Quelle: Archiv MG - BRD OPPOSITION LINKE - Vom langen Marsch...
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DER VERFASSUNGSSCHUTZ UND SEINE SZENE
Bislang haben wir gedacht, der Szene wäre etwas antikapitali-
stische, antiimperialistische Opposition im gleichgeschalteten
Deutschland, wo das linke Spektrum eine kümmerliche Randexistenz
darstellt, gar nicht so unlieb - jenseits aller ideologischen
Differenzen. Wir nehmen zur Kenntnis, daß dem nicht so ist. MG
tot - ist vielmehr das Bedürfnis.
Diesem Bedürfnis trägt die SZENE auf ihre Weise Rechnung.
I. Die theoretische Auseinandersetzung mit einem politischen
Zweck, den man für falsch hält; die Widerlegung einer linken
Richtung, die einem nicht paßt; die Korrektur einer Kritik, die
man für daneben hält - all das scheint nicht ins Repertoire der
politischen Streitkultur der Szene zu passen. Denunziation; das
Herausstellen moralischer Verwerflichkeit; die Entlarvung von
Kritik als Hinterhältigkeit - wofür eigentlich? -, ist vielmehr
die ziemlich u n t h e o r e t i s c h e Vorgehensweise, mit
der mißliebiger Kritik der Garaus gemacht wird.
Es kann ja sein, daß mancher unsere Kritik an der PDS nicht mag.
Dann wüßten wir aber auch gerne, wo und warum wir mit unseren
Einwänden schief liegen. Weil wir den Vorwurf an diese Partei,
sie habe nichts gegen "Marktwirtschaft, sprich Kapitalismus", wo
sie gerade den Kapitalismus als historisch angesagte Grundlage
für allen künftigen Fortschritt entdeckt hat, für ziemlich dürf-
tig hielten, ist es uns schon ein wenig auf b e g r ü n d e t e
K r i t i k angekommen. Ganze "vier Seiten" lang. Unsere Ein-
wände, galten dem Eintreten dieser "linken Opposition" für das
Ideal einer gerechten Sozialfürsorge für die Opfer, die unsere
"freie Marktwirtschaft" schafft und der demokratische Staat ver-
waltet. Das halten wir für ein verkehrtes politischen Anliegen
von Linken, weil damit für ein Ideal Partei ergriffen wird, das
darauf beruht, daß der Kapitalismus notwendig die bekannten For-
men der Armut produziert, von Wohnungssuchenden bis zu So-
zialhilfeempfängern. Darum finden wir es auch falsch, sich mit
dem Ideal gelungener Sozialpolitik immerfort nur auf die herge-
stellte und akzeptierte Betroffenheit zu beziehen, statt die Kri-
tik gegen das Hervorbringen der Sozialfälle und ihre Gründe zu
richten.
Nochmal: S t i m m t d a r a n w a s n i c h t? T u n w i r
d e r P D S u n r e c h t?
Die Technik des Verdachts...
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Keine Fragen. Die Szene bevorzugt andere Antworten. Sie schlägt
die Tour an, Kritik zu zitieren, um sie als solche gleich wieder
beiseite zu legen. E i g e n t l i c h seien unsere Einwände,
wiewohl vorhanden, für etwas ganz anderes gedacht. Nämlich zur
theoretischen Überfrachtung unserer Flugblätter, mit der wir Ein-
druck schinden wollten. Darf man fragen, bei wem denn? Etwa bei
Schlaumeiern wie Euch, die geschulten Blickes sofort
"Theorielastigkeit" erkennen und in "einfache Aussagen" umwan-
deln? "Theorie l a s t i g k e i t" als Mittel, sich attraktiv
in Szene zu setzen - bei Leuten, die Erklärungen für so etwas wie
eine B ü r d e halten müssen, wenn sie darauf hereinfallen?
I h r jedenfalls - wohl im Unterschied zum Rest des Pubklikums,
dem Ihr Eure gehobene Kritikfähigkeit nicht zuzutrauen scheint -
fallt dann ja schon mal nicht mehr auf unser "vorgegaukeltes" Ni-
veau herein.
Und jetzt, war's das? Habt Ihr Euch schon mal in den einschlägi-
gen Gazetten des intellektuellen Geschmacks kundig gemacht? In
Eurer eigenen SZENE? Beim "Spiegel"? Schon mal das aufgeblasene
Getue eines Augstein entlarvt, der den Gang der Geschichte, die
Idee der Freiheit und andere weltbewegende Instanzen aufruft, um
seine nationalistischen Freude über den Anschluß der DDR in
"teils schnoddrige, teils geschraubte Formulierungen" zu kleiden,
mit "knalligen Überschriften" und über 23 Ausgaben hinweg? Aber
sei's drum. Was, bitteschön, wäre denn eigentlich so ungeheuer
entlarvend, wenn sich unsere "Formulierungen" wirklich in die
"einfache Aussage" umwandeln ließen, die PDS habe mit Antikapita-
lismus nichts am Hut? Wär's Euch so recht? Wäre das ein Stand-
punkt, mit dem Ihr Euch anfreunden könntet? Die korrekte Kritik
an der neuen "linken Opposition" im Gesamtdeutschland?
Eben. Ums Für & Wider, um Zustimmung oder Ablehnung von politi-
schen Standpunkten geht`s ja gar nicht. Sondern darum, einen Ver-
dacht zu lancieren. Den, wir würden mit unseren Flugblättern
falsches Spiel treiben - mal "seriös", dann wieder "polemisch";
mal "originell" und mal "kurzweilig" -, ablenken, um etwas zu
verbergen? W a s denn bloß? Daß Marxisten ziemlich radikal ge-
gen den Kapitalismus Stellung beziehen, ist doch wahrlich kein
Geheimnis; also auch keine großartige Entdeckung, die den Tatbe-
stand absichtsvoller Täuschung erfüllen würde, wenn sie anderen
"Linken" Parteigängertum für die bürgerlichen Herrschafts-
verhältnisse vorhalten. Wo ist bei der "einfachen Aussage", die
Ihr so gekonnt herausfiltert, die B l a m a g e, was verstecken
wir da? Ach so, simplen Antikapitalismus, der sich mit Kurzweil
tarnt. Der so tut, als würde er das Bedürfnis von Leuten bedie-
nen, die die gebildete Unsitte beherrschen, Flugblätter wie über-
haupt so ziemlich alles nach einem Unterhaltungswert zu taxieren.
Stimmt, damit dienen wir nicht, weil wir das gar nicht wollen.
"Marx ist tot" - diese Erfolgsmeldung, mit der die Apologeten der
freien Welt von Geschäft und Gewalt gegen linke Kritik mobilisie-
ren, leuchtet Euch wohl ungeheuer ein - aber "MG lebt" - (sicher,
so gut wir es schaffen!) - u n d s i e g e b e n e s
n i c h t z u! Was für eine lächerliche Botschaft! Andererseits
scheint die Entdeckung, daß sich da immer noch Marxisten reinster
dogmatischer Couleur rumtreiben, die einfach den Standpunkt des
Dagegenseins propagieren, für die Szene ein untragbares Übel zu
sein.
"Zustimmungsfähige Positionen" habt Ihr bei uns entdeckt. Na
prima! Dann ist Marx also doch nicht tot?! Haben wir nicht gerade
noch "einfache Aussagen" durch komplizierte Sätze auf geistiges
Niveau zu heben versucht? Ihr seht also, daß wir auch anders kön-
nen - da habt Ihr sie, die ungeschminkten radikalen Positionen:
Gegen die Vermehrung deutscher Macht und ihres DM-Reichtums; ge-
gen die kriegsträchtige Weltordnung der USA. So dogmatisch ein-
fach, wie Marxisten nun mal sind.
Aber schon wieder nichts als vorgetäuschter Schein; ein Trick, um
uns Leute gewogen zu machen. Wie soll das denn jetzt gehen, wo
unsere "Positionen" klipp und klar offenliegen? Nein, mit unserer
Kritik v e r d i e n e n wir keinesfall "Zustimmung", habt Ihr
rausgefunden. Was ist, wenn's uns darauf gar nicht ankommt? Wenn
wir bei der Verbreitung unserer "Positionen" gar nicht auf
"Sympathie" aus sind, weil uns die G r ü n d e, die wir für un-
sere Gegnerschaft haben, wichtig sind, und daß die anderen Leuten
einleuchten?
Die 'Beweisführung', mit der Ihr uns trotz unserer "zu-
stimmungsfähigen Positionen" in ein ganz u n s y m p a-
t h i s c h e s Licht rückt, scheint keine Kopfschmerzen zu
verursachen. Wir würden uns durch unsere Auftritte in den
Seminaren die letzten "Sympathien" verscherzen? Ja und, würde
dadurch etwas an unserer Kritik verkehrt oder ungültig? Kritische
"Positionen" scheint Ihr durch etwas ganz anderes begründet zu
sehen, als den I n h a l t d e r K r i t i k. Mit einer kri-
tischen H a l t u n g nämlich, mit dem Gestus der Kritik, die
immer drauf aufpaßt, nirgends anzuecken. "Zustimmungsfähigkeit"
weg, wenn wir unsere "Positionen" auch da vorbringen und
vertreten, wo die ideologischen Verdolmetschungen der Herrschaft
des Geldes, imperialistischer Eroberungen und der Kultur des Mit-
machens stattfinden, wo das geistige Rüstzeug der Nation gelehrt
wird? Klar doch, das gehört sich nicht. Stattdessen eine saubere
Sortierung gemäß den dogmatischen Regeln der Meinungsfreiheit:
Kritik, die d a r f man haben, aber nur unter der Bedingung,
daß sie niemanden stört. Weil wir die Benimmregeln von Studium
und Lehre verletzen, weil wir an der Stätte des Geistes, so wie
sie eingerichtet ist und o r d n u n g s g e m ä ß läuft,
störend zugange sind, gebührt uns keine "Sympathie" für "zu-
stimmungsfähige Positionen".
Dann halt nicht! Dann spielt Euch aber auch nicht zu Statthaltern
radikaler Kritik auf, die Ihr vor Mißbrauch durch uns schützen
müßtet, wenn Euch zum 'Mißbrauch' nichts als der Standpunkt des
ordinären Unibetriebs und seiner geheiligten Prinzipien einfällt.
Sympathie für kritische "Positionen" vorgeben, und uns dann mit
den a n t i k r i t i s c h e n Geboten ordentlichen Betragens
die "Zustimmungsfähigkeit" absprechen, das mögen wir vielleicht!
...und seine Logik:
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Kritik = Hinterhältigkeit
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Erst recht die widerliche Technik, mit der unsere Entlarvung so
richtig in Szene gesetzt wird. "Auf den ersten Blick...";
"oberflächlich betrachtet..."; "für den naiven Betrachter..." -
bloß jeden Absatz mit den einschlägigen
B e s c h w ö r u n g s f o r m e l n d e s V e r d a c h t s
eröffnet, und schon ist die Botschaft klar: Höchste Vorsicht ge-
boten - von der MG kann nur Finsteres ausgehen! Sicher, wie man
an dem sieht, was Euer geistiger Nachrichtendienst über unser
Treiben hinter den Kulissen zutage fördert. Da Dogmatismus, dort
Störung von Vorlesungen und Fehldeutungen von Professoren. War's
das? Das sollen lauter Belege für eine Verwerflichkeit sein, die
wir zu kaschieren suchen? Ziemlich lächerlich, wo wir mit unseren
Verfehlungen überhaupt nicht geheim bleiben, sondern öffentlich
alle Welt um uns rum "nerven"! Und überhaupt: Wieso klärt Ihr ei-
gentlich nicht einfach über uns auf und sagt, daß wir Leute sind,
die gegen alle Anstands- und manch andere Regel verstoßen? Kommu-
nisten eben, denen bekanntlich ja nichts heilig ist. Den Vorwurf
würden wir uns gerne gefallen lassen. Da wüßten wir nämlich eini-
ges, was gegen Demokratie, Toleranz und Meinungsfreiheit spricht.
Aber die L o g i k d e s V e r d a c h t s scheint Leuten,
die gegen uns den Vorwurf bringen, wir würden fortwährend
"Entlarvung aller Theorien, Positionen und Interessen..." betrei-
ben, viel zu sympathisch, als daß sie einfach auf den Tisch le-
gen, w a s denn eigentlich an den Verfehlungen, deren wir über-
führt werden, so überaus schlimm sein soll. Begründen läßt sich
das Bild eines s c h l e c h t e n C h a r a k t e r s eben
nicht. Bloß beschwören. Und das systematische Anstrengen des Ver-
dachts, wir führten immerzu anderes im Schild, reicht allemal für
die Botschaft aus, daß dann nur H i n t e r h ä l t i g k e i t
im Spiel sein kann. Wer sich immerzu versteckt, hat's nötig! -
dieser erkennungsdienstlichen Manier, auf böse Charaktere zu
"schließen", bedient sich eine Szene, die - mit Marx - ganz viel
dafür übrig hat, sich "den ganzen Dreck vom Hals zu schaffen".
Fangt bei Gelegenheit mal damit an.
Die Zeugen der Anklage:
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Professoren...
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Die Frage, was ein Verein mit einer derartigen Negation alles
Guten will, kommt nicht auf. Stattdessen wird die Vorstellung
ausgemalt, die präsentierte Schlechtigkeit habe ihren Sinn und
Zweck - in sich selbst. Wir wollen einfach böse sein - und wieder
mal ist das keinem Menschen kenntlich, sondern muß erst glaubhaft
gemacht werden. Ihre Zeugen holt sich die Szene aus den Reihen
der beamteten Wissenschaft.
Professoren - gab's da nicht einmal eine ganze Bewegung von Stu-
denten, die die Einsicht hatten, diese freien Denker wären nur
zur Verdolmetschung der herrschenden Ideen da?
Und denen glaubt Ihr dann auch umstandlos, wenn sie Euch die pas-
senden Beiträge zum Thema MG abliefern. Wirklichen Autoritäten,
solchen, die per Kraft ihres Amtes aussagen, kommt Ihr natürlich
nicht mit Eurer ungemein kritischen Tour, alle Argumente und
"Positionen" einer dahinterliegenden "Wahrheit" mit schlechtem
Kern zu überführen.
Dozenten und "liberale Seminardiskussionen" sollen wir bewußt in
M i ß k r e d i t bringen wollen? Nein, so ein Anliegen haben
wir nicht. Das hielten wir nämlich für reichlich bescheuert. Und
zwar deshalb, weil wir am Treiben der gelehrten Damen und Herren
gerade die K r i t i k haben, daß sie Denken und Argumentieren
dauernd mit dem Herstellen von G l a u b w ü r d i g k e i t
und ähnlichem Zeug verwechseln. Wo das passiert; wo "Theorien"
verstanden und aufgefaßt werden sollen als Ausdruck einer kriti-
schen, verantwortungsbewußten oder sonstwie moralisch hochwerti-
gen H a l t u n g, die Professoren zu ihrem Gegenstand einneh-
men; wo deshalb in jedem Einwand, der auf Triftigkeit der ge-
botenen Lehren beharrt, ein Angriff auf die werte Persönlichkeit
des Lehrenden erblickt wird; wo zwischen dem Prüfen eines Argu-
ments und der Würdigung ihres Charakters nicht mehr unterschieden
werden kann - ja, in solchen "liberalen" Seminaren können wir
uns ganz gut vorstellen, daß manche Professoren in jeder Beurtei-
lung ihres Gedankenguts, die sich nicht um dessen verständ-
nisvollen Nachvollzug bemüht, sondern auf der Klärung von Einwand
und Gegenargument beharrt, das Motiv der Rufschädigung mutmaßen.
Also auch Kritik nicht anders wahrnehmen, denn als "bewußte
Verfälschung" ihrer edlen Absichten.
Wenn Professoren wie Herr Hillmann oder Schnädelbach dann in den
Vorlesungen durchdrehen, weil s i e sich durch die Kritik der
MG in ihrer geistigen Persönlichkeitsentfaltung und dem geforder-
ten Respekt gestört fühlen, wer wollte dann bezweifeln, daß eine
"systematische Störung" an der demokratischen Meinungsfabrik vor-
liegt?
...Polizeiwissenschaftler
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Bei Eurer Zeugniseinvernahme in Sachen Anklage:" MG" seid Ihr,
mal höflich ausgedrückt, nicht gerade wählerisch. Professoren,
die nicht nur im Hörsaal einen auf "wehrhafte Demokratie" und
Hausrecht machen, sondern ganz offensichtlich unserem STASI/West
die "Ergebnisse" ihrer tiefschürfenden Recherchen andienern (oder
war's eine Auftragsarbeit?), sind der Szene gerade recht für das
moralisch vernichtende Urteil über unseren Verein. Logik wie Bot-
schaft dieser Staatsdiener scheinen Euch ganz gut zu schmecken,
derzufolge jemand, der die heiligen Kühe von Demokratie und
"Marktwirtschaft" kritisiert, gar keine ehrenwerten, also gar
"keine Ziele" haben kann.
Vor allem: "keinen Marxismus" - meint Ihr mit Käs-
ler/Schnädelbach, die sich da wohl auskennen. So gut, daß sie
sich glatt vorstellen können, man könnte ausgerechnet durch
"Kurse über 'Das Kapital'" "Mitglieder gewinnen", ohne daß es für
die Mitgliedschaft irgendwie darauf ankäme, Marx' Argumente be-
züglich Lohnarbeit und Kapital einzusehen und zu teilen. Das
scheint Euch auch schwer einzuleuchten, vermutlich weil's aus dem
Mund von Sachverständigen kommt, die den "Denker aus Trier" so
gern zum Altruisten oder Entfremdungsphilosophen ernennen, wenn
sie ihn nicht gerade aus der Philosophietradition exkommunizieren
und zum zwanzigsten Mal für tot erklären.
Etwas "Positives" wäre überhaupt "schwer auszumachen" bei der MG?
Ja, genau das leuchtet uns an dem alten Marx so ein, daß er in
seiner "Kritik der politischen Ökonomie" sämtliche Errungen-
schaften der kapitalistischen Wirtschaftsweise einfach herunter-
gerissen hat, ohne sich auf die Dummheit festlegen zu lassen,
dann müßte er aber auch d a z u eine Alternative liefern. Schon
Marx ist adbei ganz ohne "Grundhaltung" ausgekommen: eine
"nihilistisch-zynische" hat er wahrhaftig nicht gebraucht, um an
Eigentum und Geld, Lohnarbeit und Kredit zu entdecken, daß sie
überhaupt nichts Erhaltenswertes an sich haben; eine "positive
Grundhaltung", die noch an allen Methoden, den Menschen übel mit-
zuspielen, eine ehrenwerte gute Absicht entdecken will, hat sich
ihm sehr folgerichtig verboten. So halten wir es auch nach Kräf-
ten. Solange man uns unsere Kritik des Kapitals und der staatli-
chen Gewalt, die seine Erfolge hierzulande und weltweit sichert
und fördert, sowie der Ideologien, die das Funktionieren dieser
Gewalt als Ordnungsstiftung verklären, nicht widerlegt, müssen
wir den Vorwurf eines "bodenlosen und grenzenlosen menschenver-
achtenden Zynismus" an jene elitären Intellektuellen zurückgeben,
die bei Kritik gleich gar nicht erst auf das vorgebrachte Argu-
ment achten, sondern auf einen defekten Geisteszustand oder Bös-
willigkeit oder beides "schließen".
Wer sein Denken so sorgfältig an den Fahndungsgesichtspunkten für
staatstreue Gesinnung orientiert, weiß dann auch sofort, bei wel-
cher Gelegenheit er mit dem Vorwurf des Verbesserertums, das sich
nicht an der Realität orientiert, auf der Matte stehen muß. Im
Jargon der Szene: "Berufsnihilisten":
...Konstruktive Kritik
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Keine Störung des Unialltags! Woanders darf's dann wieder umso
lebendiger zugehen. Andernfalls sieht sich die Szene tödlich
gelangweilt. Auf unserem Teach-In "Das ist der neue Weltfrieden:
Aufmarsch am Golf" muß Euch der Orientierungssinn irgendwie einen
Streich gespielt haben. Wo glaubt Ihr denn, wo Ihr wart? Wolltet
Ihr Euch den neuesten low-budget-Film reinziehen, oder was?
"Dröge Analysen" hätten wir geboten. Darf man fragen, was die
Herrschaften erwarten? Die Erklärung der Weltaffäre "Irak", die
Analyse der Gründe, weshalb die USA im Golf mit Krieg kal-
kulieren, die Konkurrenz ihrer Verbündeten ums weltpolitische
Dabeisein - unterhaltsam verpackt? Was soll's also?
Ach so, Euer Ermittler langweilt sich gehörig - und d a s bla-
miert nicht nur unsere Ausführungen, sondern auch gleich alle,
die "mitschreiben" oder - "konzentriert" zuhören! Merkt Ihr ei-
gentlich, wie die Methode, mit persönlichen Geschmackseindrücken
zu urteilen ganz schnell umschlägt in elitäre Arroganz? Oder
wolltet Ihr bloß die Botschaft ausgestreut haben, wie sehr die
Zuhörer unserem Verein verfallen sein müssen, wenn sie t r o t z
E u r e r Gelangweiltheit bei der Sache sind? W i e habt Ihr
denn eigentlich rausgekriegt, daß Ihr unsere Analysen "dröge"
finden müßt, wenn Ihr gar nicht zuhören braucht?
Einfach zu blöd, wo's nur noch drauf ankommt, einen abschätzigen
Eindruck uns zum Vorwurf zu machen. Wo nur noch mit dem groß-
artigen Gehabe, sich ein e i g e n e s Bild von unserem Verein
zu machen, aufs Verächtlichmachen gedrungen wird. Mal eben mit
einem hingerotzten "Schwätzer"; dann "akademisches Tischeklopfen"
und die herbeizitierte "Kriegsgefahr" zum unterschiedslos gleich
harten Beleg Eurer Geringschätzung hergenommen. Und wenn dann
"dröge Analysen", bei denen man selbstverständlich nicht mitbe-
kommt, daß die Erklärung von Grund und Zweck des Kriegsszenarios
am Golf etwas anderes ist als das Beschwören einer "Kriegsgefahr"
ihren Dienst getan haben, wechselt man bei Gelegenheit den Maß-
stab und macht einen auf "theoretische Fundiertheit". Dann hört
man aus Sätzen, die den Willen der BRD kennzeichnen, aus dem An-
schluß der DDR imperialistisches Kapital zu schlagen und eine
neue Rolle in Weltordnungsfragen anzusteuern, ganz eindeutig Ver-
simplifizierung heraus.
Und wenn der alberne Anspruch an die MG, ein Aktionsbündnis "ge-
gen die Kriegsgefahr" schmieden zu müssen, mit einem witzigen
Hinweis auf die unpraktische Selbstgenügsamkeit eines solchen
Vorschlags zurückgewiesen wird, dann wißt Ihr genau, daß Ihr Euch
jetzt auf keinen Fall gut unterhalten vorkommen dürft, sondern
angesichts eines solch ernsthaften Themas von einer
Diskussionsveranstaltung erwarten müßt, daß sie "die Kriegsgefahr
vom Tisch bringt". Den hämischen Kommentar mögen wir uns gar
nicht vorstellen, wenn wir einen flammenden Aufruf zur "Aktions-
einheit" gemacht hätten. "Linkes Sektierertum!" mindestens,
oder!?
Wir hätten keine "politische Praxis" aufzuweisen, wollt Ihr im
"persönlichen Gespräch" mit uns ermittelt haben. Wir haben schon
gewußt, warum wir da zurückgefragt haben. Die Frage nach der
"Praxis" kennen wir nämlich zur Genüge als die billige Methode,
K r i t i k a m S y s t e m d e s d e m o k r a t i s c h e n
K a p i t a l i s m u s abzuservieren. Und zwar ausgerechnet mit
dem Vorwurf, wir würden uns nicht an den Verbesserungs-
institutionen beteiligen, die von der Demokratie offiziellerweise
für Beschwerden vorgesehen sind. Stimmt, tun wir auch nicht. Wir
beschweren uns aber auch nicht darüber, Politik und Unternehmer
würden immerzu vor einem höheren Auftrag versagen, in dem ganz
viel Gutes für die vorgesehen sei, die mit Recht und Geld herum-
kommandiert werden. Klar, für Beschwerden d i e s e r A r t
gibt's alle möglichen Einmischungsversuche - "Mitarbeit in den
Gewerkschaften, Teilnahme an Demonstrationen...". Bloß, nicht
einmal für solche Beschwerden taugen Eure großartigen "Pra-
xis"angebote was. "Mitarbeit in den Gewerkschaften" sollen wir
machen? Genau, in Gewerkschaften, die das Lohnniveau in der
eingemeindeten DDR für das genau passende halten, von wegen
"Produktivität" und ähnlicher Anschlußlügen?! Die gerade mit der
Unternehmerseite einen gesamtdeutschen Sozialpakt schließen, in
dem die Löhne-West als Finanzierungsquelle zum Angleich der
Löhne-Ost vorgesehen sind, damit unseren Weltmarktfirmen nicht
die Laune beim Investieren in der neuen Ostzone vergeht. Sollen
wir uns d a b e i engagieren? Oder interessiert Euch sowieso
nicht, was in der IG Metall gerade läuft, weil es nämlich für das
überzeugte "Was tun!", mit dem Ihr unseren Verbesserungswillen
abklopft, gar keine Rolle spielt? Unsere Kritik an dieser
schwarzrotgoldenen Arbeitervertretung erst gar nicht zur Kenntnis
nehmen, und uns dann auffordern, in der Gewerkschaft doch irgend-
wie eine positive Grundlage fürs "Verbessern" zu entdecken, damit
wir uns das Abzeichen für kritisches Engagement verdienen!
Was die Beispiele für "Verbesserung" betrifft, fällt uns an denen
immer etwas anderes auf als die menschenfreundliche Gemeinnützig-
keit, zu der Politik und Unternehmer hierzulande durch "Druck"
schon irgendwie zu bewegen seien. Jahrzehntelang h a t Boehrin-
ger erstmal seine Beschäftigten und die Umwelt radikal mit Gift
vollgepumpt. Und zwar mit dem Segen all derer, die am Fortschritt
unserer "Wirtschaft" maßgeblich beteiligt sind, wir kennen da in
der Hauptsache das Dreigespann Staat, Kapital und Gewerkschaft.
Wenn dann so eine "Giftschleuder" die erlaubten Maximalkonzentra-
tionen an Dioxin und anderem in Arbeitern, Luft und Boden in ei-
nem Maß angehäuft hat, daß nichts mehr brauchbar ist, glauben wir
gerne, daß sich staatliche Aufsichtsbehörden schon mal zum Ein-
schreiten veranlaßt sehen. "Das sei doch wohl eine Verbesserung
der Verhältnisse" - mal die Zwischenfrage erlaubt, w e l c h e
"Verhältnisse" w a r u m, w i e und w o h i n "verbessert"
worden sind? Aber klar, wenn man d i e Verhältnisse unter-
stellt, in denen Vorfälle wie Boehringer keine Ausnahme, sondern
die schönste kapitalistische Regel sind, immer hart an der Grenze
zum "öffentlichen Skandal", ist es einer dieser Vorfälle weniger.
Nein, auf d i e P r a x i s eines Verbesserungswillens, der im
ganz normal funktionierenden Kapitalismus und der demokratischen
Staatsmacht die u n k ü n d b a r e G r u n d l a g e für alle
Einmischungsversuche ausmacht, lassen wir uns mit gutem Grund
nicht verpflichten.
Mal ehrlich: War Euer vehementes Bekenntis zur "Praxis" im
"direkten Gespräch" mit uns eigentlich noch was anderes als der
G e s i n n u n g s t e s t aufs konstruktive Mitmachen? Irgend-
wie beschleicht uns der Verdacht, daß Ihr Euren kritischen Gestus
schon saumäßig berechnend einzusetzen wißt; nämlich zum Dingfest-
machen von Leuten, denen das Recht auf Kritik abgesprochen werden
muß, weil man bei ihnen all die Lügen über die edlen Ziele, in
deren Dienst die Staatsgewalt angeblich steht, partout nicht ent-
decken kann; weil sie nicht die Absicht haben, in den vorgesehen
Gremien der demokratischen Herrschaft mitzuarbeiten - solche
"Berufsnihilisten" wollen dann - logischerweise! - nichts als
M a c h t und sind g e f ä h r l i c h.
...STASI/West Macht? Gefährlich?
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Ach so, das habt Ihr vom Verfassungsschutz, den heranzuziehen Ihr
Euch überhaupt nicht schämt.
II. Wir haben immer gedacht, daß auch die Szene etwas gegen Ge-
sinnungsschnüffelei und Linkenhatz hat; und nicht gerade dafür
ist, wenn der Verfassungsschutz, also die Staatsmacht, Leuten das
Leben schwer macht. Wir nehmen zur Kenntnis, daß dem nicht so
ist. Euer Feindbild sieht offenbar anders aus.
Anscheinend nimmt der Verfassungsschutz für Euch nicht nur "ober-
flächlich betrachtet" eine "zustimmungsfähige Position" ein, wenn
er seine Überwachungs"erkenntnisse" und Denunziationstechniken in
Sachen MG öffentlich macht. Der feine Unterschied zwischen
Erkenntnissen theoretischer Natur und "Erkenntnissen", die deut-
sche Nachrichtendienste ermitteln, scheint Euch völlig abhanden
gekommen zu sein. Nicht nur, daß Ihr gleich im Anschluß an das
professorale "Entlarvungs"-Konglomerat den "neuesten Verfassungs-
schutzbericht" wie eine seriöse Quelle anführt, mit der Tatsachen
belegt werden - "Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch..."; Ihr
zitiert Ihn auch noch, als würdet Ihr Euch damit überzeugender
Argumente bedienen. Ausgerechnet die Institution, die nichts an-
deres vollstreckt als das staatliche Verfolgungsinteresse linker
Kritik, kommt Euch ausgesprochen - u n v e r d ä c h t i g vor.
Oder trifft Spitzeltum und Kontrolle nur auf den STASI/Ost zu,
während dem demokratischen STASI Respekt für seinen Auftrag ge-
bührt, für die geistige Keimfreiheit der Republik zu sorgen?
Daß der Verfassungsschutz, der Antikapitalismus im erfolgreichen
neuen Großdeutschland beseitigen will, dafür eine Geheimbundtheo-
rie entwickelt hat, gefällt Euch offenbar sehr. Wohl deshalb,
weil es nahtlos zum Verdacht paßt, in den Ihr Euch verliebt zu
haben scheint: wir würden immer unser wahres Gesicht verbergen -
und jetzt habt Ihr auch noch einen glaubwürdigen Beleg im Feind-
bild, mit dem deutsche Geheimdienste die demokratische Öffent-
lichkeit mit 'Argumentationshilfen' bedienen! Sauber, wollt Ihr
allen Ernstes alle Verdächtigungen auch noch u n w i d e r-
l e g l i c h machen, unter Zuhilfenahme der Staatssicherheit?
Wenn Euch schon nicht das gemeine Interesse unserer "wehrhaften
Demokratie" auffallen will, mit Spitzelwesen und öffentlicher
Denunziation linker Kritik den Boden zu entziehen, indem die
berufliche Existenz der Kritiker angegriffen wird - vielleicht
merkt Ihr ja an der dazu passenden Technik der ü b l e n
N a c h r e d e was.
- Wenn unsere Genossen es vorziehen, in Wohngemeinschaften zu
wohnen, dann nichts wie los und zitiert, was für eine Wahnsinns-
knechtung da dahinterstecken muß. Gefallen Euch Kommunisten mit
Trauring und Zwei-Personen-Haushalt vielleicht besser, Ihr
Kulturliberalen!
- Ein Geheimbund sollen wir sein - und gar nicht lächerlich.
Klar, unsere Verteiler an der Uni und vor den Betrieben, die der
Verfassungsschutz regelmäßig ablichtet; unsere Teach-Ins; Kritik
in den Vorlesungen, die bekanntlich alle Welt "nervt", alles vor
den Augen der wachsamen Öffentlichkeit verborgen. Oder sollen wir
Namen, Beruf und Alter unserer Mitglieder gleich bei der Hambur-
ger Spitzelzentrale und anderen Denunzianten hinterlegen?
- Wir "ziehen Genossen unauffällig" in Industrie und öffentlichen
Dienst "nach". Schon mal die Vielzahl der "Logen" in "streng
hierarchisch aufgebauten" Vereinen in der Demokratie unter die
Lupe genommen, vom Arbeitgeberverband über die Kirche, vom Akade-
mischen Senat bis zur Künstlergilde, in denen garantiert nichts
ohne das einschlägige "Netz von Verbindungen" und Handwaschanla-
gen geht? Seilschaften? Bitteschön, die sind ja gerade ausgiebig
zugange bei der Säuberung der Dienststellen und des Personals der
ehem.DDR. Juristen, DGB, Historiker, Polizei und Kulturverband,
sämtliche honorigen Instanzen der Demokratie schlagen zu, veran-
stalten Schauprozesse und ziehen ihre "Genossen nach", mit of-
fiziellem Auftrag - gefährlich?
Usw.usw.
Nichts zu billig, nichts zu fies. Alles ist recht, um als
aussagekräftiger Beweis gegen die MG in Anschlag gebracht zu wer-
den: G e f ä h r l i c h, fünfmal dick unterstrichen!
...und journalistische Niedertracht
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Aber dennoch getraut sich Eure journalistische Fahnderseele eine
"persönliche Begegnung" mit uns. Um "mehr" über uns zu "erfah-
ren". Da wundern wir uns schon. Was will er denn noch in Erfah-
rung bringen? Wo er sich bei aller Welt, vor allem aber bei den
befugten Instanzen von Öffentlichkeit, Professoren und
Staatssicherheit ein kompaktes vernichtendes Urteil über uns ab-
geholt hat?
Es war noch was offen. Die Abrundung des Scheins, nach allen Sei-
ten hin ermittelt zu haben; Ankläger, wie Angeklagte zu Wort kom-
men zu lassen. Also will er ein Interview, aber "statt auf die
Fragen einzugehen..." erdreisten wir uns glatt, auch welche zu
haben. Das zeugt von Anmaßung, natürlich bei uns - aber
keinesfalls bei ihm, der bei Blüm und Lafontaine sicher genauso
frech auftrumpfen würde, von wegen "Wichtigtuer"! Der bei allen,
die in Staat und Wirtschaft was zu sagen haben, sicher genauso
unnachgiebig darauf beharren würde, vor seinen Fragen nicht
auszuweichen und sich seiner Vernehmung zu stellen. Ein
V e r h ö r sollte es nämlich werden. Und weil die Verhörten dem
Kommando: 'Antreten zum Schuldbekenntnis' nicht bereitwilligst
gefolgt sind, muß das als Verweigerung eines Geständnisses ins
Protokoll aufgenommen werden.
Woher habt Ihr eigentlich die Sicherheit, uns dermaßen locker zu
Leuten zu erklären, die nichts zu melden haben, sodaß Ihr Euch
noch jede Heuchelei journalistischen Anstands sparen könnt? Euch
leuchtet das Anliegen des Verfassungsschutzes wohl sehr ein, po-
litische Gruppen auf ihre Gesinnung zu überprüfen und nach In-
dizien zu spähen, wie gefährlich sie deutscher Macht werden wol-
len und können, samt dem Verfahren, daraus das entsprechende
Feindbild zu zimmern. Dann fühlt Ihr Euch eben auch im R e c h t
und mit der Aufgabe betraut, Euch als Kammerjäger aufzuführen und
die Sau rauszulassen. Und Ihr haltet allen Ernstes Eure Fragen im
Geiste der Staatssicherheit - "Wie demokratisch ist die MG...
Wird die Führung z.B. gewählt?"; "... wovon finanziert sie diese
Schriften?"; "Wozu dient letztlich dieser ungeheure Aufwand..."
usw. - für eine "ernsthafte Auseinandersetzung" über die Politik
der MG. Solche Experten für "freiwillige Unterwerfung" halten
dann auch noch die Steigerungsraten unserer Mitgliederzahl, mit
denen der Verfassungsschutz unsere Gefährlichkeit unterstreicht,
also Handlungsbedarf anmeldet, für ein abschließendes Urteil.
Hat die SZENE endlich ihren Feind entdeckt, der eine große Gefahr
darstellt? Für wen eigentlich? Für Euch etwa?
Darf man mal fragen, für wen die SZENE mit ihrer Hetze eigentlich
arbeitet?
(PS. Eines haben wir bei dem "ganzen Dreck" mal wieder gelernt.
Je gründlicher Demokratie und Kapitalismus ihre imperialistischen
Erfolge als gerechten "Sieg über den Kommunismus" verbuchen, de-
sto fanatischer pochen Liebhaber der deutschen Staatsgewalt auf
ihr Recht, keine Kritik mehr an diesen Erfolgen und den dazugehö-
rigen verlogenen Idealen ertragen zu müssen. Weit davon entfernt,
ein bißchen Gelassenheit in der Auseinandersetzung mit kommuni-
stischer Kritik, die sich doch angeblich selbst erledigt hat, an
den Tag zu legen, werden sie rabiat. Und dabei machen sie sich
zuguterletzt doch noch um die Verbreitung einer Behauptung ver-
dient, die sonst nur von unbelehrbaren Marxisten zu hören ist:
mit dem Triumph der demokratischen Staatsmacht, deren Tugend die
Toleranz ist, wird die Wahrheit dieses hehren Ideals unübersehbar
- nichts als das gute Gewissen demokratischer Säuberung zu sein.)
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