Quelle: Archiv MG - BRD AUSSENPOLITIK ANSCHLUSS - Die Eroberung der DDR
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Noch 1 MAZ bis zur Einheitswahl
und endlich haben sich alle Parteien auf ihren Hauptfeind
eingeschossen
DIE PDS MUSS WEG!
Gysis Partei wird kein Pardon mehr gegeben. Sie kann machen, was
sie will. Wenn sie ihr Geld behält, ist es ein Verbrechen. Wenn
ihr Vermögen nach den Vorschriften des deutsch-deutschen Ei-
nigungsvertrags in Privateigentum umgewandelt wird, ist es ein
Skandal. Wenn Finanzmanager der Partei die Parteispitze austrick-
sen, dann ist der ganze Verein eine kriminelle Vereinigung. Wenn
sie ihr Vermögen offenlegt, dann verschleiert sie ihr wahres Ver-
mögen, weil dessen Wert durch den freien Immobilienmarkt in noch
gar nicht absehbare Höhen getrieben werden könnte. Wenn sie 80%
ihres Vermögens herschenkt, dann schafft sie sich endgültig damit
nur Feinde: "Das reicht nicht!"; "Wo bleiben die restlichen
20%?"; "Betrug!"; "Alles enteignen!"
Es geht eben gar nicht darum, daß diese Partei z u v i e l Geld
hätte. Es geht darum, daß sie ü b e r h a u p t w e l c h e s
hat. Also genau genommen darum, daß es diese Partei überhaupt
noch g i b t. Die Abrechnung mit diesem abweichenden Verein
möchten die professionellen Demokraten der Nation doch lieber
nicht dem Wähler überlassen. Zumindest nicht, ohne dem Wähler
drastisch klar gemacht zu haben, was für Verbrecher diese Politi-
ker in Wahrheit sind, die die alte Staatspartei SED immerhin to-
tal reformiert und auf bedingungslos konstruktiven demokratischen
Oppositionskurs gebracht haben. Und wenn die moralische Verurtei-
lung doch noch nicht genügend verfängt, ist mit ihrer Krimi-
nalisierung für ihr Verbot schon mal alles vorbereitet.
Das ist die "sachliche politische Auseinandersetzung", wie sie
wehrhafte Demokraten gerne führen.
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