Quelle: Archiv MG - ASIEN CHINA - Wie tot ist Mao?


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       Marxistische Studentenzeitung 4/89
       
       "Durch die  Einführung des sozialistischen Gemeineigentums an den
       Produktionsmitteln befinden  sich die meisten Güter in den Händen
       des Staates. Die Produkte der staatlichen Unternehmen gehören dem
       Staat; die  Agrar- und  Nebengewerbeprodukte der Landkommunen und
       Produktionsbrigaden, abgesehen  von dem  Teil, den die Mitglieder
       benötigen, werden  einheitlich vom  Staat zu angemessenen Preisen
       aufgekauft. Die  Renminbi wird  vom Staat in geplanter Weise her-
       ausgegeben und  hat einen  mächtigen Güterrückhalt.  Dies  garan-
       tiert, daß  der Währungsumlauf  mit der  Gütermenge übereinstimmt
       und die Währung der Renminbi stabil hält.
       Die Einzelverkaufspreise  der Produkte  werden vom  Staat festge-
       legt. Entsprechend  gibt er  die Produkte zu stabilen Preisen auf
       den Markt  und sichert  auf diese Weise den Ausgleich von Produk-
       tion und  Aufbau und  eine stabile Existenzsicherheit des Volkes.
       Die Preise  solcher täglichen Konsumgüter wie Getreide, Baumwoll-
       stoff, Salz und Kohle waren in den vergangenen zwanzig Jahren und
       mehr stabil. Die Preise für Medikamente und Schreibwaren sind be-
       trächtlich herabgesetzt worden.
       Mit der  Einführung des Systems des Sozialismus nach der Gründung
       des Neuen  China hörte die Währung auf, ein Mittel zur Ausbeutung
       der Werktätigen zu sein, und wurde stattdessen ein Instrument zur
       Verbesserung ihres Lebens. Die chinesische Renminbi-Währung dient
       dazu, dem  Land in der sozialistischen Revolution und beim Aufbau
       zu helfen,  den Güteraustausch  zwischen Stadt und Land auszuwei-
       ten, das  Bündnis zwischen  den Arbeitern  und Bauern zu festigen
       und schrittweise  das Leben  der Bevölkerung  zu verbessern.  Die
       Stabilität der Renminbi ist so Ausdruck ihrer Bestimmung.
       Nach der  Erreichung der  Befreiung des  ganzen Landes  traf  der
       Staat Maßnahmen, um die alte Währung durch die Renminbi zu erset-
       zen, den  Verkehr ausländischer  Währungen zu unterbinden und die
       Spekulation zu  verhindern. All  dies beseitigte  die schädlichen
       Auswirkungen der  langen Inflation  im alten China und führte zur
       Einrichtung eines unabhängigen, einheitlichen und stabilen sozia-
       listischen Monetärsystems  und Finanzaufbaus. Durch den in mehre-
       ren Fünfjahrplänen  durchgeführten  Wirtschaftsaufbau  unter  der
       Richtlinie des  Vorsitzenden Mao "Unabhängigkeit und Selbständig-
       keit, Vertrauen  auf die eigene Kraft, durch harten Kampf und mit
       Fleiß und  Sparsamkeit unser Land aufbauen" wurde die sozialisti-
       sche ökonomische  Basis Chinas  kontinuierlich gestärkt,  das Fi-
       nanzwesen konsolidiert  und auf  diese Weise eine feste Grundlage
       für die Stabilität der Renminbi geschaffen.
       Die Renminbi  ist die  einzige Währung,  die in China zirkuliert.
       Die Herausgabe  und die  Regulierung der  Währungsmittel wird von
       der Staatsbank  einheitlich kontrolliert.  Keine Gebiete und Ein-
       heiten haben  das Recht  zum Herausgeben  von Währungsmitteln. Um
       die Regulierung  der Geldmittelzirkulation zu erleichtern, müssen
       Überweisungen und  Zahlungen, die  über einem bestimmten Grenzbe-
       trag liegen,  zwischen Unternehmen,  Regierungsorganen, Organisa-
       tionen und Armee-Einheiten über Banken durchgeführt werden. Bank-
       anweisungen jeglicher  Art sind  nicht zirkulationsfähig  auf dem
       Markt. Im  Gegensatz zur kapitalistischen Gesellschaft gibt es in
       China keinen spekulativen Handel."
       
       (Faksimile aus:  "Das erste  Vierteljahrhundert des Neuen China."
       Darin "Warum China keine Inflation kennt." Peking 1975)

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