Quelle: Archiv MG - BRD GEWERKSCHAFT ALLGEMEIN - Politik auf Kosten der Arbeiter
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Als der deutsche Kanzler 1933 den 1. Mai als Feiertag der deut-
schen Arbeiter gesetzlich einführte, hat er zum Ärger der kapita-
listischen Schlotbarone die Verkürzung der Jahresarbeitszeit um 1
Tag durchgesetzt. Hitler würdigte damit den Dienst, den deutsche
Arbeiter für Deutschland erbracht hatten und noch erbringen soll-
ten.
Der DGB hat den 1. Mai geerbt und zum "Kampftag der Arbeiter-
klasse" umdefiniert. Der Kampf findet vormittags in den großen
Städten der BRD statt, dauert ca. 2 Stunden und besteht darin,
daß verschiedene Redner den angetretenen "Kolleginnen und Kolle-
gen" versichern, wie gut sie es mit ihrer Gewerkschaft und ihrer
Republik getroffen haben.
Die versammelten Funktionäre des DGB meinen aus unerfindlichen
Gründen, sie wären sich an diesem Tag starke Töne gegen das Kapi-
tal schuldig. Sie schimpfen auf solche vaterlandslosen Gesellen
wie die Herren Unternehmer, die einfach nicht einsehen wollen,
wie gut es der DGB mit der deutschen Wirtschaft meint, und sich
ständig mit der Gewerkschaft streiten, statt sich mit ihr zu ei-
nigen. Aber die haben die Rechnung ohne den DGB und seine Einzel-
gewerkschaften gemacht! Das "Diktat" der anderen Seite wurde mal
wieder gnadenlos durchbrochen. In der diesjährigen Tarifrunde
z.B. bei der IG Metall und der IG Chemie:
IG Metall:
Das gar nicht überraschende "vorläufige" Ergebnis
IG Chemie:
Tarifvertrag über Teilzeitarbeit abgeschlossen
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