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Was will Greenpeace?
ROBBENBABY, MENSCH UND ATOMBOMBE - DER GIPFEL AN PROTEST
"Wenn die Erde verwüstet ist und es keine Tiere mehr gibt, taucht
ein neuer Stamm auf, der Menschen aller Rassen, Kulturen und
Glaubensbekenntnisse vereinigt. Er wird mit Taten, nicht mit Wor-
ten kämpfen und der Erde ihre ursprüngliche Schönheit zurückge-
ben. Dieser Stamm wird den Namen 'Rainbow Warriors' tragen."
(Alte indianische Legende)
Die zeitgemäße Pflege dieser romantischen Legende hat den Regen-
bogenkämpfern von Greenpeace nicht erst seit der gleichnamigen
Affäre viel Sympathie eingebracht. Zwar nicht bei der Handvoll
Indianern, die sich tatsächlich noch vom Handel mit Naturproduk-
ten ernähren - denen haben sie mit der Rettung der Robbenbabies
ziemlich ins Handwerk gepfuscht -, dafür umso mehr bei der demo-
kratischen Öffentlichkeit, von taz bis FAZ, von der biederen
Hausfrau bis hin zum kritischen Lehrer. Welcher aufgeklärte
Mensch von heute hätte auch etwas gegen junge, mutige,
"idealistische" (Greenpeace über Greenpeace) Menschen einzuwen-
den, die im Namen des Höchstwerts L e b e n einen Feldzug für
die Erhaltung der Umwelt wider eine angeblich grassierende mate-
rialistische Unvernunft der Menschheit starten. Zumal sie ja
ständig beteuern, sich vom recht gewalttätigen Umgang der mit Amt
und Würden ausgestatteten Staatsmänner mit der Masse der sonsti-
gen 'Menschheit' nicht irre machen zu lassen und nur garantiert
"politisch neutrale" und "gewaltfreie" Aktionen durchzuführen.
Zurück zur Natur: Überleben ist das Höchste
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Für Greenpeace ist die Natur = "Tiere und Pflanzen, die ungestört
im ökologischen Kreislauf leben" (Rede v. M. Griefahn / G. Lei-
pold anläßlich der Verleihung des Gustav-Heinemann-Preises an
Greenpeace) ein Sinnbild für alle
"Selbstverständlichkeiten", die des Menschen Herz so begehrt:
"... Wasser, das man trinken kann, Luft, die man atmen kann...,
Arbeit, in der sich jeder wiedererkennen kann, eine politische
Kultur, an der jeder teilhaben kann."
Und das alles sollen "Selbstverständlichkeiten" sein, die von
selber einleuchten? Daß Atmen und Trinken vom Standpunkt der men-
schlichen Natur Notwendigkeiten darstellen, ohne die nichts geht,
ist in der Tat unbestreitbar. Daraus folgt aber noch lange nicht,
daß man diese elementaren Bedingungen des schieren Überlebens in
den Rang h ö c h s t e r G ü t e r erheben müßte. Und schon
gar nicht, daß man ausgerechnet an die staatlichen Herren über
all die schönen Lebensbedingungen appellieren müßte, sie sollen
endlich i h r e r P f l i c h t von wegen S c h u t z des
Lebens nachkommen und uns allen bitteschön gesundes Atmen ermög-
lichen. Diese Bescheidenheit wird auch dadurch nicht vernünfti-
ger, daß einem Normalbürger selbst d a s heutzutage ziemlich
schwer gemacht wird: daß saubere Luft und klares Wasser als - für
"unsere Industriegesellschaft" - unrealistische Forderungen gel-
ten, die im Namen wichtigerer Geschäfte zurückgewiesen gehören.
Auf einschlägige Klarstellungen der Obrigkeit, daß i h r das
Anliegen 'Wachstum und Wirtschaft und der Größe der Nation' ent-
schieden wichtiger ist als die Genießbarkeit der elementarsten
Lebensmittel - darauf wiederum kontert Greenpeace mit dem erklär-
ten Willen zur Selbstbeschränkung; mit Demonstrationen des In-
halts, daß man wirklich nur das Mindeste anmahnt, nämlich das,
was "der Mensch" zum Leben b r a u c h t. Diese Leute wissen und
akzeptieren, daß es seitens der maßgeblichen Instanzen "unserer
Welt" - die also gar nicht u n s gehört - Ansprüche ans Leben
ihrer Untertanen bzw. an dessen erwünschte Verwendung in Hülle
und Fülle gibt. Vom Arbeiten übers Steuerzahlen bis hin zum Wehr-
dienst ist das normale Leben der Untertanen als lauter Dienstlei-
stungen für Wirtschaft und Staat eingerichtet, weshalb "das Le-
ben" wenig Annehmlichkeiten und Genüsse bietet. Und da soll den
Leuten in deutschen Fabriken oder Büros, deren Lebenszweck auf
die Verausgabung ihrer Arbeitskraft für f r e m d e s
E i g e n t u m festgelegt ist, ausgerechnet die Möglichkeit ab-
gehen, "sich in der Arbeit wiederzuerkennen", also i n d e r
A r b e i t die volle p e r s ö n l i c h e B e f r i e d i-
g u n g zu finden?! Da verwundert es dann auch nicht mehr, wenn
die Politik, das Geschäft der H e r r s c h a f t, einen
Greenpeace-Vertreter dazu animiert, dieselbe unter dem
achtungsvollen Titel "politische Kultur" mit einer bloß etwas
mißratenen Kulturveranstaltung zu verwechseln und mehr
Mitspielmöglichkeiten für "jedermann" - vor allem für die
Statisten des Staatstheaters - zu verlangen.
Solche untertänigen Phantasien - trefflich zusammengefaßt in der
sehnsüchtigen "Erinnerung" daran,
"wie ein Sonnentag aussieht, an dem neben Kohlweißling und Zitro-
nenfalter auch noch andere Schmetterlinge fliegen" (a.a.O.)-
stammen jedenfalls aus ganz anderen Quellen als aus Gesetzen der
N a t u r. Es sei denn, man läßt sie ökologisch kreislaufen. Dann
hat man sich nämlich ein harmonietriefendes B i l d erfunden,
mit dem man die Natur als existenten Kronzeugen für das eigene
Ideal einer harmonischen, vielfältig bunten Überlebens-Gemein-
schaft feiern kann, wo jedes Individuum nur eine Berufung kennt:
die Gemeinschaft und sich selbst für die Gemeinschaft am Leben zu
erhalten - auf daß wahrer Frieden auf Erden herrsche. 'Green-
Peace' eben, als Inbegriff von Lebens-Sinn per universellem
Eingebundensein. Wenn da nur nicht der real existierende Mensch
wäre, der sich einfach nicht dran hält - an sein Naturgesetz!
Der Mensch: ein Schaf im Wolfspelz
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Wer es noch nicht bemerkt hat. Damit hat auch das Thema
K r i e g u n d F r i e d e n schon seine angemessene Inter-
pretation erfahren. Kriegsgefahr Nr. 1 ist "der Mensch", indem er
"Gewalt" gegen die Natur ausübt,
"mit jeder achtlos weggeworfenen Batterie, mit jedem bleiaussto-
ßendem Auto, mit jedem trockengelegtem Feuchtgebiet, mit jedem
kanalisierten Fluß, mit jedem Kubikmeter Abwasser, mit jedem
Gramm Atommüll. Jeden Tag läßt der Mensch mit seinem Raubbau an
der Natur 24 Tier- und Pflanzenarten aussterben!" (a.a.O)
Es lebe die Kunst der Gleichmacherei! Freilich: Den Preis der
vollständigen Ignoranz noch gegenüber den alleroffenkundigsten
Unterschieden und Gegensätzen im Weltgetriebe muß man schon
entrichten, wenn einen das moralische Bedürfnis umtreibt, eine
sündige Menschennatur als Generalursache für alle Übel der Welt
dingfest zu machen; in derselben Menschheit übrigens, der soeben
noch - nach dem kindischen Motto 'Ich bin klein, mein Herz ist
rein' - die Sehnsucht nach dem bunten Schmetterling als
"Selbstverständlichkeit" angehängt worden war. Deshalb gegen den
genialen Einheitsbrei der Greenpeace-Weltsicht bloß die paar
wichtigsten Unterscheidungen:
Die Denkfigur 'Wer jeden Tag 24 Tier- und Pflanzenarten ausster-
ben läßt, frißt auch kleine Kinder bzw. bringt auch einen Welt-
krieg hervor' ist ein Quatsch. Als irgendjemandes A b s i c h t
will ja wohl auch Greenpeace die Sache mit dem Aussterben des
Hirschkäfers nicht hinstellen; als W i r k u n g genommen, die
auf Grund der Geltung ganz a n d e r e r Absichten eintritt,
folgt daraus höchstens die Ermittlung des Charakters jener Ab-
sichten, aber nie im Leben der Wahnsinns-Schluß auf eine Gewalt-
Neigung "des Menschen", die den Geheimgrund abgibt nicht bloß
fürs Aussterben des Edelweiß, sondern gleich der Menschheit.
D i e Sorte "Mensch", die Kriege vorbereitet und anordnet, ist
damit jedenfalls ein für allemal aus dem Schneider!
Und so geht es munter weiter. Ist denn da wirklich immer dasselbe
Interesse am Werk, wenn einer eine Batterie "achtlos" wegschmeißt
und wenn andere Leute sehr planmäßig Flüsse kanalisieren und
Atomkraftwerke bauen lassen? Ist "jeder Kubikmeter Abwasser"
tatsächlich das gleiche, egal ob er aus der Badewanne eines
Greenpeace-Freundes oder von der Hoechst AG stammt, auf die die
liberale staatliche Abwassergesetzgebung zugeschnitten ist?
Spricht das "bleiausstoßende Auto" für die 'gleichmäßige Verant-
wortung' "des Menschen" oder nicht vielleicht für den Schluß, daß
Konsumartikel wie Autos hierzulande vor allem Geschäftsartikel
sind, die danach durchkalkuliert werden, daß eine im Interesse
"unserer Wirtschaft" knapp bemessene "Massenkaufkraft" dennoch
das in Autofabriken angelegte Kapital versilbert? Das Zudecken
von K l a s s e n g e g e n s ä t z e n - diese ideologische
Leistung bringt das "Menschheits"-Getue zielsicher hervor!
Diese Weltanschauung will g e n a u a u f s G e g e n t e i l
hinaus. Sie erblickt in allen Produkten des demokratischen Kapi-
talismus, die ihr auffallen - von der "Umwelt"zerstörung bis hin
zur atomaren Kriegsvorbereitung -, immer bloß eines: ein
Z u v i e l, und zwar nicht ein Zuviel an Machtentfaltung der
Zwillinge Kapital und Staatsgewalt, sondern ein Zuviel an Mate-
rialismus bei "den", also unterschiedslos allen, "Menschen",
kurz: eine unmoralische, weil unersättliche Menschennatur. Deswe-
gen kommt Greenpeace-Anhängern die den Leuten im K r i e g auf-
gezwungene Alternative 'Tod oder Leben' geradezu gelegen: als ein
Menetekel, um für das allerbescheidenste aller Anliegen Reklame
zu machen, fürs "Leben" als Ü b e r leben, das der Natur gerecht
wird, weil es sie für ü b e r h a u p t k e i n e n Anspruch
oder Genuß mehr benutzen will. Alles, was darüber hinausgeht, ist
das Verbrechen, sich
"aus der Notgemeinschaft Natur auszuklinken, um sich die Erde un-
tertan zu machen" (a.a.O.).
Mag es auch ein Rätsel sein, wieso ausgerechnet die Benutzung der
Natur als Mittel für den Menschen nur den einen, nur ganz negati-
ven Inhalt kennen soll, nämlich Zerstörung; mag es auch die Re-
alität auf den Kopf stellen, so zu tun, als ob der Kapitalismus
nichts anderes wäre als ein gigantisches Konsumprogramm - Haupt-
sache die Hybris des Menschen ist als Todsünde entlarvt.
Und eine solch zerstörerische Umweltbestie sollen all diese Vor-
würfe jucken?! Aber immer, sagt Greenpeace. Auf einfache Logik
kommt es ja wirklich nicht an, wo ein moralisches Bedürfnis die
Gedankenführung bestimmt: Die Auspinselung der Sündernatur ist
eben nicht nur im christlichen Glauben bloß der Auftakt dafür,
daß der Sünder, der die schlechte Welt aus sich erzeugt, in sich
geht. Und was findet er dort? Seine edlere Schafsnatur, die
moralischen Tugenden der Opferwilligkeit. Das übliche "Wir müssen
den Gürtel enger schnallen" greift Greenpeace indes "zu kurz".
Weiter greift es, wenn man diese Staatsbürgertugend Nr. 1 gleich
zu einer Existenznotwendigkeit "des Menschen" radikalisiert und
ihn mahnend daran erinnert, daß er nur "überleben kann, wenn er
sich als Element der Erde" begreift. Seine Chance? Sich als
Stäubchen empfinden. Dies als A k t i v i t ä t zu betreiben,
macht Greenpeace aus.
Als Mahner und Warner, als Inkarnation demokratischer Opfermoral
in Gestalt von Leuten, die "für uns alle die Köpfe hinhalten" (so
ein Werbeslogan), bietet Greenpeace reichlich Betätigungsfelder.
Und wer das menschliche Sündenregister nicht ganz buchstäblich
nehmen und nicht gleich selber ein Greenpeaceling werden mag,
z.B. "im Dorf eine Tonne zum Alusammeln" aufstellt, dessen Seele
ist auch nicht verloren: für ihn gibt's Unterschriften- und Geld-
sammlungen, T-shirts und Buttons. Lieblingsthema ist dabei nicht
umsonst der Tierschutz. Mit der Parteinahme für die "sanften Rie-
sen der Meere", für Robbenbabies und Schildkröten ist eine Ver-
wechslung des Eintretens für Frieden und Umwelt mit der kleinli-
chen Kalkulation auf die eigenen Lebensumstände endgültig ausge-
schlossen. Und darauf kommt es Greenpeace in ihrem Protest sehr
an.
Nicht, daß es den Aktivisten von Greenpeace so ganz und gar ver-
borgen geblieben wäre, daß sich die Erde anders auf- und einteilt
als in Tier- und Pflanzenarten, nämlich in Staaten, daß Krieg
sich nicht dem Mensch-Tier, sondern dem Gegensatz von Staaten
verdankt und daß sie bei ihren Aktionen nicht mit der Menschheit,
sondern mit Politikern konfrontiert sind. Bezüglich letzterer
heißt die Devise kompromißlos:
Ehre, wem Ehre gebührt
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Und Greenpeace legt allergrößten Wert darauf, daß der Aufruf zur
moralischen Einkehr nicht den Anschein der Aufkündigung der Zu-
ständigkeit der zuständigen Stellen über Leben und Umwelt er-
weckt. Greenpeace-Leute halten nämlich sehr viel von den wirkli-
chen Herren über Leben und Tod, so viel, daß sie diese am lieb-
sten mit dem höchsten moralischen Gütesiegel, dem Eintreten fürs
'Recht auf Leben', geschmückt sähen.
Das allerdings sehen regierende Politiker etwas anders. Den
Höchstwert "Leben", dieses Weltbild, das nur so strotzt von
Dienstbereitschaft, loben sie sich zwar. Dafür kriegt Greenpeace
auch schon mal einen Preis verliehen, werden ein paar Robbenba-
bies höchstoffiziell verschont. Aber Staatenlenker, auch und ge-
rade demokratische, bestehen darauf - notfalls auch mit Gewalt -,
daß Dienst und Leben einen sehr eindeutigen Inhalt haben:
Pflichterfüllung für Wirtschaft und Nation. D a f ü r ist ihnen
"das Leben" ein höchst willkommener Ehrentitel mit dem sich von
der Aufrüstung bis hin zur Umweltpolitik alles moralisch be-
weihräuchern läßt. Greenpeace kann das in seinem Markenzeichen,
der Verwechslung von Macht und Moral, nicht erschüttern. Jede von
der Politik angeordnete und erlaubte Sauerei in Sachen 'Umwelt'
wird von der Greenpeace-Mannschaft minutiös registriert und ihren
Urhebern bzw. Garanten mitgeteilt, damit diese ja nicht die
"Chance" verpassen, sich statt "bloßer Lippenbekenntnisse" (aus
einem Brief an Zimmermann anläßlich der Konferenz gegen Atommüll-
versenkung) endlich ganz echt für das Lebensrecht der Natur ein-
zusetzen. Wo es eine Regierung für angebracht hält, mit den ent-
sprechenden Gewaltmitteln ihre Gleichung 'Was der M a c h t
nützt, ist moralisch' gegenüber Greenpeace durchzusetzen, bleiben
dessen Aktivitäten sich und ihrem Idealismus treu. Kongenial ver-
weisen sie auf ihre O h n m a c h t als Berechtigungsausweis
ihrer Moralität, werfen sich Walfangjägern vor die Harpune,
schicken Nußschalen gegen Kanonenboote und riskieren sogar ihr
Leben für den verrückten Vertrauensbeweis, wonach sich jede Herr-
schaft an den von ihr angerichteten Leichen blamiere, weil es
letztlich doch auf den Wert Leben ankomme.
Der von Frankreich erbrachte Gegenbeweis in Gestalt eines toten
Greenpeacemitglieds bestärkt sie also nur. Von der Kraft ihres
guten Glaubens sind sie so wasserdicht überzeugt, daß sie darin
ein letztendlich hoffnungsvolles Zeichen, nämlich das schlechte
Gewissen "der Tyrannen" sehen, "die sich ertappt fühlen und sich
mit tödlichen Waffen wehren" - so ein Kommentar zum Anschlag auf
die "Rainbow-Warrior". Das einzige, was sie daran erschüttert,
ist das ihnen von den Politikern entgegengebrachte Mißtrauen, das
sie in solchen Gewaltaktionen zu entdecken glauben. Mit dem ver-
söhnlichen Hinweis an die Adresse des "Tyrannen" Mitterand, daß
Greenpeace ja nichts Unmögliches verlangt - also
"nicht, daß er zugeben hätte müssen, er habe diese Bombe hochge-
hen lassen. Aber zumindest sagen: Ja, unsere Leute waren dort,
wir sind für sie verantwortlich und wollen uns bei Greenpeace und
Neuseeland dafür entschuldigen. Statt dessen droht er unseren
Schiffen jetzt mit der totalen Konfrontation..." (aus: profil,
Sept. '85) -,
steckt Greenpeace-Chef David McTaggert das Ziel des von ihm so
erwünschten friedlichen und harmonischen Zusammenlebens mit der
Politik ab: die Würdigung ihres berechtigten Anliegens in Gestalt
der Anerkennung und des Gewährenlassens von Greenpeace. Ansonsten
müßte man den "Tyrannen" eines Tages doch noch das Vertrauen auf-
kündigen, wenn sie es Greenpeace-Fans weiterhin mit solch rüden
Methoden "schwer" machen,
"Optimist zu sein, daran zu glauben, daß der Rhein, die Nordsee
noch eine Zukunft haben, der Frieden noch eine Chance bekommt"
(G. Leipold).
Und wer will das schon - Greenpeace jedenfalls zuallerletzt. Mit
ihren Spektakeln tragen die Aktivisten dieses Vereins zur Förde-
rung des Überlebens von Mensch und Schmetterling zu dem Irrglau-
ben bei - und lassen sich dies durch gelegentliches Zuschlagen
von oben noch beglaubigen -, daß die demonstrativ vorgebrachte
Propaganda ausgerechnet von E i n o r d n u n g u n d
S e l b s t b e s c h e i d u n g die höchstmögliche Sorte von
P r o t e s t sei.
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