Quelle: Archiv MG - BRD ALLGEMEIN - Auf dem Weg zur Weltmacht
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Vom Atommüll zum Bombenrohstoff
ATOMMACHT BRD
Denn sie wissen, was sie tun!
In Brokdorf und Ohu, von Gorleben bis Wackersdorf, Kalkar und Al-
kem - in bundesdeutschen Atomfabriken kommen nur die allerfried-
lichsten, allersichersten und unverfänglichsten Technologien zur
Anwendung: Mit diesen Sprüchen wurde das Atomprogramm hierzulande
propagiert und durchgesetzt und jede Kritik als "böswillige Un-
terstellung" und "absurde Verleumdung" von den einschlägigen Her-
ren ebenso entrüstet wie entschieden zurückgewiesen. Und jetzt?
Die Verantwortlichen beteuern ihre Verantwortung
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Die S a c h e, bis zu der sich der Skandal mittlerweile vorge-
arbeitet hat, heißt A t o m b o m b e. Damit kann man zigtau-
send Leute umbringen, weswegen Politiker schwer dagegen sind -
wenn die Dinger sich in den falschen, d.h. nicht in ihren Händen
befinden. Der S k a n d a l - so die von den Politikern mit em-
pörter Entschlossenheit den Reportern für die Öffentlichkeit dik-
tierte Betrachtungsweise - handelt eine Zeitlang von dem interes-
santen Problem, wie "es" unter jetzt zu klärenden Umständen "dazu
kommen konnte", daß atomwaffentaugliches Material als Geschäfts-
artikel zirkuliert ist, ohne daß die Politik dazu einen Auftrag
oder wenigstens die Genehmigung erteilt oder zumindest davon ge-
wußt habe. Inzwischen ist der "schlimmste" Verdacht schon wieder
zu 3/4 als "Übertreibung" aus dem Verkehr gezogen; und so können
die verantwortlichen Damen und Herren in den Kabinetten und Mini-
sterien in aller Ruhe s i c h s e l b s t befragen - wg.
Glaubwürdigkeit und Verantwortungsbewußtsein -, wer wann was und
wieviel "g e w u ß t" hat. Weil sich in der Demokratie Regie-
rung und Opposition in der höchsten Verantwortung abwechseln kann
diese öffentliche Gewissenserforschung in der bewährten Form ei-
nes Frage-, Antwort- und Erinnerungsspiels abgewickelt werden.
Erledigt ist der "Alptraum", das deutsche Atomunternehmen hätte
"Feinden der Freiheit" Atombomben verscherbelt. "Atombomben aus
Hanau" darf aufatmend als "Ente" verbucht werden, und zurück
bleiben zwei tröstliche Gewißheiten: 1. fehlt einiges an gutem
radioaktiven Material, weil es Kunden gefunden hat; 2. gibt es
"Atombomben i n Hanau" genug. Und da gehören sie auch hin.
Demokratische Politiker lassen keine Zweifel aufkommen, daß sie
die Z u s t ä n d i g e n sind. Um so "erschütternder" für sie,
daß "an ihnen vorbei" gehandelt worden sein soll; denn eins steht
selbstverständlich fest: Nie haben sie sowas a n g e o r d n e t
oder auch nur stillschweigend geduldet. Eingeräumt wird
"selbstkritisch", daß man "Fehlentwicklungen" hätte ahnen können;
man hätte es vielleicht sogar wissen müssen, angesichts der
"schwerwiegenden Aspekte" der ganzen Atom-"Problematik" - kurz:
Daß irgendwo und bei irgendwem "V e r s ä u m n i s s e vorlie-
gen", ist ein Verdacht, den die Politiker selbst hegen und pfle-
gen. Sie wissen sehr genau, daß solche "Kritik" an der Politik
immer der logische Auftakt für einen Appell an die Politik, für
eine Bestätigung ihrer Alleinzuständigkeit als Politiker ist.
Deshalb müssen sich die Staatsmänner nicht grämen, wenn der
"Spiegel" mit dem Titel "NUKEM - Außer Kontrolle" aufmacht. Wer
ist denn sofort gefordert, wenn der Politik ein Mangel an ent-
schlossenem Handeln vorgeworfen wird ?
Zu allem entschlossene Politiker!
Darf man d e u t s c h e Atomwaffen verschwinden lassen?
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Das ist schon komisch. Wenn es einen Grund zur K o n t r o l l e
der Atomwirtschaft gibt, dann muß das doch an ihr liegen. Diese
Sorte von Produktion und Geschäft entwickelt n o t w e n d i-
g e r w e i s e alle die Unarten als Produktions- und Geschäfts-
bedingungen, die jetzt zum Skandal gemacht worden sind. Das
wissen selbstverständlich auch die Kontrollinstanzen, insbeson-
dere der Staat und sämtliche Regierungen, weil sie es schließlich
waren, die sich diesen Wirtschaftszweig e i n g e r i c h t e t
haben - samt seinen "Unarten". An die wurde deswegen im
A t o m g e s e t z bereits gedacht. Wenn aber nach allgemein
verbreiteter Auffassung der Skandal darin liegen soll, daß der
Staat in Gestalt seiner zuständigen Behörden bei der Kontrolle
g e s c h l a m p t hat, dann ist der eigentliche
V e r u r s a c h e r, der politische Auftraggeber, aus der
Schußlinie. Mehr noch: Damit wird nachgerade bekräftigt, daß die
Atomwirtschaft an sich in Ordnung geht, w ü r d e der Staat sie
nur ordentlich kontrollieren. Auch das ganz im Sinne des
A t o m g e s e t z e s. Da wird schließlich ausdrücklich der
Bock als Gärtner eingesetzt. Der erste Atomgärtner der BRD hieß
F.J. Strauß.
Politiker haben also nichts gegen die Politisierung eines Skan-
dals aus der Geschäftswelt, sofern damit ihre
A l l e i n z u s t ä n d i g k e i t betont und bekräftigt wird
und zugleich ihre U n s c h u l d hinsichtlich der
"Fehlentwicklungen". So mußte man zur Kenntnis nehmen - dies der
vorläufig letzte Knüller im Skandal -, "unerträglich" sei haupt-
sächlich die Möglichkeit, daß spaltbares Material an Pakistan und
nach Libyen gelangt sei. Auf Kommando aus Bonn regen sich die
freiheitlichen Kommentatoren darüber auf, daß ausgerechnet "die"
mit "unserem" unschuldigen Spaltmaterial eine Atombombe basteln
könnten. Wie gefährlich das ist - wohlgemerkt: bei d e n e n! -,
wird genüßlich ausgemalt. Der Atomwaffensperrvertrag sei
"gebrochen" worden - aber nicht deswegen, weil die BRD über das
Zeug verfügt, sondern weil es womöglich von deutschem Boden aus
an die Falschen geliefert wurde. Fürchten darf man sich vor der
maßlos aufgebauschten Möglichkeit, Pakistan oder Libyen könnten
"Atommacht" werden; nicht ein Gedanke wird jedoch auf die jetzt
offensichtliche Tatsache verschwendet, daß die Bundesrepublik als
B e z u g s q u e l l e für das Zeug tonnenweise Atombombenroh-
stoff bunkert und daß deutsche Barschels - im Unterschied zu Zia
und Gadafi - sowohl über die Technologie als auch die Waffensy-
steme für einen Einsatz von Atomrüstung verfügen.
Zwei Wochen haben ausgereicht, alles Wissenswerte über die Atom-
macht BRD den Zeitungen zu entnehmen. Angefangen hat es noch
"harmlos" mit der nüchternen Mitteilung, daß so etwas wie eine
tatsächliche "Entsorgung" gar nicht geht. TRANSNUKLEAR und Kon-
sorten transportieren den sogenannten Atommüll kreuz und quer
durch Europa. Das ging in Ordnung, und was anderes haben solche
Firmen ihren Auftraggebern auch gar nicht zugesagt. Die gingen
nämlich bei der Auftragserteilung einfach davon aus, daß in unse-
rem hervorragenden Wirtschaftssystem noch jedes Problem zu lösen
ist, wenn nur entsprechende Gewinne damit zu erzielen sind. Staat
und Energiewirtschaft unterbreiten das Angebot, die Beseitigung
des jährlich wachsenden "Atommülls" großzügig zu bezahlen - und
schon rufen sie auch Interessenten wie die Firma Transnuklear und
das Kernenergiezentrum Mol ins Leben, die bereit sind, aus dem
"Entsorgungs-Problem" ein flottes Geschäft zu machen.
Was diese florierenden Unternehmen mit dem strahlenden Material
genau anfangen, wollen ihre staatlichen Auftraggeber konsequen-
terweise nicht so genau wissen. Daß radioaktive Strahlung nicht
zu beseitigen ist, ist schließlich der Ausgangspunkt und die
Grundlage des Geschäfts. Einen "Überwachungsstaat" in Sachen
Atomwirtschaft lehnen demokratische Politiker deshalb ab. Hier
haben sie die Vorzüge des Vertrauens entdeckt: Das Atomgesetz
verlangt eine "besondere persönliche Zuverlässigkeit" der Leute,
die mit radioaktiven Substanzen umgehen. So ist per Gesetzeskraft
klargestellt, daß die bei der nationalen Energiepolitik einkalku-
lierte Verstrahlung von Land und Leuten nie und nimmer eine not-
wendige Folge dieser Politik ist, sondern als Problem der men-
schlichen (Un-)Tugendhaftigkeit anzusehen ist. Die entsprechende
Unternehmer-Mafia wird dafür bezahlt, daß sie einen Job erledigt,
der erklärtermaßen überhaupt nicht zu erledigen ist: "Atommüll"
unschädlich zu machen. Die Verdienstquelle der Branche besteht
deshalb auch nicht in der Lösung naturwissenschaftlich-techni-
scher Problemstellungen, sondern in der Bewältigung der spannen-
den Frage: Wie erfüllt man alle staatlichen "Beseitigungs"-Aufla-
gen: Es geht nämlich um Müll-"Beseitigung" i m S i n n e d e s
A t o m g e s e t z e s. Der ganze Betrieb dreht sich also um
das Zurechtkommen mit staatlichen Vorschriften und sonst nichts.
So was geht bekanntlich immer auf zwei Weisen: Die Richtlinien
werden beachtet, solange sie das Geschäft nicht behindern. Sobald
sie mit dem Geschäftsinteresse kollidieren, muß sich der gesamte
Einfallsreichtum der Manager eben auf die Suche nach Mitteln und
Wegen richten, wie staatliche Auflagen zu unterlaufen sind. Das
Restrisiko besteht für AKW-Betreiber überhaupt nur darin, von
übereifrigen Aufsichtsbeamten erwischt zu werden. Und natürlich
wird auch dieses Risiko marktwirtschaftlich gelöst: Gemeinsam mit
dem Atommüll zirkulieren Schmiergelder.
Atommüll ist zu schade für Salzstöcke
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Während die AKW-Betreiber erstmal die Sorgen mit ihrem strahlen-
den Abfall los sind, denken die "Müllmänner" weiter - was ihnen
nicht schwer fällt, da sie ja in allen möglichen Beteiligungsge-
sellschaften mit der AKW-Wirtschaft verbunden sind. Ihnen ist
nicht entgangen - dies die zweite Wahrheit, die man mitbekommen
konnte -, daß der "Atommüll" alles andere als Abfall, nämlich
w e r t v o l l ist. Bei richtiger Aufbereitung läßt sich aus
ihm das begehrte P l u t o n i u m und anderes explosives Zeug
gewinnen. Das zunächst reichlich sinnlos scheinende Hin- und Her-
reisen der Müllfässer mit Zwischenstation in Wiederaufbereitungs-
anlagen und Kernforschungsinstituten wird durchaus zweckdienlich,
wenn man jetzt erfährt, daß in den anfänglich "nur schwach strah-
lenden Fässern" allerlei spaltbares und sehr nützliches Material
durch die Gegend kutschiert wird, das sich da auch rausholen
läßt. Der Bestimmungsort heißt eben nicht "Entsorgung": Es gibt
haufenweise K ä u f e r für solchen "Abfall", also auch einen -
internationalen - Markt. Der soll ziemlich "grau" bis hin zu
"schwarz" sein, und zwar deshalb, weil der S t a a t ihn so ha-
ben w i l l. Wenn schon sehr zweckmäßig die "Entsorgung" priva-
ten Händen anvertraut ist, dann sollen auch die Privaten die Ab-
wicklung des Verkaufs erledigen. Wieder einmal haben d e u t-
s c h e U n t e r n e h m e r die Nase vorn - man erfährt, daß
NUKEM mit ihrer US-Tochter gleichen Namens 80% des Welthandels
bestreitet. Es gibt also nicht nur einen internationalen Markt
für Plutonium und ähnliche "Verunreinigungen" und "Verseuchun-
gen", die BRD ist obendrein noch eine Hauptmacht auf ihm.
Wohlweislich in Gestalt eines s t a a t s u n a b h ä n g i-
g e n Unternehmens, von dem man jahrelang, entgegen allem
Augenschein, glauben sollte, seine riesigen Anlagen wären "bloß"
für die Betreuung und Verwaltung des "nationalen Brennstoff-
kreislaufs" errichtet worden, während es sich von den inter-
nationalen Schiebereien vornehm-unschuldig fernhalte. Die
Freiheit des Unternehmertums erlaubt dem Staat je nach Bedarf die
Distanzierung von den Machenschaften seiner Atom-Mafia, steht
zugleich für das Prädikat "besonders zivil" und verbürgt
Diskretion: Der Betrieb wacht über seine "Betriebsgeheimnisse"
und der Staat über das Gesetz.
Einerseits läßt der Staat privates Kapital vor, um sich die ko-
stengünstige Weiterverwertung eines Teils der Resultate seiner
Kernenergiegewinnung abnehmen zu lassen, andererseits will er
sich Auflagen bei der Auswahl der Geschäftspartner durch NUKEM
vorbehalten: Man stelle sich vor, Ostblockstaaten würden bei
"uns" einkaufen! Die Geschäftsleute von NUKEM sind da nicht so
pingelig und lassen ansehnliche Bestechungssummen fließen, damit
in den Ministerien die zuständigen Augen zugedrückt werden. Ins-
gesamt aber funktionierte sie blendend, die Partnerschaft von
Staat und Atomwirtschaft, weil hier "berechtigte Interessen" bei-
der Seiten zum Zuge kamen. In g e w u ß t e r u n d
e i n g e p l a n t e r Illegalität und Geheimhaltung wird den
Managern aus der Wirtschaft der eine oder andere zweifelhafte
Profit nicht verboten (von wegen "nichts gewußt": ein ALKEM-Ge-
schäftsführer ist CDU-MdB!), dafür hat der Staat ein profitables,
nach seinen Kriterien also auch höchsteffizientes Unternehmen an
der Hand, das ihm die wichtigsten Voraussetzungen für eine
A t o m w a f f e n p r o d u k t i o n im eigenen Lande zur
Verfügung stellt.
Wichtig ist nicht die Atombombe, sondern die Atombombenfabrik
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Mit dem A t o m w a f f e n s p e r r v e r t r a g, in dem
sich die USA, Großbritannien und die UdSSR verpflichtet haben,
weder Atomwaffen noch Rohmaterial und Technologie zu ihrem Bau an
dritte Staaten zu liefern, lastet auf der BRD eine Beschränkung
ihrer Stellung als Großmacht, die deutsche demokratische Politi-
ker lange zögern ließ, diesem Abkommen überhaupt beizutreten.
Gründungskanzler Adenauer warnte: "Ich hoffe, daß die Bundesrepu-
blik nicht ihr Todesurteil unterschrieben hat"; und Franz Josef
Strauß, der schon immer für bundeswehreigene Atomwaffen war,
hetzte: "Das ist ein neues Versailles von kosmischen Ausmaßen."
Es ist also eine reichlich müßige Frage, ob wirklich Material für
einen Atombombenbau nach Pakistan oder Lybien gelangt ist - diese
Staaten werden allein damit nicht zu A t o m m ä c h t e n.
Trotzdem wird diese "Befürchtung" der Öffentlichkeit als heißer
Debattenstoff serviert, und niemand will darüber die dritte Wahr-
heit über die Atommacht BRD zur Kenntnis nehmen: Die Bundesrepu-
blik Deutschland kann Atombomben herstellen! Diejenigen, die
jetzt vor dem "Einstieg" oder "Weg zur Bombenproduktion" warnen,
haben das Wesentliche schon versäumt. Die Einschränkung der na-
tionalen Souveränität, die die BRD im Unterschied zu vergleichs-
weise ähnlich potenten Mächten wie Frankreich und Großbritannien
hinnahm, weil der vergeigte Weltkrieg hier Rücksichtnahmen gera-
ten erscheinen ließ, ist p r a k t i s c h längst überwunden.
Genau so lässig wie letztes Jahr, als man anläßlich der Null-Lö-
sung zwischen den Supermächten erfahren durfte, daß die Bundes-
wehr einen kompletten Satz Atomraketen (die Pershing 1A) als ihre
eigenständige "Drittstaatenwaffe" für sich reklamiert, kriegt die
Öffentlichkeit jetzt die technische und materialmäßige Atomwaf-
fenbereitschaft der netten kleinen Bundesrepublik Deutschland
mitgeteilt: Sie kann die Dinger ohne fremde Lieferanten selbstän-
dig produzieren! 1995 steht die Verlängerung des Atomwaffensperr-
vertrages an. Das wäre in den Augen der Politiker ein wirklicher
Skandal und ein unerträgliches Versäumnis, wenn dann am komplet-
ten Herstellungsapparat noch irgendetwas fehlen würde. Das ist
die Wahrheit vom "geschlossenen nationalen Brennstoffkreislauf"!
Noch will die Botschaft nicht ganz auf Beschwichtigungen, faden-
scheinige Dementis und einschränkende Meldungen verzichten. Wenn
sich Wissenschaftler der Kernforschungsanlage Karlsruhe in der
belgischen Wiederaufbereitungsanlage Mol herumtreiben, dann soll
man ihre A u f b e r e i t u n g s f ä h i g k e i t als bloße
"Forschungs"-Möglichkeit begreifen. Selbstverständlich haben sie
nichts damit zu tun, wenn hinterher wieder ein paar Kg Plutonium
durch die Landschaft reisen. Wenn Strauß sein Wackersdorf bauen
läßt und dafür einen ganzen Landstrich tyrannisiert, dann soll es
dabei immer noch "bloß" um "Entsorgung" von "Atommüll" gehen, und
das dabei anfallende Plutonium soll die nette Eigenschaft haben,
bloß "zivil" zu sein (eine hochinteressante neue Kategorie der
demokratischen Kernchemie!) und nicht "militärisch". Auch das
Wunder der Naturwissenschaft sollen demokratisch gebildete Hirne
umstandslos hinnehmen, daß unser "ziviles" Plutonium sich in pa-
kistanisch/libyschen Händen plötzlich in "militärisch brauchba-
res" verwandelt...
Das ist es - das nationale Atomprogramm
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Die "weitsichtige" Energiepolitik der BRD sorgt nicht nur dafür,
daß der deutsche imperialistische Staat auf dem Felde der nuklea-
ren "Hochtechnologie" den "Anschluß" nicht verpaßt. Denn Atom-
macht von US-Gnaden zu sein, das kann für Deutschland-West nicht
das letzte Wort sein. Auch in den letzten Tagen des Weltfriedens
und seiner (Kriegs-)Geräte hört die Konkurrenz unter den west-
lich-demokratischen Brüdern nicht auf. Die BRD geht davon aus,
daß es allemal besser ist, sich als Atommacht fürs Bündnis nütz-
lich zu machen. So hat die Energiepolitik der Bundesregierung
seit Adenauer über Brandt und Schmidt zu Kohl sich immer darum
gesorgt, daß die nötigen Voraussetzungen dafür vorhanden sind.
Heute gehört es sich einfach für so eine M a c h t auf der
Welt, A t o m-Macht zu sein.
Bild ansehen
Atomstaat Bundesrepublik
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