Quelle: Archiv MG - BRD DEMOKRATISCHES-LEBEN WAHLEN - Wählen ist verkehrt!


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WÄHLEN IST VERKEHRT!

- Weil das Kreuzchen auf den Stimmzetteln nur eines bringt: wei- tere vier Jahre H a n d l u n g s f r e i h e i t für die ge- wählten und oppositionellen Politikerfiguren um den in den rang von lauter "Sachnotwendigkeiten" erhobenen E r f o l g d e r N a t i o n "entschlossen" auf Kosten des Wahlvolks durchzuset- zen - Weil mit dem Gang zur Urne nichts als Z u s t i m m u n g z u r e r f o l g r e i c h e n I n d i e n s t n a h m e der Bürger eingefordert wird, die sie dann zu B e t r o f f e n e n macht: als gebrauchte oder überflüssige, aber auf jeden Fall bil- lige Arbeitskraft; als Opfer staatlich geregelter geschäftsträch- tiger Ruinierung von Gesundheit und natürlichen Lebensvorausset- zungen und als eingeplantes, bereits im Frieden entsprechend na- tionalistisch verhetztes, Kanonenfutter. - Weil die im Wahlkampf so viel beschworenen Unterschiede zwi- schen den Parteien ebensoviele b e r e c h n e n d i n s z e- n i e r t e T o u r e n von Politikern sind, um sich ihren Wählern "glaubwürdig" als die "einzig wählbare Alternative" zum Vollzug haargenau d e r s e l b e n S t a a t s n o t w e n- d i g k e i t e n zu präsentieren. - Weil auch die Grünen jede Unzufriedenheit über erlittene Schä- den als G e l e g e n h e i t begrüßen, die G e w i s s e n s- q u a l e n eines Joschka Fischer beim M i t m a c h e n d e r P o l i t i k anzupreisen, um "Betroffenheit" nicht in Gegenwehr, sondern in W a h l s t i m m e n umzumünzen. - Weil der erfolgreich zur Schau gestellte Wille der Politiker zur u n b e d i n g t e n M a c h t a u s ü b u n g das ein- zige "Argument" der Parteien ist, sie zu ermächtigen. - Weil also die demokratische Stimmabgabe nur zu dem einem taugt: daß sich die Herrschaften von der Politik bei allen Maßnahmen, die sie gegen ihre Untertanen treffen, auf eben diese b e r u f e n und als den "erklärten Wählerwillen" gegen jede Unzufriedenheit und Kritik ins Feld führen können. - Deshalb gibt es i n der Wahl keine Alternative, wohl aber z u r Wahl! Und die heißt nicht einfach: "Nicht wählen!" Wer nicht ständig das vertrauensseelige Opfer schädlicher Entschei- dungen sein will, der muß etwas g e g e n die unverschämten An- sprüche von Wirtschaft und Politik unternehmen. zurück