Quelle: Archiv MG - BRD DEMOKRATISCHES-LEBEN PRAESIDENT - Vom Amt des Bürgerkönigs


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       Wochenschau
       

PANZER FÜR UNS - BROT FÜR DIE WELT

also sprach der Bundespräsident, wie wir jetzt dem "Bulletin der Bundesregierung" entnehmen können, am 27. November in Freiburg zur "Eröffnung der 25. Aktion 'Brot für die Welt'". Sensibel, wie er ist, für die brennenden Probleme unserer Zeit, ist auch das Folgende an sein allerhöchstes Repräsentenohr gedrungen: "In den vergangenen Wochen ist immer wieder gefordert worden, auf Verteidigungsausgaben zugunsten der Entwicklungshilfe zu verzich- ten. Ich kann es durchaus verstehen, wenn Menschen, Insbesondere junge, idealistisch gesinnte Mitbürger, sich darüber erregen, daß soviel Geld für Rüstung ausgegeben wird, während die Not der Welt nach Abhilfe schreit. Dennoch müssen wir uns sagen, daß wir eine wirksame Entwicklungshilfe nur so lange werden leisten können, wie wir selbst frei sind, und daß daher ein gewisser Zusammenhang zwischen unserem Verteidigungsbeitrag und unserer Entwicklungs- hilfe besteht." Nicht nur ein "gewisser", sondern ein ganz und gar entscheidender Z u s a m m e n h a n g "besteht" da, Herr Staatsoberhaupt: Ohne "unsere" Freiheit, die allerorten dafür sorgt, gäb's nämlich gar keine N o t, sowohl hier als auch in der "Dritten Welt", und dank unserer "Verteidigungsbemühungen", zur Zeit ganz aktuell und sehr nachdrücklich im Nahen Osten und in Mittelamerika, war "Entwicklungshilfe" nie so gefragt wie heute - beim W i e d e r aufbau. Panzer und Brot für die Welt gehören ganz eng zusammen. Daß von jenen immer ausreichend vorhanden und dieses nie genug ist, darüber dürfen sich dann "idealistische Mitbürger" aufregen. Gegen so einen Idealismus haben Sie, Herr Karl Carstens, nichts einzuwenden: Er sorgt nicht nur dafür, daß hier und bei "unseren Partnern" in der "Dritten Welt" die Waffen ungestört aufgestellt werden können; er ist auch noch blöd genug, sich von Ihnen das Brot für die Opfer abbetteln zu lassen! zurück