Quelle: Archiv MG - BRD OPPOSITION GRUENE - Alternative - wovon und wozu
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JOSCHKA FISCHER
grünalternativer Umweltminister in Hessen, ist stinksauer. Seine
umweltfreundliche Austauschaktion von 10 000 Tonnen Dioxinstaub
gegen gleichgiftiges Transformatorenöl scheint fürs Erste nicht
zustande zu kommen. Erstaunlich, daß dieser grüne Hesse in dem
Salzbergwerk, wo das österreichische Giftöl alternativgrün endge-
lagert wird, keinen Platz für seinen Filterstaub frei hat. Zumal,
wie Fischer sachkundig feststellte, "der Dioxingehalt an der
Grenze des Nachweisbaren" liegt, also in einer aufgelassenen Ti-
roler Möbelhalle bestens aufgehoben gewesen wäre. Gar nicht er-
staunt scheint darüber der österreichische Importeur gewesen zu
sein, den es kein bißchen gewundert hat, daß ein grüner deutscher
Umweltminister eine "völlig harmlose, gips- oder kalkähnliche
Substanz" unbedingt außer Landes geschafft haben wollte. Wahr-
scheinlich hat er sich gedacht, daß die Grünen zwar vielleicht
ein bißchen komisch sind, aber jedenfalls unbedingt vertrauens-
würdig, wenn sie ein attraktives Müllgeschäft anbieten. Sein Pech
war, daß sich der "Spiegel" eine hämische Kurzmeldung darüber
nicht verkneifen wollte, daß ein grüner Minister die
"umweltpolitischen Sachzwänge" so stinknormal exekutiert wie je-
der andere auch.
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