Quelle: Archiv MG - BRD MEDIEN BILD - Nationale Herzensbildung
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Auch das noch:
"KRIEGSANGST MACHT KRANK!"
Die Gesundheits-Experten der "Bild"-Zeitung (BamS vom 20.1.)
schlagen Alarm:
"Millionen Deutsche zeigen die Symptome einer neuen unheimlichen
Krankheit - der Kriegsangst."
Aber, keine Sorge: Dr. Bild weiß Rat. Die Ursachen der Seuche
sind bekannt:
"In Deutschland ist der Friedenswille nach Ende des Zweiten Welt-
kriegs stark gewachsen. Gefördert wurde er durch die Wiederverei-
nigung und durch den Abbau der Spannungen zwischen Ost und West.
Und deshalb hat wohl die Bevölkerung besonders eindringlich dar-
auf gehofft, daß es doch noch eine friedliche Lösung des Golfkon-
flikts geben würde. Um so stärker sind jetzt die Gefühle von Ent-
täuschung und Ohnmacht - und die Angst vor neuer Bedrohung."
Und was ist dagegen jetzt zu tun? Vielleicht sich die alten Täu-
schungen abschminken, die jetzt enttäuscht worden sind? Sich
klarmachen, daß es bei Entspannungspolitik nicht um die Herstel-
lung einer weltweiten friedlichen Idylle ging? Sich darüber Re-
chenschaft geben, wozu das neue Deutschland gleich schon wieder
fähig und bereit ist?
Ach was. Dr. Bild rät: Den Krieg Krieg sein lassen - die da oben
werden schon wissen, was sie zu machen haben! - und sich mit den
eigenen seelischen Wehwehchen befassen:
"Man sollte sich nicht von der Angst übermannen lassen, sondern
versuchen sich abzulenken. Yogaübungen, autogenes Training, aber
auch lange Spaziergänge oder Sport können beruhigend wirken. Auch
beten hilft. Deshalb sind Gottesdienste für den Frieden eine Art
Gruppentherapie. Solche therapeutische Wirkung kann auch eine De-
monstration haben."
Sogar Demonstrationen sind erlaubt, wenn sich die Feiglinge der
Nation nur so vom Krieg ablenken können. In diesem Sinne bremsen
"Bild"-Leser ausnahmsweise sogar für Friedensdemonstranten.
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