Quelle: Archiv MG - EUROPA ALLGEMEIN - Ein Zentrum des Friedens
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MEIN-DEIN-UNSER
"Jetzt, da es einen mächtigen Freundschaftsbund der sozialisti-
schen Länder gibt und sich deren Verteidigungsfähigkeit auf die
industrielle Macht des gesamten sozialistischen Lagers stützt,
kann sich jedes europäische Land der Volksdemokratien auf die
Entwicklung von Industriezweigen, auf die Produktion jener Güter
konzentrieren, für die es die günstigsten Voraussetzungen be-
sitzt." (Chruschtschow vor dem XX. Parteitag der KPdSu,
1956/Hacker, S. 583)
Der Versuch, das Bündnis auf eine Arbeitsteilung und ein Stück
gemeinsamer supranationaler Planung festzulegen,
"wichtige volkswirtschaftliche Proportionen in gegenseitiger Ko-
ordinierung, unter Berücksichtigung der gemeinsamen Interessen
auszuarbeiten,... um sozusagen eine Art freier Bilanz zu schaf-
fen, die die Rolle des kollektiven Planes der Entwicklung der
Wirtschaft aller Länder der Organisation der gegenseitigen Wirt-
schaftshilfe spielt",
die nationalen Pläne abzustimmen,
"daß in ihnen nach Möglichkeit nicht nur die nationalen, sondern
auch unsere gemeinsamen Interessen berücksichtigt werden,"
(Chruschtschow in "Kommunist" 8/1962)
ist an der rumänischen Position gescheitert:
"Die geplante Leitung der Volkswirtschaft ist eines der fundamen-
talen, wesentlichen und unveräußerlichen Attribute der Souveräni-
tät des sozialistischen Staates. Der Staatsplan ist ein Ganzes
und unteilbar. Es können nicht Teile oder Abschnitte aus ihm her-
ausgelöst werden Angesichts der Unterschiedlichkeit der jeweili-
gen Voraussetzungen für den Aufbau des Sozialismus, wird es einem
klar, daß es ein Einheitsschema oder -rezept nicht gibt und mich
nicht geben kann; niemand kann entscheiden, was für andere Länder
oder Parteien richtig ist oder nicht." (Erklärung des ZK der KP
April 1964, Südosteuropa-Handbuch II. S. 361)
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