Quelle: Archiv MG - BRD WIRTSCHAFTSPOLITIK AUSSENHANDEL - Made in Germany gegen den Rest
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"Die weiche Mark"
21 PFENNIG - DEUTSCHLAND IN NOT
Bei Betrachtung der Wechelkurse ist zumindest eines ganz gewiß:
Sie ergeben sich aus dem Verhältnis der Währungsnachfrager und
der Währungsanbieter und in diesem Verhältnis können die ver-
schiedensten Faktoren eine Rolle spielen, bis hin zur simplen
staatlichen Verfügung, einen bestimmten Kurs einfach festzulegen.
Letztlich, aber auch nur letztlich steckt natürlich das Gold da-
hinter, sein Zufluß, Abfluß und Lagerung in den kapitalistischen
Staaten - es ist das Weltgeld, um das sich alle Währungen drehen,
auf das sich alle beziehen müssen, und sein zeitgemäßer Statthal-
ter ist der Dollar, der umgekehrt den größten Goldschatz der Welt
hinter sich weiß.
Nun mag es ein ehrenwertes Anliegen sein zu verfolgen, wie sich
die Währungen darum drehen, d.h. die diversen Faktoren zu verfol-
gen, die auf die Höhe des Wechselkurses Einfluß nehmen. Dabei
wird man sehr schnell feststellen, daß man das Geschäftsinteresse
der mit dem Weltgeld und seinen Unterabteilungen Befaßten bzw.
der ihnen zugehörigen Staaten zu untersuchen hat; und weiterhin
wird man dabei feststellen, daß das Auf und Nieder der Kurse im-
mer eine Frage des Profits ist - der Geldanbieter und Geldnach-
frager eben. Dies ist jedoch nicht das Interesse der Geldauguren:
An ihnen kann man studieren, wie einer über lauter Nationalismus
doof wird und immer nur fragt, ob denn nun die Wechselkursent-
wicklung gut oder s c h l e c h t für den Staat und das natio-
nale Wachstum sei.
Ruhm und Schmach
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Daß der Wechselkurs der übergroßen Mehrheit der im Lande Lebenden
herzlich gleichgültig sein kann, gehören sie doch sicherlich
nicht zu den Anbieter und Nachfragern - na ja, im Urlaub wird
vielleicht interessant -, ist diesem Nationalismus seinerseits
völlig egal, will er aus Höhe und Tiefe des Wechselkurses doch
nur einen Propagand Apparat verfestigen: Was liegt da näher, als
hohen Kurs mit bombig dastehender Nation zu identifizieren, nied-
rigen Kurs entsprechend mit "Gefahr, Gefahr":
"Nach Jahrzehnten des Ruhmes kam die große Schmach. Die deutsche
Währung, Superstar der Nation, hart wie Diamanten und Weltklasse
wie Graß oder Beckenbauer, wurde weich und damit ein ganz ver-
tracktes Ding." (Spiegel, 51/80)
Nun ist es ja schon dämlich genug, eine ganze Titelgeschichte
("Wie weich ist die Mark?") darüber zu verfertigen, welchen Preis
die Nationen im Währungsschlagwettbewerb erringen - "Ruhm und
Schmach"! -, so richtig gelungen ist dieser blumige Unsinn erst
dadurch, daß er das glatte Gegenteil von dem ist, was die Herren
(Damen? Merklein?) Spiegelredakteure früher mit exakt demselben
Interesse über die DM schrieben. Es war uns fad nachzuschauen,
aber man kann darauf wetten, daß sie zu Zeiten des großen Dollar-
Sturzes = DM-Aufwertung genau dasselbe Menetekel an die Wand mal-
ten: so eine Gefahr, und der Export, und die Leistungsbilanz...
Jetzt aber, wo sich im R e s u l t a t zeigt, daß hoher DM-Kurs
und florierende Wirtschaft sehr wohl verträglich sind, genügt
eben dieses Resultat, um aus den neuerlichen Veränderungen - 21
Pfennig! - einen nationalen Aufputscher zu basteln. Auf Richtig-
keit oder vielleicht auch nur Plausibilität kommt es dabei als
letztes an. Schon das gegebene Zitat strotzt von Unsinn, der sich
bis in den Stil hinein festsetzt:
- Die Bundesrepublik treibt sich nun wie ein geprügelter Hund in
den Winkeln der Weltzirkulation herum - guten Tag, Fidschi-In-
seln? - "Superstar der Nation": die Währung als Subjekt! Was kann
sie denn bewirken? Waren früher nicht ganz andere Superstars die
Lieblinge des "Spiegel" - Helmut und Wolff von?
- Seit wann werden denn Diamanten weich?
- Wieso w i r d denn nun das Geld auf einmal ein "vertracktes
Ding"? Ob rauf oder runter - es bleibt doch Geld!
- Und überhaupt Grass und Weltklasse.
"Absurditäten" - und die Schuldigen
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Das mündet schließlich in ganz explizite Doofheiten, die - eben
aufgrund der sehr banalen und massiven Absicht - jeder Realität
Hohn sprechen:
1. stellt man sich mal dumm gegenüber dem Profitinteresse derje-
nigen, die in Gelddingen erfahren sind und sich, ganz im Sinne
der alten Römer und Otto Waalkes, nichts Unanständiges darunter
vorstellen können:
"Rund um das deutsche Geld, so scheint es, überschlagen sich die
A b s u r d i t ä t e n. Da schieben wohlhabende Geschäftsleute
aus Schleswig-Holstein ihr Geld mit hohem Zins- und Lustgewinn
ins benachbarte Dänemark, dessen Wirtschaftslage trostlos und
dessen öffentlicher Finanzstatus nicht weit von der Pleite ent-
fernt ist."
Alle Gründe sind angegeben: Der dänische Staat hat einen hohen
Finanzbedarf, gibt dafür hochverzinsliche Anleihen heraus, ein
deutscher Kapitalist denkt sich, wozu groß produzieren und ris-
kieren, den Gewinn, der sich aus der internationalen Freizügig-
keit des Kapitals ergibt, nehm ich doch gleich mit. Das gilt im
verstärkten Maße übrigens auch für die USA, wo die Zinsen sehr
hoch und die Lage sehr stabil ist. Den deutschen Kapitalisten muß
dabei die dort herrschende Inflationsrate überhaupt nicht inter-
essieren, kann er sein Geld doch jederzeit wieder in DM verwan-
deln; genausowenig braucht ihn zu stören, daß er mit diesem Kapi-
taltransfer die DM "weich" macht, indem er nämlich die angebotene
Menge auf dem internationalen Geldmarkt erhöht - er streicht ja
einen statten Gewinn dabei ein!
2. "Da läßt sich der deutsche Bundeskanzler noch während der Ko-
alitionshändel, in Paris mit seinem Freund Valery Giscard
d'Estaing auf dem Sofa photographieren und verkündet dazu, die
beiden Herren seien sich einig, daß Frankreich die DM stütze."
Der Nationalismus, mit den notwendigen arroganten Zügen versehen,
erschaudert: Die Franzosen helfen uns! Wo es doch umgekehrt sein
sollte! (In solchem Falle würde dem "Spiegel" übrigens auch wie-
der einiges Gehässige einfallen.) In diesem Falle muß man glatt
sagen, daß der Schmidt tatsächlich ein bißchen schlauer ist als
die Herren Redakteure: Es kann doch nur von Vorteil sein, wenn
uns geholfen wird, denn wie weiter hinten vom "Spiegel" selbst
angeführt wird - diese Hilfe geschieht ja nicht ganz freiwillig,
sondern weil die BRD gerade auf Grund ihres Gewichts in der EG
den Beistand der anderen einfordern, also sich selbst ersparen
kann. EWS nennt man dieses Wunderding:
"Innerhalb des EWS-Systems können die Währungskurse nur begrenzt
sinken oder steigen. Überschreiten sie gewisse Schwankungsbreiten
nach unten oder oben (Interventionspunkt), dann greifen die übri-
gen (!) Länder ein und bringen den steigenden oder rutschenden
Kurs einer Währung durch An- und Verkäufe dieser Währung wieder
in die Mitte... Die DM, nach ihrer inneren Kaufkraft die stärkste
im System, rutschte dank ihrer besonderen Lage im EWS nahe an den
unteren Interventionspunkt - ein wirtschaftlich unsinniger Vor-
gang."
Wie kann es denn unsinnig sein, wenn die BRD sich keine Sorgen um
ihre Währung zu machen braucht und die anderen darauf verpflich-
tet, mit e i g e n e r Währung (= Kursfall eben dieser Währun-
gen) die DM zu stabilisieren - währenddessen sitzt die Bundesbank
auf dem dicksten Devisenpolster der gesamten EG.
3. Schuldige müssen von einem Skandalblatt natürlich auch genannt
werden. In erster Linie kommen da die genußsüchtigen Massen in
Frage, die mit Öl, Urlaub und ausländischen Autos die deutsche
Wirtschaftskraft beeinträchtigen. Darüber braucht man sich nicht
länger aufzuhalten, gibt der "Spiegel" doch schon in seinen Pho-
tos alle Gegenargumente: Handelt es sich bei den Autos um ameri-
kanische Lincolns oder englische Rolls Royce? Nein, japanische
Billigautos. Und auf dem Urlaubsbild erschließt sich schon aus
oberflächlichster Bildanalyse, daß hier deutsche Konsumhänger wie
die Sardinen gequetscht auf einem Wolkenkratzerstrand herumliegen
und den ungeheuren Luxus der Sonne genießen. Man beachte die
Bildunterschrift!
Was das Öl angeht, kann der Regierung ein Vorwurf nicht erspart
werden:
"Eine Heilung der Leistungsbilanz kann nur durch stramme Energie-
politik geschehen. Was dies betrifft aber, haben die Parteien
nicht viel zu bieten und der Kanzler hatte in der Regierungser-
klärung nicht viel zu erzählen. Mit dem Schlagwort 'Weg vom Öl'
und ein paar Sparappellen ans Volk ist nichts gewonnen."
Wieso sollte der Kanzler denn auch viel erzählen? Die AKW's wer-
den - mit aller Vorsicht, versteht sich - gebaut, und die Sparap-
pelle reichen völlig aus, wo doch gleichzeitig die
"marktwirtschaftlichen Prinzipien" wirken dürfen, die den Öl-Mul-
tis erlauben, die Preise immer weiter hinaufzuschrauben, kräftig
unterstützt von einer Erhöhung der Mineralöl-Steuer. Wer kann
sich da eigentlich erlauben, nicht zu sparen? Spätestens hier ist
die nationale Aufregung um die Währung an ihrem Fluchtpunkt ange-
langt. Sie diente natürlich dazu, den uralten Verzicht-Appell
loszuwerden, mit der einzigen Neuheit, daß der Bundesbürger den
alten Käse von wegen Löhne runter etc. sich nun einmal als ein im
Währungsgeflecht Gefangener anhören darf. Zugegeben: Um das los-
zuwerden, braucht es wirklich keinen einigen vernünftigen Gedan-
ken. Aber einen Mangel hat das Ganze: Die "Bild-Zeitung" bringt
das genauso hin, und ein Magazin ist sich da doch einiges schul-
dig. Der Bundesregierung anzuempfehlen, sie möge den Urlaubern
ein paar Devisenrestriktionen auferlegen und die Energie verteu-
ern, ist zwar keine schlechte Absicht, aber ein paar, kleine
theoretische Untermalungen wären doch auch vonnöten.
Waren rein - Waren raus
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Diese haben freilich dem Zweck zu gehorchen, ein nationales Me-
netekel an die Wand zu malen; und da liegt es auf der Hand, sich
die internationale Wirtschaft einfach mal als G ü t e r-
t a u s c h vorzustellen: Wenn immer mehr reingeht als raus -
das kann doch nicht gut gehen! Somit wäre das Leistungsbi-
lanzdefizit bzw. der Überschuß der Importe über die Exporte als
theoretisch Schuldiger festgemacht. Um die Schwere des Problems
zu verdeutlichen, muß man sich nach dem Motto "Stellen wir alle
in Ostfriesland an einem Abend ausgetrunkenen Biergläser aufein-
ander, so ergibt das..." einmal folgendes zu Gemüte führen:
"Um diese (Defizit-) Summe auszugleichen, müßte die deutsche In-
dustrie zum Beispiel zwei Millionen Personenwagen der Mittel-
klasse zusätzlich im Ausland absetzen: eine Autokette, die -
Stoßstange an Stoßstange (Wahnsinn!) - vierspurig von Hamburg bis
Rom reicht."
Ja, da sitzen die deutschen Kapitalisten Tag für Tag in ihrem
auswärtigen Ausschuß zu sammen und überlegen sich, wie sie das
denn schaffen können, ohne gleich alle Autobahnen zu verstopfen.
Der Bundeskanzler seinerseits hat schon erste Vorschläge gemacht,
wie man mit einer kürzeren Kette dasselbe Ergebnis erzielen kann,
und zwar indem man Waffen an Saudi-Arabien liefert. Irgendwie muß
dieses Defizit doch runter, auch wenn man politische Skrupel da-
bei empfinden muß.
Im Ernst: Wollte man der Theorie vom Leistungsbilanzdefizit als
einer Güterlücke recht geben, weiterhin diese Güterlücke für den
Währungsverlust verantwortlich machen, schließlich die Gleichung
Güterlücke = nationaler Niedergang aufmachen, dann wäre nach des
"Spiegels" eigenen Angaben die deutsche Wirtschaft schon längst
ruiniert. Seit 1978 beläuft sich das Defizit nämlich auf 45 Mrd.
DM, was - immer obiger Theorie folgend - einen gleichhohen Ver-
lust der deutschen Kapitalisten ans Ausland beinhalten würde. Nun
haben u.a. diese Burschen das Defizit aber gerade selbst gemacht,
sei es als Handelskapitalisten, die an billigen Importen guten
G e w i n n machten, sei es als industrielle Kapitalisten, die
mit billigen Importen die Kosten senkten und so G e w i n n
machten. Daß dabei das Gütergleichgewicht verletzt wurde, hat sie
wenig gestört. Das Leistungsbilanzdefizit war und ist für sie
also offensichtlich profitabel, was einem schon an der H ö h e
auffallen könnte: Wer kann sich denn solche Defizitsummen schon
leisten, wenn nicht einer, der sich damit vorwärtsbringt? Im üb-
rigen könnten die Herren Wörner ruhig mal einen Blick auf den
Saldo der Kapitalbilanz werfen und dabei die MSZ Nr. 5/80 studie-
ren.
Eine Geldtheorie und was die Geldhändler davon halten
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Der Vorstellung des Güteraustausches komplementär ist eine Auf-
fassung vom Gelde, die es darauf festnageln will, es wäre das,
was man damit Laufen kann Wieso mißachten Devisenhändler und
Geldanleger souverän die klassische Währungsregel, daß der Außen-
wert des Geldes, also sein Wechselkurs, sich letzten Endes nach
der inneren Stabilität im Lande richtet? Wieso werden die Währun-
gen aller möglichen Inflationsländer stark und die von innen her
stabile Mark schwach?"
Ja wieso? Weil die "klassische Währungsregel" eben ein theoreti-
sches Gespinst ist und nicht die Regel, sondern nur als Kalkula-
tionsmoment auftritt. Sicherlich ist die Produktion von handfe-
stem Reichtum irgendwo unterstellt, aber spätestens am Weltkapi-
talmarkt könnte man merken, daß die Kapitalisten so handeln, als
ob sie sich darum nicht im geringsten zu kümmern hätten. Wenn die
Zinsen irgendwo hoch sind (Beispiel Dänemark, USA) schaffen sie
ihr Geld eben dorthin. Die einzige Schranke ist, daß man genug
davon über hat; in dem Moment ist es automatisch Kapital und die-
sem steht ebenso automatisch ein Gewinn zu. Wo dieser gemacht
wird, kann doch einem Kapitalbesitzer ganz gleichgültig sein - er
hat sich ja sehr kunstvoll in der Tätigkeit bewährt, eine Vermeh-
rungsquelle aufzuspüren, die aus dem bloßen Geld Kapital mit Ge-
winn macht.
Der Weltwährungsmarkt ist also einer, auf dem von Banken und De-
visenhändlern große Geldsummen hin- und hergeschoben werden mit
dem alleinigen Zweck, daß sie sich hintennach als größere Summe
darstellen. Im Taxieren der Währungen daraufhin, wo am meisten
Gewinn zu machen ist, ist zweifelsohne für die Geldhändler die
durch Export/Import verursachte Wirkung auf das Verhältnis von
Angebot und Nachfrage ein Faktor - aber eben nur einer. Auch die
Inflationsrate eines Landes kann völlig von in ihm vorhandenen
Zins (über)kompensiert werden - sie kann aber auch durchaus trotz
hohen Zinses zum Abfluß von Geld führen, wenn sie als Zeichen po-
litischer Instabilität eingeschätzt wird, also zu befürchten ist,
daß der Hauptsumme Mißliebiges widerfährt. So ist es völlig unzu-
lässig, den Wechselkurs auf irgendeinen bestimmten ökonomischen
Mechanismus reduzieren zu wollen, wie es zum Beispiel der
"Spiegel" mit dem Spruch "Der DM-Kurs dürfte doch eigentlich gar
nicht so niedrig sein!" - also mit der Binnen-/Außenwerttheorie
des Geldes versucht.
Vertrauen ins Unergründliche
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Daß es der geschäftsmäßige Umgang der Geldhändler mit den diver-
sen Währungen gemäß ihren Überlegungen ist, der über die Wechsel-
kurse entscheidet, gibt der "Spiegel" selbst noch einmal zu er-
kennen, wenn er den Geldhändlern die Souveränität in diesen Din-
gen zuspricht - freilich auf eine völlig irrationelle, nämlich
psychologische Art und Weise:
"'Über die DM', erkannte Altbankier Hermann Josef Abs, 'wird zu-
viel geredet'. Die Auffassung einiger deutscher Wirtschaftsinsti-
tute, mit weichem Geld den Export zu erhöhen und den Import zu
mindern, ergänzte der Bankier, 'kann ich persönlich nur als eine
mißglückte Formulierung bezeichnen'. Der Geldwert, wissen die
Banker, stabilisiert sich durch V e r t r a u e n."
Abgesehen von der netten kleinen Erwähnung, daß man sich zu dem
Kurs-Fall auch ganz anders stellen kann, ihn nämlich in gleich-
falls gut nationalökonomischer Manier optimistisch-harmonisierend
als Beseitiger des Leistungsbilanzdefizits betrachten kann, ist
hier das Lustige, daß nun das Weltwährungsgeschehen in die
Zutraulichkeit der Geldhändler in gewisse Währungen bzw. in das
Mißtrauen dieser Menschen gelegt ist. Für die Erklärung gewonnen
ist damit natürlich nichts - in gelungen tautologischer Manier
ist der Kurs-Fall durch f e h l e n d e s Vertrauen erklärt und
für die Umkehr des Falls muß das w i e d e r e i n-
s e t z e n d e Vertrauen herhalten -, aber für die Apologetik
der Verhältnisse doch einiges geleistet: Nachdem man sich ein
paar dumme Theorien über das Währungsgeschehen ausgedacht hat,
kann man verwundert ihr Nicht-Gelten, sprich: "Absurditäten"
feststellen, dann die ganze Angelegenheit letztlich in die Hirne
der berufsmäßig damit Befaßten vorlegen, ihnen aber wiederum
nichts am Zeug flicken, weil man nichts Gewisses nicht weiß -
schließlich diesen ökonomischen Sachverhalt zu einem einzigen
großen Mysterium erklären und korrekt am Schluß eine
volkstümliche Umschreibung der Bewältigung dieses Sachverhalts
bieten:
"In Hans Matthöfers Bundesfinanzministerium geht schlicht die
Parole um: 'Ohren anlegen und durch'".
P.S. Die stabilste Währung auf der Welt ist der Renminhi - sagt
die "Bejing Rundschau"!
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