Quelle: Archiv MG - BRD MEDIEN BILD - Nationale Herzensbildung
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DIE KRANKENKASSEN STOSSEN SICH GESUND - "BILD" JUBELT
"Blüm - kleiner Mann ganz groß
Es ist gerade ein gutes Jahr her, da war Arbeitsminister Blüm mit
seiner Krankenkassenreform Buhmann der Nation. Prügel von allen
Seiten, höhnisch rechneten ihm Besserwisser vor, daß die Kranken-
kassenbeiträge so wohl nie sinken würden.
Doch Blüm behielt recht. Eine Kasse nach der anderen senkte die
Beiträge, als (vorläufig) letzte folgt im Sommer die AOK.
Und was sagen die Kritiker von damals? Sie schweigen. Hoffentlich
wenigstens verschämt. Zugeben, daß sie sich verrechnet haben,
wäre natürlich zuviel verlangt...'' (Rolf Bier, "Bild"-Kommentar)
- Es ist gerade ein gutes Jahr her, da war Arbeitsminister Blüm
mit seiner Krankenkassenreform der Buhmann von "Bild". Ganz wie
der kleine Mann rechneten ihm "die Besserwisser" von der
"Bildzeitung" vor, daß sich die Leute "krank sein" ab sofort
"nicht mehr leisten können" und die Krankenversicherungsbeiträge
wohl so nie sinken würden.
- Doch Blüm behielt recht. Eine "Eigenleistung" nach der anderen
wurde den Versicherten neu auferlegt: ein lächerlicher Zuschuß
für neue Brillen; kaum noch Leistungen bei Zahnersatz; Ver-
dopplung der meisten Rezeptgebühren, Erhöhung der Eigenkosten bei
Krankenhausaufenthalten. Und siehe da: Den Kassen bleibt so viel
Geld übrig, daß sie ihre Beiträge um maximal satte 0,5 Prozent-
punkte senken.
- Und was sagen die Kritiker von damals? Sie gratulieren Blüm zu
seiner hervorragenden Leistung. Zugeben, w o h e r die Über-
schüsse bei den Krankenkassen kommen - 9 Mrd. DM im Jahr 1989 -,
wäre natürlich zuviel verlangt...
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