Quelle: Archiv MG - BRD MEDIEN WIRTSCHAFTS-JOURNAILLE - Von der ökonomischen Moral
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Wirtschaftsjournalismus
KRITISCHE FANS
Wo die Wirtschaftspresse den Pleitegeier kreisen sieht, fliegt
sie mit, um das Loblied der Marktwirtschaft und ihrer Gesund-
heitspolizei zu zwitschern.
So lange das Geschäft läuft, finden die Agenten und Funktionäre
des Kapitals in den Wirtschaftsjournalisten verläßliche Verbrei-
ter ihrer Ideologie: daß es allein ihrem unternehmerischen Ge-
schick zu danken ist, wenn die Firma wächst und gedeiht, sprich:
sich in der Konkurrenz gegen andere Kapitale, auf ihre Kosten
durchsetzt.
Die Marktwirtschaft wird da zur unverzichtbaren Rahmenbedingung,
um solchen Charakteren die Entfaltung zu ermöglichen. Die konkur-
rierenden in- und ausländischen Kapitale, die Ansprüche der Ban-
ken, des Staates, der Gewerkschaften erscheinen da als eine An-
sammlung von widrigen Marktfaktoren, die ohne dynamische Unter-
nehmerpersönlichkeiten schier nicht zu überwinden, durch diesel-
ben hingegen in lauter Herausforderungen und Chancen zu verwan-
deln sind - solange es klappt. Geht nichts mehr, stellt sich das
einzelne Kapital dank der Konkurrenz der anderen als entwertet
heraus, dann können seine Funktionäre noch so sehr auf die selbst
für sie nicht zu bewältigenden Widrigkeiten des Marktes bzw. An-
sprüche der Gewerkschaften, des Staates etc. verweisen - die
Freundschaft des Wirtschaftsjournalisten haben sie verspielt.
Mögen die Konkurse und Geschäftsaufgaben in der Summe ("Bis Ende
August über 10000 Pleiten, 36% mehr als vor einem Jahr", Süddeut-
sche Zeitung, 9.10.82) allenfalls noch als begriffsloser Index
der "allgemeinen Krise" gelten - den Verwalter des einzelnen
Pleiteunternehmens trifft die unerbittliche Frage, wie es dazu
kommen konnte, samt dem vernichtenden Antwort-Urteil: Dazu mußte
es ja kommen. Denn die, die sonst mit so viel Geschick für Gewinn
sorgen, stellen sich als glatte Versager heraus:
"...die erste Schwachstelle bildet das Management selbst..."
(Manager Magazin 7/82)... "Schwächen im Management" (WiWo 21/82),
"...unfähige Manager und zerstrittene Eigentümer" (Spiegel),
"Managementfehler" (alle) - schlimmer noch: "eine Kette von Mana-
gementfehlern" (Süddeutsche Zeitung, 11.8.82).
J e t z t darf der Unternehmer nicht die Schuld bei anderen su-
chen; schon gar nicht bei der Gewerkschaft, gegen die man noch
vor Monatsfrist gemeinsam zu Felde zog. Die bekommt nun plötzlich
ziemlich recht mit ihrer saudummen Analyse:
"Der Pleitegeier nistet in den Chefetagen, nicht an der Dreh-
bank." (IG-Metall und "Süddeutsche Zeitung", 5.8.82)
Wer fordert denn seit Jahren, die Unternehmer sollten sich um ein
gutes Verhältnis zur IG-Metall bemühen? Stattdessen huldigten die
Brüder Bauknecht dem völlig veralteten Lehrsatz "Banken und Ge-
werkschaften muß man klein halten" (Manager Magazin 7/82). Die
Folgen? - "Ärger mit der Belegschaft, die für Mindestlöhne gute
Arbeit leisten sollten." (Manager Magazin 7/82) - bekanntlich
fordert das "Manager Magazin" schon seit Jahren angemessen hohe
Löhne.
Mit "jenen Rahmenbedingungen, die sich so mancher Manager
wünscht" (Spiegel 33/82) braucht der Kapitalist nun gar nicht zu
kommen. Diese Rahmenbedingungen fordert so mancher Journalist
doch nicht für Pleitefirmen! Gefragt ist "das Eingeständnis eige-
ner Fehler" und da gibt es viele. Die Kapitalisten selbst haben
einfach alles falsch gemacht und so ein im Grunde kerngesundes
Kapital von da, wo es hingehört, "heruntergewirtschaftet" (alle).
Allen voran die AEG: "Ihre 37 unternehmerischen Fehljahre began-
nen gleich nach 1945" (Süddeutsche Zeitung, 10.8.82) ERST?
Die Markteinschätzung
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"Daß sich Märkte verändern, zum Teil im Zeitraffertempo"
(Süddeutsche Zeitung), weder AEG noch Bauknecht sind draufgekom-
men - dabei hätte ein Anruf in der "Süddeutschen"-Redaktion ge-
nügt. "Daß der Binnenmarkt der Hausgeräte sich der Sättigung nä-
herte, das war nicht bloß vorauszusehen, das ist oft genug vor-
ausgesagt worden." (Süddeutsche Zeitung); zum Beispiel so:
"Bauknecht hat seine Freude an der Haustechnik." (Süddeutsche
Zeitung, 5.2.81) oder so: "Bauknecht: "heute schon gut gerüstet
für die achtziger Jahre." (Handelsblatt, 5.9.81), "Mit Zuversicht
auf stagnierenden Märkten" (Handelsblatt, 3.9.81). An warnenden
Stimmen hat es also beileibe nicht gefehlt!
Das Resultat? "Falsche Produktgestaltung auf einem übersättigten
Markt" (IG-Metall und "Spiegel" 4.5.82). Nicht etwa, daß das
z a h l u n g s f ä h i g e Bedürfnis der Leute beschränkt ist
und durch die Aktionen des Kapitals beschränkt wird - der Herr
Kapitalist hat den schönen Markt falsch beurteilt. Er hat überse-
hen, daß den Käufern die Haushaltsgeräte zu den Ohren rauskommen
und ihre "Kauflust" dahin ist.
Der Expansionsdrang
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Die Expansion auf neue, wachsende Märkte ist gefragt, wie etwa
der Einstieg der Pelikanwerke in die Büroelektronik:
"Der Pelikan als Markenzeichen der Günter Wagner Pelikanwerke
GmbH, Hannover, breitet wieder die Flügel zu neuen Höhenflügen
aus." (Süddeutsche Zeitung, 21.7.77)
Aber Vorsicht! Stellt sich als Resultat die Pleite ein -
"Der Ausflug Pelikans in das Büro der Zukunft endete mit einem
Sturzflug." (Börsenzeitung, 4.3.82) -,
war die ganze Sache von Anfang an "ein böser Mißgriff" (Spiegel,
10/82).
Und wer gar wie "Wienerwald"-Jahn in die Reisebranche einstieg,
"ein nur auf den ersten Blick risikobehaftetes Geschäft" (Die
Welt, 25.5.78), der kann, kaum daß sein Geschäft in Schwierigkei-
ten steckt, nicht ganz bei Trost gewesen sein:
"Mit der Firma 'Jahn-Reisen' stieg er 1980 ins Touristikgeschäft
ein - gerade als das Geschäft flauer wurde." (Spiegel, 22.3.82)
Der Mann muß ein Versager sein.
"Sein ungezügelter Expansionsdrang der letzten vier Jahre hat das
früher kerngesunde Imperium in eine schier ausweglose Situation
gebracht." (Zeit)
Für ganze 400 Riesen muß er denn auch den Laden an LTU verhökern
- und die steigen tatsächlich in einen flauen Markt ein. Warum
auch nicht? LTU ist doch nicht pleite, sondern ein "expansions-
freudiges, gesundes Unternehmen".
Jeder Journalist weiß, daß Größe nicht ein Mittel des Kapitals
ist, sondern ein Schritt ins Verderben, er warnt doch ständig vor
dem Wachstum: "Das ungestüme Wachstum verlangt auch seinen
Preis." (WiWo 14/82). Und weil der Herr Journalist weiß, daß das
Wachstum des Wienerwald ungestüm war, weil Herr Jahn "zuviel auf
einmal gewollt" hat, was er weiß, weil der Herr Jahn Vergleichs-
antrag gestellt hat, weiß er auch, daß dieser Preis der Vergleich
ist.
Dabei liegen in den Redaktionen so einfache Rezepte vor: "Nicht
auf den Umsatz kommt es an, sondern auf den rentablen Umsatz."
(Süddeutsche Zeitung, 21.8.82) Was macht der "sprücheklopfende
Umsatzmilliardär" (Stern) Jahn stattdessen? Er expandiert sich
nach Amerika.
"Für 100 Millionen Dollar kaufte er die völlig abgewirtschaftete
Gaststättenkette Lums, die schon zum Zeitpunkt des Jahn-Erwerbs
nichts als rote Zahlen produzierte." (Süddeutsche Zeitung,
30.8.82)
Wer ist denn so blöd und kauft eine Pleite-Firma, wenn er drei
Jahre später selbst Pleite macht. So was macht man doch nur, um
ein Geschäft damit zu machen. So mußte Jahn einfach scheitern.
"Wenn Jahn kommt, haben Amerikas Hendl nichts zu lachen. Der Wie-
nerwald-Chef wird in den Vereinigten Staaten zum Vater des
Huhnes" (FAZ, 5.4.79)
Schon vier Monate vor der Krisis die ersten Hiobsbotschaften:
"Bei Friedrich Jahn stimmt die Rechnung" (Handelsblatt,
23.12.81). Aber auf die Journalisten hört ja niemand!
Die Unproduktivität
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Solange es noch Kapitale gibt, die Gewinn machen, muß die Pleite
einfach an dem liegen, was hinter den Fabriktoren passiert. Da
glauben welche, Ausbeutung könnte wirklich gehen ohne Einsatz mo-
dernster Technik, ohne elektronisches Glitzerwerk:
"Als Alfred Kreidler letzten Herbst kurz nach seinem 83. Geburts-
tag starb, hatten manche Maschinen in seiner Fabrik fast dasselbe
ehrwürdige Alter erreicht wie ihr Besitzer." (Spiegel 11/81)
In Technik, Segen und Fluch kennt sich die Journalistik aus: Job-
killer sind Kostenkiller und damit auch Pleitenkiller erster Ord-
nung. Der "altersstarrsinnige Kreidler" aber muß sich mangels Ta-
schenrechner einfach verzählt haben bei der Kalkulation, ob's ein
solcher Killer auch für ihn bringen würde; und dann blamiert sich
seine Kopfrechnung auch noch am Resultat und er macht pleite:
Schade, daß er das nicht mehr erleben durfte. Und damit ist wie-
der die Fluchtechnik an der Reihe: "Technik bezwingt Familienbe-
triebe" (Süddeutsche Zeitung, 22.5.82).
Opa Kreidler hätte es machen sollen wie die Bauknecht Brüder: 300
Mio. investieren und modernisieren. Dann wär' er wegen
"Überkapazitäten auf gesättigtem Markt" (Süddeutsche Zeitung,
24.5.82) pleite gegangen und hätte wenigstens den Nachruf vom
"morbiden Unternehmensfossil" (Spiegel 11/81), das der techni-
schen Zukunft Deutschlands im Wege steht, los. Andererseits hätte
er dann noch mehr Schulden machen müssen.
Die Schulden
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Die Schulden ziehen als roter Faden durch die Pleiten-Geschich-
ten. Jeder Pleitier hat zu viel und alle haben zu wenig eigenes
Kapital, manche sogar beides:
"1980 rutschte die Eigenkapitalquote auf 15,7%... Um so dramati-
scher wuchsen die Schulden." (Spiegel, 21/82)
Sie verlieren "vor lauter Wachstum die Eigenkapitalbasis aus den
Augen" (Finanz und Wirtschaft, 17.3.82 ), denn ein Wachstum, um
mehr Schulden machen zu können, das d a r f sich nur erlauben,
wer nicht pleite macht. Und pleite ist bekanntlich der, der keine
Schulden mehr machen kann.
Besonders die Familienbetriebe haben ihre Not mit dem eigenen Ka-
pital:
"Der Familie fehlt das Kapital für das Wachstum, vielleicht auch
die dafür notwendige Energie." (Süddeutsche Zeitung, 22.5.82)
Also wieder zuwenig Wachstum, oder was? Bauknechts aber wollten
um jeden Preis unabhängig bleiben (FAZ), niemand beteiligen, also
von keinem der Schlange stehenden Interessenten Geld n e h m e n
und darum haben sie jetzt keines!
Oft scheinen diese Unternehmen aber auch einfach die
wohlmeinenden Steuertips der Wirtschaftspresse mißverstanden und
ihren Kapitalzuwachs so gut versteckt zu haben, daß der
Wirtschaftsjournalist ihn nicht mehr findet:
"...ein immer wiederkehrendes Übel in diesen Betrieben, möglichst
viel von den ohnehin meist nicht reichen Gewinnen zu verstecken,
statt als neues Eigenkapital auszuweisen." (Süddeutsche Zeitung,
22.5.82)
Da brauchen sie sich nicht zu wundern, wenn sie ihre Gewinne dann
auch selbst nicht mehr finden und deshalb kein Geld haben, wenn
sie gerade dringend welches brauchen, oder wie?
In puncto Schulden kann der Journalist den Banken einen Vorwurf
nicht ersparen. Wenn der Pleitemacher zuviel Kredit genommen hat,
hat er wohl auch zuviel bekommen:
"Die kreditgebenden Banken taten das ihre, haben zeitweilig wohl
das Rechnen vergessen." (Süddeutsche Zeitung, Aug. 82)
Künftig einfach bei Herrn Heigert vorbeischaun und das Einmaleins
des Bankwirts durchgegangen!
Im Gegensatz zur Wirtschaftsjournaille wollen Miß- und Bankmana-
ger die goldene Kreditweisheit nicht wahrhaben: "Kein Kredit ist
unbegrenzt" (Süddeutsche Zeitung). Obwohl andererseits die Banken
eine Pleite dann vom Zaun brechen, wenn sie den Kredit
s p e r r e n. Also ist der Kredit zuviel und doch zuwenig und
die Lösung muß so aussehen: "Banken pumpen nochmals Geld in die
AEG" (Süddeutsche Zeitung, 20.8.80). Wenn schon die Märkte nicht
unbegrenzt sind, sollten es doch wenigstens die Kredite sein.
Die Persönlichkeitsfrage
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Die größte Todsünde des faillierenden Unternehmers, das wird im-
mer klarer, ist er selbst. Er ist es doch, der es nicht geschafft
hat, das zu lösen, was der Journalist seit der Pleite schon immer
wußte. Nicht nur, daß er seinen Beruf verfehlt hat, indem er das
wichtigste vergaß: daß "...fehlendes Denken in Gewinnen und Ge-
winnemachen der häufigste Grund für eine Pleite ist" (Süddeutsche
Zeitung). Und "unternehmerischer Weitblick" (Zeit, 21.5.82)
fehlte sowieso, sonst hätten die Bauknechts doch die Pleite schon
vor Jahren erspäht.
Die Persönlichkeit des Unternehmers, an dessen Bild in der Öf-
fentlichkeit irgendwer - die Journalisten können's nicht gewesen
sein - so liebevoll herumbastelt, sie offenbart "Charaktermängel"
(Spiegel 33/82).
"Herr im Hause" wollten die Bauknecht-Brüder sein, eine "dem vo-
rigen Jahrhundert entstammende Einstellung" (Zeit, 21.5.82), die
selber nach dem Konkursrichter ruft. Geizig waren sie und spen-
dierten "wenn's denn unbedingt etwas Warmes sein mußte - Eintopf"
(Zeit) - pfui Teufel, sowas gehört in die Kantine, nicht zur
Pressekonferenz. Richtig miese Typen, denen ganz zu Unrecht ein
Großunternehmen vererbt wurde, anstatt dem Herrn Hunger von der
"Zeit".
Einer aber schlägt dem Faß den Boden aus: die "Sagengestalt des
Wirtschaftswunders" (Spiegel, 14.6.82) - "Der Wienerwald-Gründer
Friedrich Jahn scheiterte an sich selbst." Dieses Denkmal muß zur
Ehre der funktionierenden Marktwirtschaft demontiert werden.
Wollte er nicht "den Mangel an formaler Bildung durch unentwegten
Expansionsdrang, durch unternehmerische Maximalanstrengungen
wettzumachen" suchen ( WiWo, 2.4.82)? Ist er nicht die Perversion
des dynamischen Unternehmers, nämlich "hyperdynamisch" (Handels-
blatt, 16.3.82 ), gejagt von der "Manie über sein Imperium in
letzter Konsequenz allein zu regieren" (Zeit, 3.9.82)? Der
Vergleichsantrag hat alles enthüllt.
Was ist aus dem "nüchternen Vollblutunternehmer Jahn" (Zeit,
7.3.80), dem "agilen Unternehmer, der seit 1955 wohl nie falsch
geurteilt hat" (FAZ, 4.3.80), nur geworden? Jetzt ist endlich
raus, warum er "sich vom Gedanken, er sei unersetzlich" (WiWo,
12.4.82) nicht lösen konnte; nicht wie man früher glaubte, weil
"trotz Milliarden-Umsatz der Blick für das Detail geblieben ist"
(Merkur, 21.9.79) - "omnipräsent" (WiWo) wollte er sein, hat des-
halb "beim Höhenflug den Überblick verloren" (Süddeutsche Zei-
tung, 30.8.82).
Hat es die Presse diesem Hühnerleichenverkäufer nicht schon immer
angesehen: "Jahn, der immer ein bißchen wie seine Brathähnchen
glänzte" (Süddeutsche Zeitung, 30.8.82), glänzt ab sofort als
Prototyp des unternehmerischen Windeis.
Und angesichts seiner Pleite erkennt ihm die vereinigte Wirt-
schaftsjournaille feierlich seinen Titel ab: "Die deutschspra-
chige Regenbogenpresse feierte ihn jahrelang als 'Hendl-König'."
(WiWo, 2.4.82), so z.B. die regenbogenbunte "Wirtschaftswoche" in
ihrer Ausgabe vom 19.3.79 - ohne Anführungszeichen! Oder die Hof-
berichterstatter vom "Handelsblatt": "Der Hendl-König herrscht in
den USA über 883 Lokale" (23.12.81).
So ist bei dem ehemaligen Paradeunternehmer die Frage, ob 60 Mio
Privatvermögen den Weg ihres Irdischen in die Karibik gegangen
sind, ganz nebensächlich, erweist er doch der Marktwirtschaft in
seiner Person einen letzten Dienst: Beweihräucherung seines Auf-
stiegs und genüßliches Breittreten seiner Pleite - beides zur
Feier des E r f o l g e s des Kapitals.
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