Quelle: Archiv MG - BRD AUSSENPOLITIK OSTPOLITIK - Deutschland über alles


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DEN ENTSCHEIDENDEN UNTERSCHIED

zwischen Sowjets und Nazis hat der Bundeskanzler jetzt auch "hervorgehoben". Demnach waren "die sowjetischen Führer im Gegen- satz zu den braunen Abenteurern immer R e a l i s t e n". Das wird die Russen freuen. Hat der Unterführer der NATO, Helmut Kohl, doch damit 1. abermals die I d e n t i t ä t des Bösen bekräftigt, die er zwischen den Reichen Gorbatschows und Hitlers ausgemacht hat und so auf die speziell deutschnationale Tour die NATO-Kriegserklä- rung erneuert, wonach die Existenz der Sowjetunion geschichtlich überholt ist; 2. ein schönes K o m p l i m e n t an Moskau verteilt: Die Rus- sen haben immer gewußt, was sie sich erlauben können und was nicht. Sie haben das roll-back und all die Frechheiten des impe- rialistischen Kriegsbündnisses nie zum Anlaß genommen, es diesem mit gleicher Münze heimzuzahlen; 3. mithin eine lupenreine D r o h u n g an die Adresse des Hauptfeindes gerichtet. Die lautet im Klartext: 'Solltet Ihr, liebe Russen, jedoch meinen, ihr könntet Euch etwas herausnehmen, so wird es Euch ergehen wie Adolf Hitler!' Der Gröfaz ist schließlich (auch) einzig durch die Kriegs n i e d e r l a g e als "unrealistischer" Abenteurer in die Geschichte eingegangen. Weshalb es schlußendlich 4. "im sowjetischen Interesse liegt", die diplomatische Hetze der deutschen Rechtsnachfolger Hitlers zu schlucken und konstant gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Die dreiste Anmaßung, daß das sowjetische Interesse von Bonn aus definiert gehört, lebt vom schieren Willen zur rücksichtslosen Erpressung mittels überlege- ner Gewaltmittel: Man könnte dem erklärten Feind d i e s e Wahl ja auch noch entziehen - die zwischen "realistischer" friedlicher Unterwerfung unter die stets maßloseren imperialistischen Diktate und - Weltkrieg. Wenn das kein Angebot ist! zurück