Quelle: Archiv MG - BRD MEDIEN BILD - Nationale Herzensbildung
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Wie Bild gegen den Streik hetzt
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1. "BILD bekommt Leserbriefe, in denen die 35-Stunden-Woche
scharf abgelehnt wird."
2. "Das Ausland jubelt!"
Weil Unternehmer lieber ihren Betrieb zumachen und so der
'Volkswirtschaft schweren Schaden' zufügen? Weil die Einheits-
front von Staat und Kapital endlich durchsetzen möchte, daß es
deutschen Arbeitern mindestens ebenso dreckig geht wie ihren Kol-
legen in Taiwan und Singapur?
3. Die Regierung ist dagegen! "Blüm: Beendet das Trauerspiel."
Das muß als Argument doch reichen für einen deutschen und demo-
kratischen Arbeiter. Bekanntlich weiß Bonn am besten, was gut für
ihn ist.
4. Gefahr für Steuern! Blüm: "Dieser Arbeitskampf gefährdet die
Steuerreform."
Klar, die Panzer für die Landser sind bestellt und die Steuerge-
schenke fürs Kapital fest versprochen. Da kommt's auf jede Mark
an, die einem streikenden Arbeiter nicht zwangsweise abgezogen
werden kann.
5. Die Hausfrauen sind dagegen! "Wenn Männer streiken, haben wir
Frauen meistens das Nachsehen."
Weil der Alte auch tagsüber zu Hause rumhängt? Nein, weil das
Geld, mit dem auch normalerweise "ganz schön gezirkelt werden
muß", nicht reicht. Das wäre doch wirklich der einzige gute Grund
für Streik. Aber darauf kommt die BILD-Hausfrau natürlich nicht:
"Ich will mich nicht in den Streik einmischen; davon verstehe ich
zu wenig." Dann halt auch gefälligst die Klappe, du Hausdrachen!
6. Lebensgefahr für Streikposten.
Schon drei wurden bislang angefahren. Die Täter: Wahrscheinlich
überzeugte BILD-Leser!
7. Große Scheiße für Call-Girls.
"Domina: Heute hat noch keiner angerufen!" Eine "kalte" Aussper-
rung...
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