Quelle: Archiv MG - BRD ALLGEMEIN - Auf dem Weg zur Weltmacht


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REICHTUM IN DEUTSCHLAND

Ein Volk von Millionären... --------------------------- Wie es in Wahrheit um den Reichtum der Deutschen steht, enthüllte jüngst eine Studie des CDU-Professors Biedenkopf: "Die privaten Haushalte in der BRD gehören heute nach Einkommen und Vermögen zu den wohlhabendsten der Welt. Im Durchschnitt verfügten die Haus- halte über Vermögen im Werte von 230.000 DM. Jeder 25. Deutsche lebt schon in einem Millionärshaushalt. Hinzu kommen Ansprüche gegen die gesetzlichen Versicherungssysteme in Höhe von 130.000 DM." Wie gut, daß wir eine freie Marktwirtschaft haben, wo die Unter- schiede und der Einzelne mit seiner Leistung etwas zählen und nicht lauter Durchschnitte rumlaufen. Weil es nämlich neben den vielen, die nichts haben, nicht wenige Reiche gibt, läßt sich dies mit ein bißchen Mathematik in einen ansehnlichen Durch- schnitt verwandeln: so hat ein jeder Bürger seinen gerechten An- teil an dem gesellschaftlichen Reichtum, von dem er ausgeschlos- sen ist. Also Bürger, nichts wie hin zum Staat und die "gesetzlichen Versorgungsansprüche" von der "hohen Kante" geholt, bevor sie die Politiker mal wieder - ganz ohne Euch zu fragen - für Wirtschaft und Waffen ausgeben. ...und verarmten Führern ------------------------ Eine richtige Schande ist es da, wenn die wichtigsten Leute der Nation, die "uns" regieren, nicht einmal soviel im Jahr verdie- nen, wie der Durchschnittsbürger als Vermögen hat. Da könnte ja glatt der Verdacht aufkommen, das Volk sei gar nicht so reich oder - schlimmer - knauserig gegen seine Anführer, und das wäre die reine Undankbarkeit gegen diese für den ganzen Reichtum poli- tisch Verantwortlichen. Wie sagte CDU-Geißler so treffend: "Es müßte eigentlich Ehrensache des Volkes sein, daß seine Vertreter, die sich ja nicht selbst ernannt haben, sondern gewählt wurden, eine höhere Entschädigung bekommen als ein durchschnittlicher Coca-Cola-Vertreter. "Also Volk aufgepaßt! Entweder du gibst dem Abgeordneten, was des Abgeordneten ist, oder du läufst Gefahr, daß diese Leute aus lauter Enttäuschung über dich zum Coca-Cola- Vertreter werden. Und dann wüßte das ganze Volk nicht mehr, wem es seinen Durchschnittsreichtum verdankt und für wen es ihn schaffen soll. Da müßte es ihn am Ende selber aufbrauchen und das kann doch nicht der Sinn eines reichen Volkslebens sein! Werden Sie Ihr eigener Chef... ------------------------------ "Sind Sie jung? Sind Sie unternehmungslustig? Sind Sie vielleicht sogar arbeitslos?" - dann verrät Ihnen BILD gerne, was Sie tun müssen, wenn Sie beim Warten auf Ihre erste Million in der sozia- len Hängematte nicht mitten "auf der Straße liegen" möchten! Mit "Mut, Optimismus und einer cleveren Idee" geht die Karriere auch ohne "Startkapital" - als s e l b s t s t ä n d i g e r "Putzmann", "ambulanter Händler", "Frühstücksdiener" und Wurst- verkäufer bieten sich einem haufenweise die cleversten Möglich- keiten. Schließlich hat noch jeder selbständige Tellerwäscher klein angefangen, bevor er als Arbeiter in der Porzellanfabrik alt werden durfte. ...das lohnt sich ----------------- Nicht ganz ausgewogen verlief die Tarifrunde im B a n k e n g e- w e r b e nach dem gelaufenen "Bankenrekordjahr" (BILD) 1982. Während für die "zigtausend Angestellten in den Tarifrunden nur ein mageres Plus von 3,29%" (SZ) erkämpft werden konnte, lag die Erhöhung der Jahresgehälter der Vorstandsmitglieder bei der Dresdner Bank mit 23,9% weit über und bei der Commerzbank mit 0,7% weit unter dem Signalabschluß bei VW. Einzig die Deutsche Bank blieb mit 4,4% und einem Jahreslohn von 1.036.010,- DM für ihre Manager in etwa innerhalb des vorgesteckten Rahmens des Inflationsausgleichs, während in den an sich vorbildlichen 3,1% der Vereinsbank (546.946,- DM pro Jahr) eine Reihe qualitativer Forderungen mitverrechnet worden sind. zurück