Quelle: Archiv MG - BRD KERNENERGIE ALLGEMEIN - Von der strahlenden Gegenwart


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AKW SIND GEFÄHRLICH. WOFÜR SPRICHT DAS EIGENTLICH?

- Für größere Sicherheit von AKW? Nein. Denn 100% sicher ist am AKW nur, daß es radioaktive Strahlen pro- duziert und damit einerseits die Leute kaputtmacht und anderer- seits früher oder später auch jede Sicherheitsvorkehrung in strahlenden Schrott verwandelt. Die L e u t e vor den AKW si- chern, ist das eine! Dazu müßten die Dinger weg. Den B e t r i e b d e r A K W gegen die ihm innewohnende Zerstö- rungskraft abzusichern, ist das Gegenteil: Sichere Verstrahlung von Mensch und Natur. Auch im Normalbetrieb. - Für besseren Strahlenschutz? Auch nicht. Denn umfassenderes Messen der Radioaktivität, breitere und ein- heitlichere Information, strengere Grenzwerte usw. unterstellen, daß die AKW dauernd Strahlen und Unfälle produzieren, statt diese Schadensquelle abzustellen. Sind aber die Strahlen erst einmal da, räumt kein staatliches Verbot sie weg. Strengere Grenzwerte machen verseuchte Lebensmittel nicht sauber. Sie schaffen auch keine sauberen herbei. Sie stellen nur den Konsumenten vor eine unbrauchbare Alternative: Nichts mehr zu essen oder für ungenieß- bar erklärte Lebensmittel. Ganz g e n a u zu wissen, wieviel Dreck man unumgänglicherweise zu sich nimmt - das soll ein Schutz gegen Radioaktivität sein? Alle Verbesserungswut beim Strahlenschutz zeigt nur dessen Zynis- mus. Er verordnet dem Volk lauter Katastrophensondereinsätze und Kosten, während die AKW politisch ungestört und rentierlich wei- terlaufen. Das betreiben Zimmermann und sein Bundesstrahlenschüt- zer Oberhausen konsequent: 'Unbedenklich ist jede Verstrahlung, die wir beschließen.' - Für Warnungen vor der atomaren Gefahr? Die taugen nichts. Wer kennt die Gefahr schließlich nicht? Und sollte wirklich einer das erste Mal davon erfahren, ist mit der Warnung nichts für seine richtige Schlußfolgerung getan. Das ist an den vielen Bescheidwissern ja zu studieren. Die Warnerei selbst gibt ein Beispiel für eine sehr brave und untaugliche Schlußfolgerung: H a n d e l n sollen die Macher, wenn alle an- deren nur w a r n e n wollen! - Für eine bessere Energiepolitik der BRD? Ganz verkehrt. Genau das verlangen Politiker, wenn man mit ihnen über die "Machbarkeit des Ausstiegs aus der Kernenergie" nachdenken soll. Wer sich darauf einläßt, hat sein Nein zu AKW schon aufgegeben. Denn er macht sein Nein von dem Nachweis abhängig, allen "Sachzwängen" bundesdeutscher Energie- und Wirtschaftspolitik ge- nügen zu können. Was können die Weltmarkt- und NATO-Strategen von Kohl wie Rau aber wirklich besser. Mit AKW kommt für alle Kapita- listen ein Überangebot an Energie auf dem Weltmarkt zustande, das Niedrigpreise erzwingt. Rüstungsschmieden und Stützpunkte werden mit Strom und Plutonium versorgt, während die USA bedenkenlos auch Länder wie Libyen bombadieren können. Das können sie mit AKW. Was wäre eigentlich so schlimm, wenn nicht nur bei den AKW, sondern auch bei Daimler, Flick und Krauss-Maffei die "Lichter ausgehen"? - Für's Wählen? Auf keinen Fall. Dafür ist die Wahl nämlich nicht vorgesehen: "AKW nein" auf dem Wahlzettel macht ihn doch ungültig! Denn zur Wahl stehen nur Po- litiker und nicht, was sie tun und lassen sollen. Zum Politiker befähigt allein der Nachweis, die Bundesbürger ordentlich regie- ren zu wollen, auch energiepolitisch. Mit noch mehr AKW wollen es die Christliberalen. Ohne alle unbrauchbaren und altersschwachen AKW die Sozialdemokraten. Alles andere spielt in der gemachten Politik laut Verfassung keine Rolle. Und dazu geben die Wähler ihr Jawort. Ihre Mehrheit entscheidet, wer das Sagen hat. Danach hat keiner mehr was zu sagen, außer Kohl, Rau und Co. Siehe Wackersdorf! zurück