Quelle: Archiv MG - BRD ALLGEMEIN - Auf dem Weg zur Weltmacht
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DAS DRITTE REICH UND DIE BRD - DER KLEINE UNTERSCHIED
Drittes Reich
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1. Das Dritte Reich war ein Unrechtsstaat, in dem ein Führer
willkürlich herrschte und das Volk für seine großmachtpolitischen
Zwecke mißbrauchte.
2. Damals ging es diktatorisch zu: da durfte man nur für Volk,
Reich, Führer und Sieg sein.
3. Im Dritten Reich haben die Arbeiter ihren Führer gewählt und
alles mitgemacht, obwohl sie dann nicht mehr wählen konnten.
4. Die von oben eingesetzte staatliche Arbeitsfront säuberte die
Arbeiterorganisation von Kommunisten und sorgte dafür, daß die
deutschen Arbeiter fleißig, brav und ohne Ansprüche ihre Knochen
in den Dienst des Reiches stellten.
5. Damals wurden Staatsfeinde mit brutaler Gewalt und unrechtmä-
ßigen Prozessen verfolgt und liquidiert.
6. Damals verkündete ein Propagandaministerium einseitig das fa-
schistische Ideal: "Ein Volk, ein Reich, ein Führer!"
7. Hitler war der Führer von Großdeutschland und wollte mit Krie-
gen durchsetzen, daß die ganze undeutsche Welt uns morgen gehöre
und daß am deutschen Wesen die ganze Welt genese.
8. Damals hatten sich alle gegen Deutschland verschworen und
"uns" Ostpreußen und Elsaß-Lothringen weggenommen.
9. Damals drohte angeblich die Machtergreifung der Juden und der
bolschewistischen Weltverschwörung.
10. Hitler wollte Krieg - er hätte sich Polen, Weißrußland und
die Ukraine aber auch schenken lassen und dann vielleicht Frieden
gehalten.
11. Hitler wollte neuen "Lebensraum im Osten".
12. Damals mußte Deutschland mit seiner Wunderwaffe allein kämp-
fen, hat verloren und bekam daher eindeutig Unrecht.
13. Unter Hitler gab es keine Opposition, die den Krieg hätte
verhindern können.
14. Im Dritten Reich gab es viele Militärparaden und die Soldaten
mußten auf den Führer schwören.
15. Unter dem Faschismus wurde die Armee mißbraucht, die Tugend
des militärischen Gehorsams für "verbrecherische Ziele" aus-
genützt.
16. Damals forderte Hitler die Mütter auf: "Schenkt dem Führer
Soldaten!"
17. Damals war Kriegswirtschaft: Produktion, Land und Leute wur-
den auf den geplanten Krieg eingestellt.
18. Unter Adolf mußte man begeistert sein und für das faschisti-
sche Reich sterben.
19. Das tausendjährige Reich hat so lange Frieden beschert, bis
der Krieg begann.
20. Dann war Nachkriegszeit.
BRD
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1. Die BRD ist ein Rechtsstaat, in dem ein gewählter Kanzler ver-
fassungsmäßig herrscht und das Volk für das Interesse der Nation
gebraucht.
2. Heute geht es demokratisch zu: da darf man bloß nicht gegen
Wiedervereinigung, den Westen, die Marktwirtschaft und die Ver-
teidigung sein.
3. In der Bundesrepublik wählen die Arbeiter alle vier Jahre aus
einem breiten Angebot von deutschen Führern aus und machen immer
alles mit.
4. Der von den Alliierten eingesetzte DGB hat einen Unvereinbar-
keitsbeschluß gegen Kommunisten und sorgt dafür, daß die deut-
schen Arbeiter für das Wachstum der deutschen Wirtschaft arbeiten
und für die Stabilität der Demokratie den sozialen Frieden bewah-
ren.
5. Von der wehrhaften Demokratie werden Staatsfeinde mit den
"Waffen des Rechtsstaats" verfolgt und in legalen Prozessen ver-
urteilt und in Sicherheit gebracht.
6. Heute verkünden Regierung, Politiker, Parteien, Kirchen,
Presse, Funk und Fernsehen, was die Regierungslinie ist und
schalten unliebsame Meinungen aus.
7. Schmidt ist nur der Kanzler von Westdeutschland, das aber -
bisher ohne Krieg - fast die ganze Welt zum Wohle des nationalen
Interesses benutzt. Nur der Osten ist noch unfrei.
8. Heute haben sich die Russen mit den Kubanern gegen die Demo-
kratie verschworen und "uns" Angola und Afghanistan weggenommen
(sind zwar keine Demokratien und auch noch nie NATO-Mitglieder
gewesen - aber umso schlimmer).
10. Heute droht angeblich das Bundesgesetzblatt auf russisch und
ein Genscher aus Kasachstan sowie vor allem die Unfreiheit.
11. Helmut Schmidt will (leidenschaftlich) den Frieden - wenn die
Russen sich aber weiter schlecht benehmen (entscheiden tut das,
der Westen, wann das der Fall ist) und ihre Waffen nicht auf Null
herabsetzen, marschiert der Frieden aus der Position der Stärke
heraus gen Osten.
12. Die BRD will u.a. "unser" Öl am persischen Golf, das Selbst-
bestimmungsrecht aller Völker und die ökonomische und politische
Einmischung in den Ostblock notfalls mit Waffengewalt verteidi-
gen.
13. Heute kämpft die BRD Seite an Seite mit allen wichtigen Mäch-
ten dieser Welt und mit dem gewaltigsten Waffenarsenal der Ge-
schichte und wird daher garantiert Recht gehabt haben.
Unter Schmidt gibt es eine Opposition, die die sozialliberalen
Kriegsvorbereitungen zu lasch pardon: die "Verteidigungsbereit-
schaft nicht gewährleistet" findet.
14. In der BRD gibt es bisher erst nur öffentliche Rekrutenverei-
digungen. Geschworen wird auf's Vaterland.
15. In unserer Demokratie darf sich jeder Soldat beim Wehrbeauf-
tragten beschweren; ein Mißbrauch seines Gehorsams ist also völ-
lig ausgeschlossen - er wird ganz rechtmäßig und für dar, hohe
Gut 'Freiheit' gebraucht.
16. Heute leidet die Wehrbereitschaft der Bundeswehr unter den
geburtenschwachen Jahrgängen.
17. Heute besteht die Vorkriegszeit aus lauter Sachzwängen:
Krise, Öl, Staatsverschuldung, Sparprogramm, Arbeitslosigkeit...
So wird heute der Ernstfall vorbereitet.
18. Unter Helmut soll ein jeder bloß seine Pflicht tun. Aus Dank-
barkeit für seine schöne Freiheit muß er dann aber auch seine
letzte Pflicht brav erfüllen, für sein demokratisches Vaterland
zu sterben.
19. Die beste Demokratie, die es jemals auf deutschem Boden gab,
bewahrt so lange den Frieden, bis der Westen beschließt, zurück-
zuschießen.
20. Dann wird Nachkriegszeit sein.
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