Quelle: Archiv MG - BRD OPPOSITION GRUENE - Alternative - wovon und wozu
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DIE GRÜNEN
Milian Horacek, Uli Fischer und Eva Quistorp waren eingeladen,
eine Woche nach dem Gipfel in Reykjavik in Kopenhagen am
"Weltkongreß des Internationalen Friedensjahres" teilzunehmen.
"Thematische Schwerpunkte... waren die Forderung nach Streichung
der amerikanischen Strategischen Verteidigungsinitiative im Welt-
raum (SDI) sowie die Forderung nach einem atomaren Teststopp" -
meint die SZ.
Nicht so die Grünen. Ihr thematischer Schwerpunkt: der exil-
afghanische Professor Batin Schah Safi. In der taz beschwert sich
Uli Fischer:
"Als der afghanische Professor... über die Erziehung von Flücht-
lingskindern in Pakistan reden wollte, wurde er von Kongreßteil-
nehmern niedergeschrien. Obwohl das Podium den Sprecher ausreden
ließ, weigerten sich die aus dem Ostblock stammenden Simultan-
übersetzer, ihre Arbeit zu tun. Sie meinten, der "Mann rede am
Thema vorbei"."
Womit sie ja so unrecht nicht hatten. Aber ein Grüner hält die
Reklame für die Ausbildung von Contras gegen die Sowjetunion und
ihre Verbündeten für eine Sache, die er unterstützen muß, damit
sein Friedensgeseiche nicht mit Willfährigkeit gegenüber dem
Feind der Nation verwechselt werden kann.
"Heftige Proteste von seiten Milan Horaceks hatten kein Erfolg...
Das Ganze erinnert an die Gorbatschowsche Öffnung: nach außen of-
fen und im Hintergrund den Daumen drauf."
Die deutschen Grünen lassen sich von Russen nicht täuschen. Vor
ihren Maßstäben demokratischer Offenheit, wo man mitten in einem
Friedenskongreß "Afghanistan" brüllen darf, hat Gorbatschow keine
Chance.
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