Quelle: Archiv MG - AFRIKA RSA - Republik Südafrika


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       Nürnberger MAZ, 21.07.1988
       

ERFOLG DER GEWERKSCHAFT IN SÜDAFRIKA

Wenn es um gewerkschaftliche Errungenschaften geht, ist Franz Steinkühler kein Weg zu weit. Neulich ist er sogar nach Südafrika geflogen. Mit der Konzernleitung der dortigen Daimler-Benz Nie- derlassung hat er ausgehandelt, daß schwarze Arbeiter in Zukunft bei "wilden Streiks" nicht mehr automatisch entlassen werden. Ein Vertreter der Werksleitung von Daimler Südafrika hat dazu im Deutschen Fernsehen erklärt: "Wir versprechen uns von dieser Übereinkunft, daß wilde Streiks der schwarzen Belegschaft in Zu- kunft unterbleiben." Respekt, ein gelungenes Geschäft! Klar, daß Steinkühler dafür um die halbe Welt reisen mußte. Wahrscheinlich mußte er seinen schwarzen Kollegen das Erfolgsrezept des DGB er- klären: Eine Gewerkschaft, die streiken d a r f, l ä ß t e s! Noch einmal Südafrika: ---------------------- Der eingeknastete schwarze Freiheitsheld Nelson Mandela hat zu seinem 70. Geburtstag aus aller Weit Glück- und Freiheitswünsche bekommen. Von Kohl bis Gorbatschow sind sich alle, die etwas zu sagen haben, einig: Die Inhaftierung dieses Mannes ist das schlimmste Verbrechen der Burenrepublik. Mal eine bescheidene Frage: Wenn Mandela freigelassen würde, wieviel Negern ginge es dann besser? zurück