Quelle: Archiv MG - BRD DEMOKRATISCHES-LEBEN ALLGEMEIN - Von Dichtern und Denkern


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       Münchner Hochschulzeitung, 18.02.1981
       
       Wochenschau
       

DER NIEDERSÄCHSISCHE INNENMINISTER MÖCKLINGHOFF

dementierte Meldungen, denen zufolge "man ihm als Kriegsteilneh- mer nachsage, er führe die zunehmende Aggressivität unter Jugend- lichen auf das Fehlen kriegerischer Auseinandersetzungen zurück". Dagegen wiederholte er aufs entschiedenste seine Auffassung, "er habe lediglich den Gedanken erwogen, ob die Tatsache daß junge Leute Gewaltanwendung bei der Lösung von Konflikten immer häufi- ger völlig unbefangen diskutierten und praktizierten, nicht viel- leicht damit zusammenhänge, daß diese Generation die extremste Form der Gewalt den Krieg - niemals am eigenen Leib erlitten habe." Es muß also das Kriegserlebnis des jungen Möcklinghoff ge- wesen sein, das ihn kurz nach Kriegsende in die CDU trieb, seinen Einsatz für die neue Wehrmacht, das NATO-Bündnis und die Atombe- waffnung beförderte und ihn schließlich an die Spitze des nieder- sächsischen Polizeiministeriums beförderte, wo er nun als Prakti- ker der Gewaltausübung aus eigener Erfahrung "betonen" kann, daß "feinsinnige Unterscheidungen zwischen Gewalt gegen Sachen und Gewalt gegen Menschen unakzeptabel sind." (Zitate nach "Süddeutsche Zeitung" vom 9. Februar) Wie steht Herr Möcklinghoff eigentlich zur Neutronenbombe? zurück