Quelle: Archiv MG - BRD INNENPOLITIK AUSLAENDER - Von der Sortierung der Leute
zurück
KEIN HERZ FÜR AUSLÄNDER
hingegen hat im wahrsten Sinne des Wortes der Bezirk Oberbayern:
"Der 28-jährige pakistanische Asytbewerber Mohamed Saijd ist -
wie berichtet - nicht auf die Warteliste für eine nötige Herz-
transplantation gesetzt worden, weil dem Kranken nach Auffassung
des Bezirks Oberbayern das geeignete soziale Umfeld für die Nach-
sorge nach der Operation fehlte. Deshalb weigerte sich der
Bezirk, die Kosten für die Übertragung aufzubringen. (FR vom
8.9.86)
Wie gut, daß der Bezirk Oberbayern für das "soziale Umfeld"
sorgt, das für Asylbewerber Barackenlager, ca. 8 Mann pro Zimmer
und Billigfraß heißt. So läßt sich der staatliche Unwille, einem
Asylanten eine für sein Überleben nötige Operation zu bezahlen,
als Erfordernis der (fehlenden) medizinischen "Nachsorge" verkau-
fen. Wahrscheinlich soll die Weigerung, dem Mann ein neues Herz
zu finanzieren, endgültig dafür sorgen, daß er demnächst das für
ihn "geeignete soziale Umfeld" findet. Nämlich eines, wo er den
bayerischen Behörden mit Sicherheit nicht mehr zur Last fallen
kann...
zurück