig nur demokratische Potentaten. Präsident und Bürgerrecht (II) ------------------------------ "Ich glaube an unser Österreich!" (Dr. Kurt Steyrer) Nur 5 schlichte Worte, und doch 4 grundsolide Versprechungen an den Wähler. Das ist dicht. "Ich" (am besten mit Photo!): So ein feines Staatsoberhaupt darf man sich bestellen! "glaube": in dem sich abgrundtiefer Ernst mit grundloser Zuver- sicht paart. "an": ausnahmsweise kein Versprechen, aber grammatikalisch unver- meidbar. "unser": Ich kenne keine Parteien, sondern nur Österreicher. Neu- zeitliche Fassung des pluralis majestatis. "Österreich": Ja was denn sonst! Präsidentin und Bürgerrecht (III) --------------------------------- "Meine Kandidatur ist die Chance, daß Leute, die in ihrem ange- stammten Lager bleiben wollen, trotzdem ihren Protest kundtun können." (Freda Meissner-Blau) Wogegen wohl einer, der unbedingt in seinem angestammten Lager bleiben will, protestieren wollen soll?? Egal, das Recht darauf ist in dieser Kandidatin verwirklicht. Präsident und Bürgerrecht (Zusammenfassung) ------------------------------------------- "VERSCHÄMTE MACHT... Politiker, die so tun, als sei ihnen Macht verdächtig, und die jedwede Vermutung von sich weisen, sie könn- ten unter Umständen sogar Freude daran haben, Macht zu besitzen - solche Politiker sind unehrlich." (Presse, 15./16.3.) Für das unverbrüchliche Recht demokratisch regierter Bürger auf ehrlich unverschämte Herrscherfiguren! zurück