Quelle: Archiv MG - AFRIKA NIGERIA - Kakao, Öl und Schulden
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Bochumer Hochschulzeitung, 10.01.1984
EIN MILITÄRPUTSCH IN NIGERIA
kann in der demokratischen Öffentlichkeit keinesfalls mit der
gleichen Anteilnahme rechnen wie ein Trainerwechsel in der Bun-
desliga. Soll in letzterem Fall zumindest die Wirkung auf die Mo-
ral der Mannschaft erheblich sein, so hält sich bezüglich in-
nerafrikanischer Querelen selbst die moralische Entrüstung über
angebliche "Rückschläge der Demokratie" in sehr bescheidenen
Grenzen. Spätestens mit der Versicherung der neuen Machthaber,
sie würden haargenau da weitermachen, wo sie ihre Vorgänger zum
Aufhören gezwungen haben, sind Nachrichten aus Lagos keine mehr.
"Unser" Öl von da unten sprudelt weiter, der Staat bekennt sich
zu seinen Schulden und damit zu all den Pflichten, in denen er
beim Westen steht. Ob Shagari oder Buhari - in dieser Frage gibt
es endlich einmal keinen Grund, sich in Angelegenheiten fremder
Staaten einzumischen.
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