Quelle: Archiv MG - AFRIKA RSA - Republik Südafrika


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       Münchner Hochschulzeitung Nr. 21, 20.06.1983
       
       Wochenschau
       

WEITER ANGRIFFE AUF GUERILLALAGER IN NACHBARLÄNDERN

kündigte der südafrikanische Verteidigungsminister Malan bei ei- ner Militärparade in Johannesburg an. "Die Nachbarländer hätten nichts zu befürchten, wenn sie nicht die russischen Imperialisten und deren Agenten bei deren Umsturzversuchen unterstützten." Zur weiteren Beruhigung der vergangenen und künftigen Invasionsziele versicherte Malan, die Angriffe der RSA-Armee würden "auch in Zu- kunft Terroristennestern" gelten, es sei nicht beabsichtigt, "die Länder direkt zu attackieren." Im Klartext: Angola und Mosambik als russische Agenten" werden weiterhin als "Terroristennester" behandelt; die Regierungen in Lesotho, Malswi und Sambia dürfen unter ausdrücklicher Anerkennung aus Pretoria den Aufräumungsar- beiten nach RSA-überfällen nachkommen. Staaten mit begrenzter Souveränität und souveräne Staaten ohne Grenzen für die RSA - ge- nauso wie die Oberhoheit der USA über Mittelamerika, so sehen die "geregelten Beziehungen" Südafrikas zu seinen Nachbarn aus. Kein Wunder, daß dieses Land als erstklassiger Freund des Westens gilt. zurück